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Dienstag, den 19. November 2019 07:00

Bürgermeister im Alleingang


SPÖ-Fraktionsvorsitzender Dietmar Mayr

SPÖ Wartberg kritisiert Vergabe von Bauprojekten

In Wartberg sollen in den nächsten Jahren auf dem ehemaligen Molkereiareal 39 Eigentumswohnungen errichtet werden. Eine Frohbotschaft sollte man meinen! Auch die SPÖ begrüßt das Bauvorhaben.

Zu hinterfragen ist allerdings die Art und Weise wie diese Vergabe zustande gekommen ist. Üblicherweise gibt es mehrere Bauträger, die am Bau einer derartigen Wohnanlage interessiert sind. Folglich werden diese auch eingeladen ein diesbezügliches Angebot zu legen. Nicht so in Wartberg! Hier regelt das der Bürgermeister im Alleingang. „Auf meine Nachfrage hin, welche und wie viele Interessenten eingeladen wurden, behauptete der Bürgermeister zwar dass dies geschehen sei; konnte aber auf mehrmalige Nachfrage lediglich eine weitere Baufirma nennen – die jedoch kein Interesse an an dem Projekt hatten“, kritisiert SPÖ-Fraktionsvorsitzender Dietmar Mayr die Vorgangsweise des Bürgermeisters.

„Zweifelsfrei bleibt hier ein äußerst fahler Beigeschmack,“, so Mayr weiter, „vor allem deshalb, da auf meine Nachfrage bei 2 Firmen, diese sofort ihr Interesse bekundeten“. Der Eigentümer einer großen Baufirma aus unmittelbarer Umgebung hat sogar berichtet, dass er schon vor ca. 2 Jahren sein Interesse an Projekten in Wartberg beim Bürgermeister angemeldet hat.

„Der Bürgermeister dürfte sich schon in einem sehr frühen Stadium auf seinen bevorzugten Architekten bzw. Bauträger fixiert haben.“, erläutert Mayr, denn „Wie wäre es sonst zu erklären, dass die Kontaktaufnahme mit alternativen Anbietern einfach unter den Tisch gefallen ist? Dabei hätte dies der Gemeinde geholfen Geld zu sparen, denn vor allem der abgeschlossene Optionsvertrag ist aufgrund der langen Laufzeit und der geringen Kosten für den Käufer, sehr zu dessen Gunsten und somit zum Nachteil für die Gemeinde. Vor allem aber wurde verhindert, andere Perspektiven und Möglichkeiten der Bebauung aufzuzeigen.“

Daher beantragte die SPÖ-Fraktion in der letzten Gemeinderatssitzung eine Aufschiebung des Projektes, um weiteren Interessenten die Möglichkeit zu geben, ein Angebot zu legen – dies hätte nicht einmal zu einer Bauverzögerung geführt! Leider ohne Erfolg! Mit den Stimmen von ÖVP und FPÖ wurde dies abgelehnt und die Vergabe durchgedrückt. 

 

Bild (privat): SPÖ-Fraktionsvorsitzender Dietmar Mayr


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