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Montag, den 27. November 2017 11:52

Christbaumverkauf startet


Beim Christbaumkauf sind die Oberösterreicher sehr patriotisch.

Es gibt ausreichend heimische Christbäume zu stabilen Preisen

Einen Monat vor dem Heiligen Abend haben die Vorbereitungen für den Christbaumverkauf bei den OÖ Christbaumbauern längst begonnen und sie haben die Weihnachtsbäume für den Verkauf bereits ausgesucht. Der offizielle Verkaufsbeginn ist bei den Christbaumbauern am Hof üblicherweise Anfang Dezember, während im Linzer Stadtgebiet der Verkauf ab 11. Dezember losgeht.

„Die Oberösterreicher brauchen sich auch heuer keine Gedanken darüber machen, ob sie wieder ihren ,Baum aus der Heimat‘ bekommen. Die OÖ Christbaumbauern produzieren krisensicher, da die Anbauflächen über ganz Oberösterreich verteilt sind. Zudem sind die meist relativ kleinen Flächen auch in verschiedenen Lagen angelegt. Trotz der regional großen Niederschlagsmängel und der damit verbundenen Trockenheit konnten sich die Weihnachtsbäume im heurigen Jahr gut entwickeln“, betont Franz Reisecker, Präsident der Landwirtschaftskammer OÖ.

„Die 160 OÖ Christbaumbauern haben sich auf den höheren Bedarf eingestellt, indem sie ihre Anbauflächen in den letzten zehn Jahren um 20 Prozent auf etwa 500 Hektar ausgeweitet haben. Damit garantieren sie die Versorgung und decken den steigenden Bedarf mit Bäumen aus der Heimat. In unserem Bundesland kommen etwa 80 bis 85 Prozent der gekauften oder geschenkten Bäume aus heimischem Anbau. Letztes Jahr wurden in Oberösterreich von den Christbaumbauern etwa 400.000 Christbäume verkauft“, ergänzt Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.

Rechtzeitig kaufen zahlt sich aus
Die österreichischen Christbaumbauern werden mit 2,5 Millionen Stück wieder fast 90 Prozent des Bedarfs an Weihnachtsbäumen in Österreich decken können. Obwohl es genug Bäume in sehr guter Qualität gibt, könnten große Bäume aufgrund ihrer steigenden Beliebtheit knapp werden.
Hinzu kommt, dass der Heilige Abend heuer auf einen Sonntag fällt. Aufzeichnungen der Christbaumbauern zeigen, dass sich der Verkauf damit – vor allem in den Städten – auf ein Wochenende konzentrieren wird. Die Konsumenten haben damit weniger Zeit zum Aussuchen und die Christbaumbauern müssen mit mehr Andrang an dem einen Wochenende vor Weihnachten rechnen. „Wer seinen Christbaum in Ruhe aussuchen möchte ist gut beraten, möglichst früh und nicht an diesem einzigen Verkaufswochenende zum Christbaumbauern seines Vertrauens zu gehen. Besonders Käufer, die einen großen Baum wollen, sollen rechtzeitig kommen. Der Durchschnittsbaum ist mittlerweile über 1,6 Meter groß und es gilt: je größer der Baum, desto geringer das Angebot“, erläutert Ignaz Hofer, Obmann der OÖ Christbaumbauern.

Frische Bäume zu kundenfreundlichen Preisen
Aus Umfragen wissen die Christbaumbauern, dass Aussehen, Frische und kurze Transportwege deutlich vor dem Preis die wichtigsten Entscheidungskriterien für den Konsumenten sind. „Wir Bauern wollen die Preise für unsere Christbäume auch heuer wieder stabil halten. Es zahlt sich also aus, auf die Herkunft der Christbäume zu achten. Die Bäume von uns Bauern erkennen Konsumenten an der Herkunftsschleife“, so Hofer.

Für ihren Lieblingsbaum werden die Konsumenten – je nach Aussehen des Baumes und Verkaufsort – auch heuer wieder zehn bis 35 Euro pro Laufmeter bezahlen, Blaufichten kommen auf sieben bis 14 Euro pro Laufmeter, wobei die Preise im städtischen Bereich generell etwas höher sind. Gegenüber dem Ab-Hof-Verkauf müssen hier die Kosten für Transport und Standmiete berücksichtigt werden.

Im Durchschnitt ist in jeder dritten oberösterreichischen Gemeinde ein Christbaumbauer zu finden. Unter www.weihnachtsbaum.at, der Homepage der Christbaumbauern, können sich die Kunden auf die Suche nach dem nächsten Christbaumbauern machen.

Liken ist angesagt - OÖ Christbaumbauern nun auch auf Facebook
Unter https://www.facebook.com/ooechristbaumbauern/ finden die Oberösterreicher nun Beiträge über den Christbaum, die Christbaumproduktion, Zeitungsberichte, Aktionen, Tipps usw. „Fleißig zu teilen und Freunde einzuladen ist angesagt. Wir hoffen auf zahlreiche ,Likes‘“, so Hofer.
Versorgungssicherheit, Nähe und Erkennbarkeit heimischer Bäume werden von den Oberösterreichern geschätzt

„Ein Baum aus der Heimat“ – dieser Slogan ist die zentrale Botschaft der OÖ Christbaumbauern. Die mit der OÖ Christbaumschleife gekennzeichneten Christbäume garantieren Frische, Nähe und Versorgungssicherheit.

Die OÖ Christbaumbauern können das bieten, was für 56 Prozent der Oberösterreicher wichtig ist: Versorgungssicherheit, kurze Transportwege und damit einen Beitrag zum Klimaschutz.
Oberösterreicher sind nämlich besonders patriotisch, was ihre Christbäume angeht:
91 Prozent der Oberösterreicher ist es wichtig, dass der Christbaum in Österreich gewachsen ist
46 Prozent der Oberösterreicher schätzen die Erkennbarkeit heimischer Bäume unter anderem durch die Schleife der OÖ Christbaumbauern
52 Prozent der Christbäume werden in Oberösterreich ab Hof oder ab Christbaumkultur gekauft, Tendenz steigend

„Für die Oberösterreicher sind also die heimische Produktion und deren Erkennbarkeit ganz wesentliche Einkaufskriterien“, erläutert Reisecker.

Die Kindheit prägt – auch Singles stellen Christbäume auf
Laut Umfrage verwenden 75 Prozent aller Haushalte in Oberösterreich, das sind etwas mehr als 450.000, einen Christbaum. Der prozentuelle Anteil der Haushalte, die einen Christbaum verwenden, bleibt etwa gleich. Mit der stetig steigenden Zahl an Haushalte nimmt daher in den letzten Jahren auch der Bedarf an Bäumen zu.

Die Anzahl der Singlehaushalte steigt überdurchschnittlich, besonders in den Städten. Und auch Singles stellen einen Christbaum auf, auch wenn sie Weihnachten oftmals bei den Eltern feiern. Die Erinnerung an die Kindheit veranlasst sie dazu.

Tipps für die langanhaltende Frische des Christbaums
Ein eineinhalb Meter großer Christbaum hat etwa 200.000 Nadeln. Der heimische Christbaum ist ein Naturprodukt und die Haltbarkeit der Nadeln hängt von zahlreichen Einflussfaktoren ab: von der Baumart, vom Schnittzeitpunkt oder von der Witterung vor dem Schnitt. Damit man länger Freude an der Pracht des natürlichen heimischen Christbaums hat, ist es sinnvoll den Baum bis zum Weihnachtsfest kühl aufzubewahren, den Baum in einen mit Wasser gefüllten Christbaumständer zu geben oder diesen auch regelmäßig mit einem Wasserzerstäuber zu besprühen, damit die Nadeln leicht feucht sind. Weitere Infos unter www.weihnachtsbaum.at.

Christbaumproduktion und Artenvielfalt
In einer Studie wurde der Beitrag von Christbaumkulturen zur gesamten Biodiversität bzw. Artenvielfalt in der Region am Jauerling in Niederösterreich untersucht. Es zeigt sich, dass die Christbaumkulturen etwa 40 bis 70 Prozent der Gesamtartenvielfalt des offenen Kulturlands der Region beherbergen – damit tragen Christbaumkulturen signifikant zur Biodiversität der Region bei. 15 bis 25 Prozent aller Kulturlandarten des Jauerling kommen ausschließlich in Christbaumkulturen vor.

Während Heuschrecken und Schmetterlinge (magere bzw. blütenreiche) Wiesen bevorzugen, zeigen Vögel, Spinnen und Laufkäfer in Christbaumkulturen die höchsten Artenzahlen, auch einige hochgradig geschützte Vogelarten bevorzugen Christbaumkulturen deutlich.
Zahlreiche OÖ Christbaumbauern belassen, pflegen oder pflanzen Landschaftselemente (Einzelbüsche und -bäume, Hecken und Obstbäume) im Nahbereich der Christbaumflächen. Die Schaffung oder Bewahrung von offenem oder niedrigwüchsigem Boden durch Mulchen oder Mähen ist die häufigste Produktionsform für Christbäume in Oberösterreich. Genau diese Art und Weise der Bewirtschaftung gibt zahlreichen Arten Lebensraum und ermöglicht ihnen das Überleben. „Die Christbaumproduktion ist für viele bäuerliche Betriebe ein wichtiger Zweig der Erwerbskombination. Sie bringt zusätzlich aber auch wichtige Beiträge zur Artenvielfalt und zur Biodiversität in den Regionen“, betont Landesrat Hiegelsberger.

OÖ Christbaumbauern engagieren sich für Sozialprojekte in Tansania
Wetterextreme wie Hitze und Dürre bedrohen bäuerliche Existenzen. Familien in der Mara-Region in Tansania sind von Totalausfällen betroffen. Fast ein Jahr ohne Regen hat die Ernten vernichtet und den Hunger zurückgebracht. Obwohl es in der Mara-Region vor ein paar Tagen endlich zu regnen begonnen hat, wird sich erst zeigen, ob die Saat diesmal aufgeht. Denn der Klimawandel schreitet weiter voran: Die Kleinbauernfamilien brauchen langfristige und vor allem angepasste Lösungen, die ihr Überleben sichern. Wiederaufforstung steht dabei an oberster Stelle.

Die Erfolge in jenen Dörfern, die bereits in den vergangenen Jahren mit Spenden von den OÖ Christbaumbauern kleine Wälder und eigene Baumschulen angelegt haben, lassen sich vorzeigen: Die Bäume sind prächtig gewachsen, schützen die Böden vor dem Austrocknen und vor Erosion und verbessern das lokale Klima. Darüber hinaus sind sie ein wichtiger Lebensmittel- und Brennholzlieferant.

„Mein Christbaum trägt Früchte“
Um noch mehr Dörfer in die Wiederaufforstungsaktivitäten einbinden zu können, sammeln die OÖ Christbaumbauern auch im Jahr 2017 wieder unter dem Motto: „Mein Christbaum trägt Früchte“: Mit einer Spende von nur einem Euro beim Christbaumkauf kann SEI SO FREI in Tansania zwei Setzlinge finanzieren. „Die Aktion ‚Mein Christbaum trägt Früchte‘ ist genau das, was wir für unsere Spenden erwarten, nämlich in den armen Ländern des Südens zu helfen, damit die Menschen dort auch leben können“, sagt Ignaz Hofer, Obmann der OÖ Christbaumbauern.

Projektmanagerin Christina Lindorfer von SEI SO FREI kennt die erfolgreichen Wiederaufforstungsprojekte aus langjähriger Erfahrung. Als frisch gebackene Bio-Bäuerin hat sie heuer selbst erfahren, was es heißt, mühsam gepflanztes Gemüse auf dem Feld vertrocknen zu sehen. „Das war eine bittere Erfahrung; doch sie ist nicht vergleichbar mit der Not der Familien in Tansania. Sie müssen aufgrund der verdorrten Ernten ums Überleben kämpfen“, sagt die Neo-Waldviertlerin. „Umso mehr freue ich mich, dass wir gemeinsam mit den Christbaumbauern OÖ nachhaltige Unterstützung leisten können. Vielen Dank!“

Adressen aller teilnehmenden Verkaufsstände im Advent 2017: www.seisofrei.at/linz Spenden an SEI SO FREI sind steuerlich absetzbar. Kennwort: „Christbaum“ IBAN: AT30 5400 0000 0069 1733 – BIC: OBLAAT2L Rückfragen: Dr. Franz Hehenberger, SEI SO FREI – Katholische Männerbewegung in OÖ, 0732 7610 3463, seisofrei@dioezese-linz.at

 

Bild (OÖ Christbaumbauern): Beim Christbaumkauf sind die Oberösterreicher sehr patriotisch.