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Donnerstag, den 08. April 2021 07:00

„Arbeitslosigkeit hat viele Gesichter"


Mag. Thomas Stelzer, Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner und Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer

OÖ setzt besondere Impulse für alle, die es am Arbeitsmarkt schwerer haben

„Arbeitslosigkeit hat viele Gesichter. Ganz besonders hart trifft sie all jene Menschen, die mit dem Tempo der Arbeitswelt nicht in allen Bereichen Schritt halten können oder die es bei der Qualifizierung schwerer haben. Aber genau diese Menschen wollen wir ganz besonders begleiten und dabei unterstützen, ihren Platz in der Arbeitswelt zu finden. Deshalb sind insbesondere auch die gemeinsam mit dem Sozialressort gesetzten Maßnahmen zur Unterstützung von sozial benachteiligten Menschen eine wesentliche Säule des Paktes für Arbeit & Qualifizierung 2021. Wenn es darum geht, Oberösterreich wieder stark zu machen, wollen wir niemanden zurück lassen“, betonen Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner und Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer.

„Auf Oberösterreichs Arbeitsmarkt gibt es erfreulicherweise deutliche Signale einer Erholung: Der Rückgang der Arbeitslosigkeit setzte sich auch im März dieses Jahres fort, es gab im Vormonat in unserem Bundesland wieder um 8.627 Arbeitslose weniger als im Februar 2021, die Zahl der Arbeitslosen ging damit von 48.434 auf 39.807 in Oberösterreich zurück. Im Vergleich zum Jänner dieses Jahres mit rund 53.500 Arbeitslosen ist es somit im März mit weniger als 40.000 Arbeitslosen gelungen, mehr als 13.500 Menschen wieder in Beschäftigung zu bringen. Oberösterreich weist im März mit 5,6 Prozent auch die mit Abstand niedrigste Arbeitslosenrate aller Bundesländer auf, gefolgt von der Steiermark mit 7,5 Prozent und Salzburg mit 7,8 Prozent. Österreichweit beträgt die Arbeitslosenrate 9,4 Prozent“, heben Landeshauptmann Stelzer und Wirtschafts-Landesrat Achleitner hervor.

„Aber auch wenn sich die Arbeitsmarktsituation in unserem Bundesland deutlich zu entspannen beginnt, bleibt es trotzdem unser vordringlichstes Ziel, möglichst viele Menschen in Beschäftigung zu halten oder rasch in Beschäftigung zu bringen. Denn hinter Arbeitsmarktstatistiken stehen immer die Schicksale der von Arbeitslosigkeit Betroffenen und ihrer Angehörigen. Einen Arbeitsplatz zu haben ermöglicht nicht nur materielle Absicherung und gesellschaftliche Teilhabe, sondern vermittelt auch Sinngebung und das Gefühl, gebraucht zu werden. Daher ist für uns jede und jeder Arbeitslose noch eine und einer zu viel“, unterstreichen Landeshauptmann Stelzer und Wirtschafts-Landesrat Achleitner.

JOB-RESTART-Programm für Langzeitarbeitslose:
„Wir geben uns nicht damit zufrieden, dass Oberösterreich im Bereich des Arbeitsmarktes bisher besser durch die Krise gekommen ist als die anderen Bundesländer. Wir legen vielmehr besonderes Augenmerk auf jene Menschen, die es trotzdem schwer haben, eine Beschäftigung zu finden. So haben wir ein eigenes ‚JOB-RESTART-Programm für Langzeitarbeitslose‘ gestartet. Ende März waren 13.504 Langzeitbeschäftigungslose in OÖ gemeldet. Ihnen wollen wir rasch noch mehr Hilfe und Unterstützung für den Wiedereinstieg in eine Beschäftigung bieten. Dazu fördern wir umfassend Betriebe und Gemeinden, die Langzeitarbeitslose aufnehmen“,
erläutern Landeshauptmann Stelzer und Wirtschafts-Landesrat Achleitner.

? Das Land OÖ hat gemeinsam mit den oö. Standortpartnern mit dem JOB-RESTART-Programm für Langzeitarbeitslose eine bundesweit einzigartige Initiative auf den Weg gebracht.

? Dieses – je nach Bedarf - bis zu 80 Mio. Euro große Paket unterstützt die Betroffenen mit einem ‚5-Punkte-Plan gegen Langzeitarbeitslosigkeit in OÖ und bietet rasche Hilfe für den Wiedereinstieg in eine Beschäftigung.

? Bei Betrieben und Gemeinden, die Langzeitarbeitslose im Rahmen dieses Programms aufnehmen, übernimmt das AMS zwei Monate 100 Prozent und die folgenden zehn Monate 2/3 der Lohnkosten. Das andere Drittel übernehmen die Betriebe bzw. teilen sich Land und Gemeinden

? Wenn jemand länger als ein Jahr nicht am ersten Arbeitsmarkt tätig war, gibt es häufig Qualifizierungsbedarf. Aus diesem Grund übernimmt das Land OÖ Ausbildungskosten bis 5.000 Euro für individuell notwendige Qualifizierungsmaßnahmen, wenn ein Betrieb im Rahmen des JOB-RESTART-Programms eine/n Langzeitarbeitslose/n beschäftigt.

? „Das ist eine Win-Win-Situation für die betroffenen Langzeitarbeitslosen, die Betriebe und Gemeinden in Oberösterreich“, so LH Stelzer und LR Achleitner.

 

OÖ. „Corona-Härtefonds“ zur Unterstützung von Arbeitnehmer/innen und ihren Familien:
„Weiters bieten wir Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die durch die Corona-Krise unverschuldet in Schwierigkeiten geraten sind, eine direkte finanzielle Hilfe durch einen eigenen ‚Corona-Härtefonds‘ des Landes OÖ und der Arbeiterkammer OÖ“, erklärt Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer.

? Der oö. „Corona-Härtefonds für Arbeitnehmer/innen“ wurde vom Land OÖ und der Arbeiterkammer OÖ gemeinsam eingerichtet.

? Er wird vom Land OÖ mit 4 Mio. Euro und von der AKOÖ mit 1 Mio. Euro finanziert.

? Dadurch können Arbeitnehmer/innen, die aufgrund der Corona-Krise arbeitslos sind oder Lohnkürzungen durch Kurzarbeit erfahren haben, mit bis zu 500 Euro pro Person einmalig unterstützt werden.

? Die Frist zur Antragstellung ist bis 30.06.2021 möglich. Seit dem Förderbeginn am 8. Februar wurden bis jetzt mehr als 7.000 Förderansuchen gestellt.

OÖ. Zukunftsstiftung als Auffangnetz für Menschen, die durch Corona-Krise ihren Job verlieren:
„Mit einer eigenen OÖ. Zukunftsstiftung hat das Land OÖ gemeinsam mit dem AMS OÖ, der Arbeiterkammer OÖ und der Wirtschaftskammer OÖ auch ein großflächiges Auffangnetz für Menschen, die aufgrund der ihren Job verlieren, bereitgestellt. Erfreulicherweise hat sich die Arbeitsmarktsituation in Oberösterreich bisher so entwickelt, dass es dafür noch keinen Bedarf gegeben hat. Aber das Angebot bleibt weiter aufrecht, mittels Qualifizierung Betroffenen den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Besonders erfreulich ist hier auch, dass Land OÖ, AMS OÖ, Wirtschaftskammer OÖ und Arbeiterkammer OÖ dafür eine starke Achse für Beschäftigung in Oberösterreich bilden – wir nehmen gemeinsam 20 Mio. Euro zusätzlich in die Hand, damit im Bedarfsfall möglichst viele Arbeitssuchende auch in diesen schwierigen Zeiten rasch wieder einen Arbeitsplatz finden“, betonen Landeshauptmann Stelzer und Wirtschafts-Landesrat Achleitner,

? Die OÖ. Zukunftsstiftung besteht aus zwei Stiftungen:

o Eine Insolvenzstiftung für KMU - also für jene Fälle, in denen ein Betrieb insolvent wird und dessen Mitarbeiter/innen dadurch arbeitslos werden

o Eine Zielgruppenstiftung für KMU - also für Betriebe, die wegen Corona in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten und daher Personal abbauen müssen

? Im Rahmen der Stiftung erfolgt nach einer Phase der Berufsorientierung eine Ausbildung des Stiftungsteilnehmers (diese kann vom Lehrabschluss über ein Studium bis hin zu einem einzelnen Kurs verschiedenste Möglichkeiten umfassen) und anschließend die Unterstützung bei der aktiven Arbeitssuche.

? Beide Stiftungen sind vorerst für je 1.000 Personen ausgerichtet - ein Stiftungsplatz kostet ca. 10.000 Euro für die durchschnittliche Dauer von 18 Monaten (darin enthalten sind Ausbildungskosten, Stipendium für die Teilnehmer sowie Verwaltungskosten). Zusätzlich wird vom AMS auch noch das Arbeitslosengeld der Stiftungsteilnehmer finanziert.

? Die Insolvenzstiftung finanzieren AMS OÖ (55% - also 5.500 Euro pro Person) und das Land OÖ (45% - also 4.500 Euro pro Person).

? Bei der Zielgruppenstiftung sind auch die Sozialpartner und der betroffene Betrieb, der Personal abbaut, beteiligt - pro Person teilen sich die Kosten wie folgt auf: 750 Euro WK OÖ, 750 Euro AK OÖ, 1.000 Euro der Betrieb, 3.150 AMS OÖ und 4.350 Euro das Land OÖ.

? Die Stiftungsteilnehmer/innen erhalten während der Teilnahme an der Stiftung Arbeitslosengeld vom AMS und zusätzlich einen Qualifizierungsbonus des Landes OÖ in Höhe von 198 Euro monatlich.

Unterstützung auch durch historisch größten „Pakt für Arbeit & Qualifizierung“ für OÖ:
„Herausfordernde Zeiten erfordern auch besondere Anstrengungen: Daher wurde auch der heurige ‚Pakt für Arbeit & Qualifizierung‘ für Oberösterreich mit fast 100 Mio. Euro mehr Budget als im Vorjahr ausgestattet und weist somit die bisher höchste Fördersumme auf“, betonen Landeshauptmann Stelzer und Wirtschafts-Landesrat Achleitner.

? Konkret umfasst der „OÖ. Pakt für Arbeit & Qualifizierung 2021“ Arbeitsmarkt-Initiativen für unser Bundesland in Höhe von 342 Mio. Euro. Im Vorjahr waren es 247 Mio. Euro.

? Von diesen Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen profitieren insgesamt rund 102.000 Menschen in Oberösterreich – insbesondere in den Zielgruppen Jugendliche, Frauen, Ältere, Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen mit Beeinträchtigungen.

„Auch beim ‚OÖ. Pakt für Arbeit & Qualifizierung 2021‘ gibt es Maßnahmen für diejenigen, die es am Arbeitsmarkt besonders schwer haben“, unterstreichen Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner. Nachstehend zwei Beispiele aus dem für den Arbeitsmarkt zuständigen Wirtschaftsressort:

Servicestelle Job & Wirtschaft:

? Die „Servicestelle Job & Wirtschaft“ unterstützt arbeitslose Personen ab einem Alter von 50 Jahren bei der Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz.

? Die Betreuung erfolgt grundsätzlich via Telefon und E-Mail bzw. nach Möglichkeit via Videotelefonie oder auf Wunsch auch persönlich.

? Die Servicestelle übernimmt nach erfolgter Abklärung mit der Bewerberin/dem Bewerber die Stellenakquise und organisiert Bewerbungsgespräche.

? Die Erfolgsrate ist sehr gut: 40% der bisher 500 betreuten Personen konnten mit dieser Unterstützung einen neuen Arbeitsplatz finden.

? Die Zuweisung zur Servicestelle erfolgt durch das AMS OÖ bzw. auch eigeninitiativ unter der kostenlosen Nummer 0800 44 99 60 oder per Mail unter job@job-wirtschaft.at. Informationen sind unter www.job-wirtschaft.at zu finden.

Sozialökonomische Betriebe:

? 1.300 Personen werden im Jahr 2021 in sozialökonomischen Betrieben beschäftigt und qualifiziert. Ziel ist die Heranführung an und eine Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt.

? Die Tätigkeitsfelder sind vielschichtig und reichen von Gastronomie über Holz, Metall, Glas und Kunststoff bis zu Grünraumpflege oder KFZ-Technik.

? Die durchschnittliche Verweildauer beträgt 8 Monate, rund 1/3 der Personen gelangen danach in ein betriebliches Arbeitsverhältnis.

Sozial-Landesrätin Birgit GERSTORFER:

Hilfe beim Einstieg in „ersten Arbeitsmarkt“ und Forcierung von Ausbildung in Sozialberufen
„Der Pakt für Arbeit & Qualifizierung muss im Jahr 2021 natürlich auch Lösungen gegen die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den oberösterreichischen Arbeitsmarkt anbieten. In Oberösterreich steht dabei einer gestiegenen Arbeitslosigkeit immer noch eine hohe Nachfrage an gut ausgebildeten Fachkräften gegenüber. Aber es sinken bei dieser Arbeitsmarktsituation die Integrationschancen von Personen mit Vermittlungshemmnissen, sei es Alter, gesundheitliche Einschränkungen, lange Arbeitslosigkeit oder Betreuungspflichten, etc.“, erklärt Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer.

Maßnahmen des Sozialressorts
Das oberösterreichische Sozialressort unterstützt Personen, die aus unterschiedlichen Gründen am „ersten Arbeitsmarkt“ nur schwer einen Arbeitsplatz finden und deshalb vom Ausschluss aus der Gesellschaft bedroht sind. „Das Ausbildungs- und Qualifizierungsangebot richtet sich vorwiegend an Jugendliche und junge Erwachsene, die einen Lehrabschluss erlangen wollen, junge Frauen, die aufgrund unterschiedlichster Voraussetzung nur sehr schwer vermittelbar sind und Langzeitarbeitslose bzw. von Langzeitarbeitslosigkeit bedrohte Jugendliche im Alter von 18 bis 25 Jahren. Darüber hinaus werden Ausbildungen in Sozialbetreuungsberufen forciert“, erklärt Sozial-Landesrätin Gerstorfer.

Ebenso werden Personen beim Wiedereinstieg in das Arbeitsleben unterstützt. Einen weiteren Schwerpunkt setzt das Sozialressort bei Beschäftigungsprojekten für Sozialhilfebezieher/innen. „Mit diesem Angebot erhalten sie eine echte Chance auf Qualifikation, die dazu führt, dass sie möglichst dauerhaft am Arbeitsmarkt unterkommen und nicht mehr auf Unterstützung aus der Sozialhilfe angewiesen sind. Durch die Finanzierung des Sozialressorts kann rund 1.350 Personen ein Ausbildungs- bzw. Beschäftigungsplatz zur Verfügung gestellt werden“, so Landesrätin Gerstorfer.

Ausbildung und Qualifizierung für Jugendliche in schwierigen Zeiten
„Gerade in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit ist es wichtig, Menschen in Beschäftigung zu bringen. Wir müssen dafür sorgen, dass sich Arbeitslosigkeit nicht verfestigt und bestehen bleibt, da sonst erhebliche negative soziale und gesellschaftliche Konsequenzen folgen. Der Einstieg junger Menschen in das Erwerbsleben soll nicht mit Arbeitslosigkeit beginnen. In den sozialökonomischen Beschäftigungsprojekten bekommen Menschen eine zweite Chance. Sie erhalten eine sozialpädagogische Begleitung und können einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen“, sagt Landesrätin Birgit Gerstorfer.

Mit den Projekten sollen Vermittlungshemmnisse abgebaut und Persönlichkeitsstabilisierung und Persönlichkeitsbildung erreicht werden. Die jungen Menschen starten mit einer Orientierungs- und Stabilisierungsphase mit einer Dauer von max. 4 Monaten und treten dann in eine max. zweijährige Teilqualifizierung ein. Ziel ist auch hier die Vermittlung auf einen Ausbildungsplatz am Regelarbeitsmarkt sobald die notwendige Reife erreicht ist. In Einzelfällen ist auch die Absolvierung der gesamten Berufsausbildung im Rahmen des Projektes möglich:

? Verein Saum - Sozial- und Ausbildungsinitiative Unteres Mühlviertel und Verein Bildungszentrum Salzkammergut (BIS), Ebensee, Projekt "Buntspecht": Bieten für Jugendliche im Alter von 15 bis 22 Jahren eine überbetriebliche Ausbildung – Teilqualifizierung in den Bereichen Tischlerei und Büro an.

? VFQ - Gesellschaft für Frauen und Qualifikation mbH, Projekt "Fragile", Linz: Bietet für Jugendliche im Alter von 15 bis 22 Jahren eine überbetriebliche Ausbildung – Teilqualifizierung in den Bereichen Tischlerei - an. Diese Ausbildung ist für junge Frauen konzipiert, die das Arbeitsmarktservice nicht in ein Lehrverhältnis in einen Betrieb vermitteln konnte.

? VFQ - Gesellschaft für Frauen und Qualifikation mbH, Linz, Projekt "IT-G@rage", Linz: Mit einer ersten viermonatigen Stabilisierungsphase werden die Teilnehmerinnen sozialpädagogisch/sozialarbeitstechnisch betreut und unterstützt, wie auch bei persönlichen Problemlagen, bei der Praktikumsplatzsuche und während eines laufenden Praktikums. Zudem erfolgt Lernunterstützung, um eine positive Absolvierung der Berufsschule zu sichern. Diese neue Ausbildungsmöglichkeit wurde an die Bedarfe des Arbeitsmarktes angepasst und für junge Frauen konzipiert, die das Arbeitsmarktservice nicht in ein Lehrverhältnis in einen Betrieb vermitteln konnte.

? FAB - Verein zur Förderung von Arbeit und Beschäftigung, Linz, "DO IT" Jugendprojekt Wels: Zielgruppe dieses Projektes sind Langzeitarbeitslose bzw. von Langzeitarbeitslosigkeit bedrohte Jugendliche im Alter von 18 bis 25 Jahren, Schulabbrecher/innen und Lehrstellenabbrecher/innen, deren bisherige Versuche am freien Arbeitsmarkt Arbeit zu finden, gescheitert sind. Eine besondere Zielgruppe sind Jugendliche, bei denen häufiger und/oder regelmäßiger Drogen- oder Alkoholkonsum den Einstieg ins Erwerbsleben hemmt.

? Verein für Arbeit, Beratung und Bildung - VABB, Steyr, Projekt "Job start": Bietet für Jugendliche im Alter von 15 bis 22 Jahren eine überbetriebliche Ausbildung – Teilqualifizierung in den Bereichen Maurer und Malereigewerbe an.

? VSG - Verein für Sozial- und Gemeinwesenprojekte, Linz, Projekt „Kick“: „KICK“ bietet Linzer Jugendlichen und jungen Erwachsenen wirksame und nachhaltige Unterstützung bei der Lehrstellen-, Arbeitsplatz- oder Ausbildungssuche. In der Gruppe und im Einzelcoaching werden persönliche Strategien für die individuelle berufliche Zukunft entwickelt und tatkräftig umgesetzt.

? Bischöfliche Arbeitslosenstiftung, Linz, Projekt „ju-can“: Das Jugendprojekt „ju-can“ unterstützt 16-20-jährige beim Einstieg in die Arbeitswelt. Die Stärkung des Selbstvertrauens sowie die Förderung sozialer Kompetenzen stehen im Mittelpunkt, um mit den Jugendlichen eine realistische berufliche Perspektive zu entwickeln. Ziel des Projektes ist die Erhöhung der individuellen Vermittlungschancen der Jugendlichen. Die ganzheitliche Betreuungsform umfasst Arbeitstraining in Küche und Service, Bewerbungstraining und Berufsorientierung sowie Einzelbetreuung und Coaching.

Angebote für NEET-Jugendliche (nicht in Ausbildung, Arbeit oder Schulung)
Mit den beiden Projekten „resp@ct“ und „upgrade“ werden zielgruppenspezifische Unterstützungsprojekte für ausgegrenzte Jugendliche und junge Erwachsene (inkl. Jugendliche/junge Erwachsene mit Migrationshintergrund) bis 24 Jahren, die sich weder in Arbeit, noch in Ausbildung, Schulung oder in Betreuung einer relevanten Institution (AMS, Produktionsschule, etc.) befinden, angeboten.

Ziel ist die Rückführung bzw. eine (Erst-)Heranführung dieser Zielgruppe in den Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt, in das Schulsystem oder die Teilnahme an weiteren Unterstützungs- und Vermittlungsangeboten bildungs- und betreuungsrelevanter Institutionen (AMS, Sozialministeriumservice, etc.).

Die Projektdauer beträgt ein Jahr.

Altenpflege und -betreuung
Um dem Fachkräftemangel in der Altenpflege und –betreuung vorzubeugen, investiert das Sozialressort auch heuer wieder in kostenlose Ausbildungsangebote. Von diesen zukunftsorientierten Ausbildungen, die meistens Beschäftigungsverhältnisse in der Region ermöglichen, profitieren vor allem Wiedereinsteiger/innen. Konkret werden 700 von insgesamt 1.080 Ausbildungsplätzen im Rahmen einer Implacementstiftung zur Verfügung gestellt. „Berufe in der Altenarbeit sind Zukunftsberufe mit Entwicklungsmöglichkeit und einem sicheren Arbeitsplatz in der Region. In Oberösterreich werden bis zum Jahr 2025 rund 1.600 zusätzliche Arbeitskräfte in der Altenpflege und –betreuung benötigt“, betont Sozial-Landesrätin Gerstorfer. 

Beschäftigungsprojekte für Sozialhilfe-Bezieher/innen
Beschäftigungsprojekte für Bezieher/innen der Sozialhilfe bieten arbeitsmarktfernen Personen die Möglichkeit zu einer befristeten Beschäftigung und dienen der Stabilisierung. Ziel ist es, in einer möglichst realen Arbeitssituation auf Beschäftigungen in der freien Wirtschaft vorbereitet zu werden. Diese stellen eine weitere Unterstützung auf dem Weg zu einer erfolgreichen Integration in den Arbeitsmarkt dar.

Das Gartenbauprojekt „Primavera“ des Vereins BIS beschäftigt Personen mit sozialen, psychischen und/oder körperlichen Beeinträchtigungen mit Mindestsicherungs-/Sozialhilfebezug bzw. Personen, die aufgrund ihrer individuellen Situation bedroht sind Mindestsicherungs-/Sozialhilfebezieher/in zu werden. Als pädagogische Grundlage für die Stabilisierung, Strukturierung und Neuorientierung wird das Medium der Gartentherapie angewendet mit dem Ziel, diese Personengruppe nach maximal einem Jahr Projektaufenthalt dauerhaft in den Regelarbeitsmarkt zu integrieren.

Die „Manufaktur Haslach“ ist ein sozialökonomischer Betrieb für Menschen mit Vermittlungshemmnissen oder Mindestsicherungs-/Sozialhilfebezug. Die Teilnehmer/innen finden für max. ein Jahr Beschäftigung in der Verarbeitung von Rohwolle und im Verkauf der gefertigten Produkte. Ziel dieses Projektes ist, die Teilnehmer/innen nach einem Jahr dauerhaft in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Das „Fahrradzentrum B 7“ ist ein sozialökonomischer Betrieb für Menschen mit Vermittlungshemmnissen und mit Mindestsicherungs-/Sozialhilfebezug. Den Teilnehmer/innen werden zeitlich befristete Arbeitsplätze im Bereich Fahrradwerkstatt, Verkauf und Reinigung angeboten.

Das Projekt „Schritte in den Arbeitsmarkt“ des FAB bietet niederschwellige Beschäftigung für Personen, die Bedarfsorientierte Mindestsicherung bzw. Sozialhilfe beziehen mit dem Ziel einer schrittweisen Annäherung an den ersten bzw. zweiten Arbeitsmarkt.

 

Bild (c) Land OÖ/Max Mayrhofer


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