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Donnerstag, den 06. Mai 2021 07:00

Powerbezirk Kirchdorf


Lokalaugenschein beim Erlebnisberg Wurbauerkogel: Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner und Michael Eibl, Bürgermeister von Windischgarsten.

2021: Jahr des Comebacks

Corona-konform mit Maske und Abstand war Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner heute einen Tag lang im Bezirk Kirchdorf unterwegs und zeigte sich beeindruckt von der großen Dynamik im Bezirk: „2021 soll für Oberösterreich das Jahr des Comebacks werden. Wir arbeiten dafür, dass die Menschen in Beschäftigung bleiben oder rasch wieder in Beschäftigung kommen, die Wirtschaft wieder volle Fahrt aufnimmt und die Unternehmen investieren“, erklärte Landesrat Achleitner. „Die positive Entwicklung des Bezirks zeigt sich insbesondere an den innovationstarken Unternehmen und im Ausbau des schnellen Internets in der Region“, so Landesrat Achleitner.

Und Innovationsstärke findet man im Bezirk Kirchdorf in vielen Bereichen, auch im ältesten Industrieunternehmen Oberösterreichs, das in Molln beheimatet ist und von Landesrat Achleitner besucht wurde: Die Firma Piesslinger wurde 1553 als Sensenschmiede gegründet, ist in 11. Generation in Familienbesitz und ist heute ein weltweit gefragter Spezialist für die Veredelung von Aluminium. „Oberösterreich steht für Tradition und Innovation. Darin liegt unsere Stärke und deshalb bin ich überzeugt, dass Oberösterreich gestärkt aus dieser Krise hervorgehen wird“, unterstrich Landesrat Achleitner.

Energiewende gestalten
Auch wenn es um die Energiewende geht beweisen die Unternehmen im Bezirk ihre Dynamik. Mit dem Schlattbauerngut in Ried im Traunkreis stand ein zu 100 Prozent energieautarker Landwirtschaftsbetrieb am Besuchsprogramm und die Firma ThermoWhite in Spital am Pyhrn produziert umweltschonende und gleichzeitig hoch effiziente Dämmstoffe. „Die heimischen Unternehmen sind wichtige Partner bei der Energiewende und in vielen Bereichen Innovationsführer“, betonte Landesrat Markus Achleitner.

Schnelles Internet für mehr als 600 Haushalte durch zusätzliche Mittel
Erst kürzlich wurde das „Digitale Investitionspaket für den ländlichen Raum“ des Landes OÖ beschlossen, von dem auch der Bezirk Kirchdorf profitiert. Mit 40 Millionen Euro zusätzlich soll der Breitbandausbau gerade in den ländlichen Regionen beschleunigt werden. Mehr als 600 Haushalte in Kremsmünster, Schlierbach und Wartberg an der Krems können dadurch früher als geplant von der oö. Landesbreitbandgesellschaft FiberService OÖ GmbH mit einem Zugang zu schnellem Internet versorgt werden. „Das Corona-Virus hat sich auch als starker Impuls für die Digitalisierung erwiesen. Daher wollen wir unsere digitale Infrastruktur im ganzen Land rechtzeitig auf das ständig steigende Datenvolumen ausrichten“, hob Landesrat Achleitner hervor.

Lokalaugenschein Wurbauerkogel
Ebenso am Besuchsprogramm stand ein Lokalaugenschein am Wurbauerkogel. „Der Wurbauerkogel ist ein wesentlicher Teil des touristischen Angebotes in der Urlaubsregion Pyhrn-Priel, deshalb unterstützen wir den aktuell laufenden Strategieprozess, mit dem der ‚Abenteuerberg‘ zukunftsfit aufgestellt werden soll“, betonte Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner. 

Die Stationen im Rahmen des Besuchstages:
Betriebsbesuch Firma Piesslinger, Molln: Kein anderes Unternehmen in Oberösterreich verkörpert Tradition und Innovation so stark wie die Firma Piesslinger in Molln: 1553 als Sensenschmiede gegründet, in 11. Generation in Familienbesitz, ist das Unternehmen nicht nur der älteste Industriebetrieb Oberösterreichs, sondern ein weltweit gefragter Spezialist für die Veredelung von Aluminium. Piesslinger beschäftigt rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Lokalaugenschein Wurbauerkogel: Der Wurbauerkogel ist ein wesentliches touristisches Angebot in der Urlaubsregion Pyhrn-Priel. Damit der „Abenteuerberg“ auch für künftige Herausforderungen bestens gerüstet ist, wird aktuell unter professioneller Begleitung ein zukunftsfähiges Konzept für die touristische Weiterentwicklung des Wurbauerkogels erstellt. Der Wurbauerkogel bietet mit der längsten Sommerrodelbahn Europas, dem Alpin-Coaster, dem Bikepark, dem Bogenschießen mit 3D-Zielen, dem Panoramaturm oder dem Klettersteigpark spannende Freizeiterlebnisse für Jung und Alt. Mit einem zukunftsorientierten Konzept, das unter dem Titel „Wurbauerkogel 2040“ steht, soll er auch künftig ein attraktives Ausflugsziel für die ganze Familie bleiben. Das Tourismusressort trägt ein Drittel der Kosten des aktuellen Strategiekonzepts.

Firma ThermoWhite, Spital am Pyhrn: Unternehmen wie ThermoWhite sind wichtie Partner, wenn es um die Energiewende geht. Innovative Dämmstoffe aus mineralischen Grundstoffen und recyceltem Styropor machen ThermoWhite zu einem Vorreiter in Sachen Umweltschutz und Energieeffizienz, denn ThermoWhite erreicht bessere Dämmwerte als herkömmliche Materialien. Das Unternehmen wurde auch bereits mit dem Energy Globe Award ausgezeichnet und setzt etwa bei seinem Firmengebäude auf 100 Prozent erneuerbare Energie.

Betriebsbesuch Schlattbauerngut, Ried im Traunkreis: Ein zu 100 Prozent energieautarkes landwirtschaftliches Gut steht in Ried im Traunkreis: Das Schlattbauerngut, das hochwertige Bio-Öle und -Essige produziert. Der dortige Besuch bildet den Abschluss des Bezirkstages. „Das direkte Gespräch mit den Menschen, insbesondere mit den Unternehmerinnen und Unternehmern sowie ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ist die wesentliche Basis für eine erfolgreiche Politik. Deshalb freue ich mich besonders, wieder unterwegs sein zu können, um - natürlich mit Maske und Abstand – vor Ort aus erster Hand zu erfahren, wo am Arbeitsmarkt, in der Wirtschaft und für die Unternehmen aktuell die größten Herausforderungen liegen. Die große Aufbruchsdynamik, die aktuell durch den Bezirk geht, unmittelbar vor Ort zu erleben ist natürlich eine ganz besondere Freude“, betont Landesrat Achleitner.

Die Situation am regionalen Arbeitsmarkt:
Die Arbeitslosenrate im Bezirk Kirchdorf betrug mit Stichtag 31. März 2021 (die aktuellsten verfügbaren Bezirksdaten) 4,3 Prozent und lag damit deutlich unter dem Oberösterreich-Wert von 5,5 Prozent im März. „Wir gehen davon aus, dass sich die Lage immer weiter bessert und insbesondere die für 19. Mai geplanten Öffnungsschritte im Tourismus werden den Arbeitsmarkt in Oberösterreich weiter entlasten. Die Corona-bedingt gestiegenen Arbeitslosenzahlen dürfen außerdem nicht darüber hinweg täuschen, dass die heimischen Unternehmen nach wie vor einen massiven Fachkräftebedarf haben“, erläutert Landesrat Markus Achleitner.

Qualifizierung ist Gebot der Stunde: „Für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist gerade jetzt in der Zeit der höheren Arbeitslosigkeit und der Kurzarbeit der ideale Zeitpunkt zur weiteren Qualifizierung: Qualifizierung ist und bleibt deshalb das Gebot der Stunde. Daher haben wir heuer den historisch größten ‚Pakt für Arbeit & Qualifizierung‘ für Oberösterreich unterzeichnet. Damit wollen wir einen massiven Qualifizierungsschub erzeugen, um einerseits Menschen, die arbeitslos sind, rasch wieder in Beschäftigung zu bringen und anderseits den Unternehmen jene Fachkräfte zur Verfügung stellen zu können, die sie dringend benötigen. Mit Fördermitteln in der Höhe von 342 Mio. Euro, das sind fast 100 Mio. Euro mehr als im Vorjahr, können wir heuer so viele Menschen wie noch nie unterstützen. 102.000 Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher werden von Qualifizierungsmaßnahmen und Arbeitsmarktinitiativen profitieren“, hebt Landesrat Achleitner hervor. Aktuelle Instrumente der oö. Arbeitsmarktpolitik: ? Neues Angebot „Bildungskarenz Plus“ ? Förderprogramm „Innovative Skills“ ? Qualifizierungsverbund „Digitale Kompetenz“ ? OÖ. Zukunftsstiftung

JOB-RESTART-Programm:
Als besonders herausfordernd stellt sich die Situation aktuell für jene Menschen dar, die schon länger als ein Jahr keine Beschäftigung mehr haben. Mit dem betrieblichen und kommunalen JOB-RESTART-Programm wird unbürokratisch eine Beschäftigungsmöglichkeit für Langzeitarbeitslose geschaffen, die den Betrieben und Gemeinden kaum Kosten verursacht und jenen, die schon lange nach einem Job suchen, die Möglichkeit bietet, sich zu bewähren und so nachhaltig eine Beschäftigung zu finden. „Hinter jeder Zahl stehen Schicksale und gerade bei langzeitarbeitslosen Menschen ist es wichtig, ihnen wieder Perspektive und Teilhabe zu geben“, zeigt sich Wirtschafts-Landesrat Achleitner überzeugt.

Breitbandausbau im Bezirk Kirchdorf schreitet voran
„Das Corona-Virus hat sich auch als starker Impuls für die Digitalisierung erwiesen. Digitale Geschäftsmodelle, Homeoffice, Videokonferenzen, e- Learning, Streamingdienste und Online-Kommunikation erfordern schnelle und leistungsfähige Datenleitungen. Daher wollen wir unsere digitale Infrastruktur rechtzeitig auf das ständig steigende Datenvolumen ausrichten“
, verweist Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner auf die hohe Priorität, die die Versorgung mit schnellen Internet in allen Teilen Oberösterreichs genießt.

Digitales Investitionspaket für den ländlichen Raum: Die Gemeinden profitieren dabei massiv vom erst kürzlich beschlossenen „Digitalen Investitionspaket für den ländlichen Raum“, im Rahmen dessen das Land Oberösterreich 40 Mio. Euro in die digitale Infrastruktur im ländlichen Raum investiert. Es umfasst einerseits 34,5 Mio. Euro an Fördermittel für Ausbauprojekte der landeseigenen Breitbandgesellschaft Fiber Service OÖ. von denen 10 Mio. Euro aus dem ‘Oberösterreich-Plan‘ stammen. Zum anderen fördert das Land OÖ mit bis zu 4 Mio. Euro die Modernisierung von Kabel-TVNetzwerken von Betreibern aus dem KMU-Bereich. „Mit den neuen Mitteln können Breitband-Projekte der Fiber Service OÖ in mehr als 50 Gemeinden in Oberösterreich schneller fertiggestellt werden. Die Menschen in diesen Gemeinden bekommen damit rascher als ursprünglich geplant Zugang zu schnellem Internet. Im Bezirk Kirchdorf profitieren davon die Gemeinden Kremsmünster, Schlierbach und Wartberg an der Krems ganz konkret“, hebt Landesrat Achleitner hervor. Alleine in den Gemeinden Wartberg an der Krems und Kremsmünster werden 130 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt, mehr als 600 Haushalte können dadurch mit schnellem Internet versorgt werden. Die ersten Haushalte werden bereits heuer im Sommer an die Breitband-Versorgung angeschlossen, das gesamte Projekt wird bis zum 2. Quartal 2022 abgeschlossen.

LAbg. Bgm. Christian DÖRFEL: Bezirk Kirchdorf steht besser da als viele andere „Ich bin froh, dass es uns im Bezirk Kirchdorf gelungen ist, verhältnismäßig gut durch die Krise zu kommen. Das hat verschiedene Gründe. Wir haben im Bezirk große ‚Player‘ als Arbeitgeber, die international erfolgreich sind. Das Rückgrat sind aber unsere Klein- und Mittelbetriebe, von denen es sehr viele im Bezirk gibt. Mit der Öffnung der touristischen Betriebe, die wir schon lange herbeisehnen, ist ein weiterer Turbo zu erwarten“, erklärt LAbg. Bgm. Christian Dörfel.

Mehr offene Stellen als Arbeitslose im Bezirk Kirchdorf
Aktuell (Stand April) gibt es in Kirchdorf 1.036 offene Stellen, das sind Corona zum Trotz sensationelle Zahlen. Im Vergleich dazu ist die Zahl der Arbeitslosen mit 1.004 sogar niedriger. Saisonal bedingt und durch die Öffnungsschritte werden die Arbeitslosenzahlen in den nächsten Wochen voraussichtlich weiter stark sinken. Derzeit kommen auf einen Lehrstellensuchenden 3 offene Lehrstellen.

 

Bild (Land OÖ/Ernst Grilnberger): Lokalaugenschein beim Erlebnisberg Wurbauerkogel: Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner und Michael Eibl, Bürgermeister von Windischgarsten.


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