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Mittwoch, den 11. April 2018 08:31

Für weniger Stau


Traffic Manager Alois Hochhuber, Kerstin Gföllner, ASFINAG Geschäftsführer Josef Fiala, ASFINAG Vorstandsdirektorin Karin Zipperer, Landesrat Günter Steinkellner, Oberst Klaus Scherleitner, Christian Steinberger.

Großraum Linz: Ab 16. April greifen die Traffic Manager bei Verkehrsbehinderungen ein

Ab 16. April 2018 sind die neuen ASFINAG Traffic Manager 24-Stunden, sieben Tage in der Woche auf mehr als 100 Kilometer Autobahnen in Linz und Umgebung unterwegs.

Die Kernaufgaben: Sie sind Ersthelfer auf der Strecke im Ernstfall  und leisten den Blaulichtorganisationen professionelle Unterstützung: Etwa durch rasches Absichern von Unfall- oder Pannenautos oder aktives Vorbeileiten an Behinderungen, um Staus zu verhindern oder im erträglichen Rahmen zu halten. 

Das Betreuungsgebiet erstreckt sich auf die A 1 West, A 7 Mühlkreis, A 8 Innkreis und A 25 Welser Autobahn in Linz und Umgebung. Das Team wird am Gelände der Autobahnmeisterei Wels, genauer in der modernen Verkehrs-Managementzentrale vor Ort stationiert. Diese dient auch als „Leitstelle“.

Das Konzept einer in allen verkehrlichen, rechtlichen und operativen Angelegenheiten geschulten Autobahn-Einheit hat sich in Österreich schon seit 2013 in Wien bewährt. Dort wickelt diese im Jahr etwa 12.000 Einsätze ab.  Die Pannen- und Unfallbeseitigung konnte durch die Traffic Manager so um rund fünf Minuten pro Einsatz beschleunigt werden. Und auch die Dauer von Totalsperren ist um sehr gute 22 Prozent zurückgegangen.

Mehr Sicherheit auf der Straße: Viele positive Rückmeldungen von Kundinnen und Kunden bestätigen darüber hinaus, dass die Traffic Manager ihnen in oft sehr schwierigen Situationen auf der Straße große Sicherheit verschafft haben.

Zitat Karin Zipperer, Vorstandsdirektorin ASFINAG
„Besserer Verkehrsfluss in und um Linz ist für uns als Autobahnbetreiber eines der wichtigsten Ziele. Unsere neuen Traffic Manager sind dabei eine einfache, aber schlagkräftige Antwort auf die steigenden Herausforderungen im ASFINAG Netz des oberösterreichischen Zentralraums. Ab 16. April 2018 werden wir den Lenkerinnen und Lenkern aktiv helfen, besser und sicherer an ihr Ziel zu kommen.“

Zitat JOSEF FIALA, GEschäftsführer ASFINAG
„Wir werden versuchen, die Dauer von Sperren der gesamten Autobahn oder von Fahrstreifen vor allem während der Stoßzeiten zu verkürzen. Ein Unfall oder schon eine kleinere Panne haben auf der Autobahn meist eine große Auswirkung. Da wollen wir einerseits den betroffenen Menschen helfen und durch rasche Absicherungen auch die Verkehrssicherheit erhöhen.“

Zitat GÜNTHER STEINKELLNER, Landesrat Für Infrastruktur

„Mit dem Einsatz der Traffic Manager findet ein effizientes und rasches Verkehrsmanagement genau dort statt, wo es notwendig ist. Ich freue mich, dass die Sicherheit auf den oberösterreichischen Schnellstraßen und Autobahnen durch diese vorbeugende Unfall- und Stauvermeidung gesteigert wird.“

ZITAT KLAUS SCHERLEITNER, Leiter Landesverkehrsabteilung OÖ
„Uns als Polizei liegt sehr viel an einem störungsfreien Verkehrsfluss auf den Autobahnen und wir sehen der Unterstützung durch die Traffic Manager mit freudiger Erwartung entgegen. Jede noch so kleine Störung des Verkehrsflusses, insbesondere zu den Stoßzeiten im Zentralraum, führt oft zu ausgedehnten Stauungen oder gar Verkehrsunfällen. Wir sind sehr an einem gedeihlichen Miteinander im Interesse der Verkehrsteilnehmer interessiert.“

Weniger Stau durch rasches Eingreifen bei Verkehrsbehinderungen
Neben dem Neu- und Ausbau von Autobahnen (A 26 Linzer und A 7 Mühlkreis Autobahn) oder Verkehrsbeeinflussungsanlagen (VBA) sind die Traffic Manager ein innovatives Konzept gegen die im Raum Linz fast täglich vorherrschenden Staus. Denn bei 100.000 Fahrzeugen täglich, insbesondere auf der A 7 Mühlkreis Autobahn, hat schon ein kleines Problem auf der Strecke große Auswirkungen auf den Verkehr. Rasche Pannen- und Unfallhilfe in Kombination mit sofortiger Information an die ASFINAG Verkehrsmanagement-Zentrale in Wels sind die Kernaufgaben der zwölf Traffic Manager und entscheidend, um den Verkehr in Fluss und die Auswirkungen in Grenzen zu halten.

100 Kilometer Betreuungsgebiet (A 1, A 7, A 8, A 25)
Ab 16. April 2018 sind die Traffic Manager 24-Stunden, sieben Tage in der Woche auf mehr als 100 Kilometer Autobahnen in Linz und Umgebung unterwegs. Im Detail erstreckt sich das Betreuungsgebiert auf die A 1 West (Enns bis Voralpenkreuz), A 7 Mühlkreis (Knoten Linz bis Dornach), A 8 Innkreis Autobahn (Voralpenkreuz bis Wels) und die A 25 Welser Autobahn (Haid bis Wels).

Bei Bedarf, und dazu werden sommerliche Wochenenden mit dichtem Reise- und Tagesausflugsverkehr zählen, wird das Team auch im Seengebiet bis Laakirchen aktiv sein. Dabei werden untertags zwei und in den Nachtstunden ein speziell gebrandetes Einsatzfahrzeug der ASFINAG unterwegs sein. Die Traffic Manager müssen also im Bedarfsfall nicht erst ausrücken, sie sind schon da oder bereits in der Nähe, wenn etwas passiert.

Die Aufgaben im Ernstfall: Die ASFINAG Traffic Manager sind das „Auge“ auf der Strecke und Ersthelfer am Einsatzort. Sie leisten den Einsatzkräften der Blaulichtorganisationen professionelle Unterstützung und koordinieren alle Tätigkeiten auch innerhalb der ASFINAG, um die Sperrzeiten nach Ereignissen so kurz wie möglich zu halten. Sie stehen in unmittelbarem Kontakt mit der ASFINAG-Verkehrsmanagementzentrale in Wels und liefern die Grundlage für eine rasche und korrekte Verkehrsinformation.

Die Traffic Manager wurden im Rahmen ihrer sechswöchigen Ausbildung bei der Sicherheitsakademie des Bundesministeriums für Inneres in punkto Verkehrsrecht (z.B. Straßenverkehrsordnung), anderer rechtlicher und behördlicher Themen, Absichern von Gefahrenstellen, Baustellenmanagement, Brandbekämpfung bis hin zu professioneller Erster Hilfe besonders geschult.

Spezialteam ist in Wels stationiert
Die Traffic Manager sind am ASFINAG Standort Wels stationiert. Der Grund: In der Welser Verkehrsmanagementzentrale laufen alle Informationen zusammen, die Operatoren dort verfügen über alle Livebilder der ASFINAG-Videokameras. Sie beobachten und steuern den Verkehr und bespielen Überkopfanzeigen im Raum Linz mit Infos. Es werden Tempolimits geschalten oder erste Verkehrsmeldungen abgesetzt, die dann in Radios oder online an die Lenkerinnen und Lenker weitergeben werden.

Ein optimales Zusammenspiel und ständiger Info-Austausch zwischen den dafür verantwortlichen Operatoren und den Traffic Managern auf der Strecke ist unerlässlich und kommt direkt den Lenkerinnen und Lenkern zugute. Je schneller die Welser Zentrale im Bild ist, desto schneller kann sie schon Kilometer vor einer Unfallstelle über Anzeigen warnen oder die Sperre eines Fahrstreifens ankündigen, damit möglichst viele rechtzeitig die Spur wechseln. 

Zu den bekannten Hauptverkehrszeiten sind die neuen Mitarbeitenden in den orange-anthrazitfarbenen Einsatzfahrzeugen strategisch so positioniert, dass sie jederzeit rasch eingreifen können, wenn etwas passiert. Aufklappbare LED-Anzeigen auf den Autos sorgen bei Ereignissen dafür, dass neben Standard-Infos auch maßgeschneiderte Informationen vor Ort weitergegeben werden können. Wie beispielsweise die Aufforderung, eine Rettungsgasse zu bilden – diese Info wird zusätzlich grafisch dargestellt.

Die Einsatzfahrzeuge sind mit TETRA-Funk sowie tragbaren PCs ausgestattet. Weiters gehören Ölbindemittel, Absicherungsmaterial, Starterboxen und unterschiedlichste Werkzeuge ebenso zur Ausstattung wie die „klassische“ Streckendienst-Ausrüstung. Um selbst für medizinische Ersthilfe gerüstet zu sein, werden auch eine Erste-Hilfe-Tasche und ein Defibrillator mitgeführt.

Best-Practice Beispiel Wien
Insgesamt über 12.000 Einsätze absolvieren die Traffic Manger im Jahr in Wien. Die wichtigsten: 2017 wickelten sie 1.569 Unfälle ab (Absicherung der Unfallstelle, Unterstützung der Polizei bei Ableitungen des Verkehrs, Reinigen der Unfallstelle usw.) und leisteten 1.561 Mal „erste Hilfe“ bei Pannen. Im Fokus bei der Pannenhilfe steht das rasche Entfernen des Pannenautos aus dem Gefahrenbereich. In vielen Fällen ermöglichen die Traffic Manager mit einer Notration Treibstoff auch nur rasch das Weiterfahren, wenn der Sprit ausgegangen ist.

Die Pannen- und Unfallbeseitigung konnte durch die Traffic Manager so um rund fünf Minuten pro Einsatz beschleunigt werden. Und auch die Dauer von Totalsperren ist um sehr gute 22 Prozent zurückgegangen. Viele positive Rückmeldungen von Kundinnen und Kunden bestätigen darüber hinaus, dass die Traffic Manager ihnen in oft sehr schwierigen Situationen auf der Straße große Sicherheit verschafft haben. Zur Routine des Teams gehören auch Kontrollfahrten, etwa zum Auffinden von Fahrbahnschäden, oder die präzise Information zur Verkehrssituation für die ASFINAG Zentrale Wien-Inzersdorf.

Die ASFINAG Traffic Manager Oberösterreich in Zahlen

  • Zwölf Personen im Raum Linz aktiv
  • Sieben Tage / 24 Stunden im Einsatz
  • 112 Kilometer Betreuungsgebiet (224 Kilometer Richtungsfahrbahnen) auf vier Autobahnen in Linz und Umgebung
  • Gegründet im April 2013 (Wien): Rund 12.000 Einsätze pro Jahr

    Bild (ASFINAG/Pelzl) v.l.n.r.: Traffic Manager Alois Hochhuber, Kerstin Gföllner, ASFINAG Geschäftsführer Josef Fiala, ASFINAG Vorstandsdirektorin Karin Zipperer, Landesrat Günter Steinkellner, Oberst Klaus Scherleitner, Christian Steinberger.


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