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Donnerstag, den 08. April 2021 07:00

30 Minuten Anfahrt für Impfwillige


vereinsamte Teststraße in Marchtrenk

Verwunderung in Marchtrenk und Umgebung - keine Impfstraße für Stadt mit 14.000 Einwohner

Bereits seit über einem Jahr begleiten verschiedene Maßnahmen, wie Ausgangsbeschränkungen, Lockdowns und Verordnungen, die nur schwer nachvollziehbar sind, die Bevölkerung. Im Großen und Ganzen werden jedoch diese Vorkehrungen grundsätzlich vorschriftsmäßig von den Menschen befolgt und mitgetragen.

Mittlerweile ist auch die Covid-19 Impfbereitschaft stark gestiegen. Umso unverständlicher ist es daher, dass den Impfwilligen der Weg zur Impfung erschwert wird.

Zur Durchführung einer regionalen Impfstraße vor Ort, gab es nach einer gestellten Anfrage der Stadtgemeinde Marchtrenk an die Gesundheitsbehörde, bis zum heutigen Tag keine Antwort. „Immerhin betrifft dies eine große Zahl an Einwohnern aus Marchtrenk, Weißkirchen und Holzhausen, für die wir eine massive Erleichterung anstreben“, so der Marchtrenker Bürgermeister Paul Mahr.

Bürger aus Marchtrenk, Weißkirchen oder Holzhausen müssen nun in das 27 km entfernte Stadl-Paura zum Impfen fahren. Für viele ältere Betroffene kein einfacher Umstand, sich einfach ins Auto zu setzen und die weite Strecke in Kauf zu nehmen, denn aus der An- und Rückfahrt ergeben sich rund 60 Kilometer. Eine kurze Anfahrtszeit würde in jedem Fall für die älteren Senioren eine deutliche Erleichterung darstellen, da sie für die Fahrt meist auf Hilfe angewiesen sind.

Statt also hier vor Ort, in der einwohnermäßig größten Stadt des Bezirkes, oder im 7 km entfernten Wels eine Impfmöglichkeit anzubieten, schickt man die Leute nun auf eine längere Reise quer durch den verkehrsstarken Zentralraum.

Bürgermeister Mahr möchte dies nicht auf Kosten seiner Stadtbürger und deren Impfbereitschaft sehen und wird eine Unterstützung für die betroffenen Bürger prüfen und anbieten.

„Zahlreiche Entscheidungen der Gesundheitsbehörden sind aus den gegebenen Anlässen für die Menschen nicht mehr nachvollziehbar; daher ergibt sich so eine große Unzufriedenheit“, zieht ein verwunderter Bürgermeister leider eine negative Bilanz.

 

Bild (c) Stadtgemeinde Marchtrenk


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