Sie sind hier: BEZIRK KIRCHDORF » PETTENBACH
Donnerstag, den 15. April 2021 07:00

Forderung erneuert


Integrationssprecher LAbg. Vzbgm. Michael Gruber

Integrationssprecher LAbg. Vzbgm. Michael Gruber: Deutschkenntnisse sind die Grundlage der Integration

Anteil der Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache ist in OÖ weiter gestiegen
„In ganz Oberösterreich haben bereits 29 Prozent der Pflichtschüler nicht Deutsch als Muttersprache. In Linz sind es 62 Prozent, in Wels sogar schon 69. Drei von vier Schülern mit nicht-deutscher Muttersprache benötigen in Oberösterreich eine zusätzliche Sprachförderung, um dem Unterricht ausreichend folgen zu können (22.742 von 30.891)", analysiert Michael Gruber das Zahlenmaterial über die Schüler nicht deutscher Muttersprache in Oberösterreichs allgemein bildenden Pflichtschulen (Volksschule, Mittelschule, Sonderschule, Polytechnische Schule) im Schuljahr 2020/21.

„Allein im Bezirk Kirchdorf stieg der Anteil der Schüler mit nicht deutscher Muttersprache von 742 im Schuljahr 2010/11 auf nunmehr 853 im Schuljahr 2020/21. Damit gehen weitreichende Sprach- und Integrationsprobleme einher, die sich in weiterer Folge auch auf die Ausgaben im Sozialsystem auswirken. Dem muss man entgegenwirken", so Gruber weiter.

FPÖ erneuert ihre Forderungen nach Deutsch als Schulsprache
„Darüber hinaus ist es unausweichlich, die Schulsprache Deutsch endlich gesetzlich zu verankern", erinnert LAbg. Gruber an eine langjährige FPÖ-Forderung. Dadurch solle auch außerhalb der Unterrichtszeiten am Schulgelände Deutsch gesprochen werden müssen. „Diese Maßnahme würde einen wertvollen Beitrag zur besseren Integration, Leistungsförderung und Kommunikation in unseren Bildungseinrichtungen leisten." Auch ein verpflichtendes zweites Kindergartenjahr für Kinder mit Sprachdefiziten, sowie der Erhalt und Ausbau der Deutschförderklassen müsse weiter vorangetrieben werden. „Das rasche Erlernen unserer deutschen Sprache ist die Grundvoraussetzung für Integration sowie für Erfolg in Schule und Beruf. Gleichzeitig bleibt es aber in vielen Bereichen die größte Herausforderung", so Gruber abschließend.

 

Bild (c) Land OÖ


Mehr in dieser Kategorie: