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Mittwoch, den 07. November 2018 08:00

Sorgen um die Sicherheit


Bürgermeister Werner Krammer

Gemeinderat stoppt Subventionen und Haftungen für Tierpark am Buchenberg

Die Vorfälle mit den entlaufenen Luchsen und der Umgang mit der Thematik seitens des Tierparkbetreibers waren der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. In nicht öffentlicher, vertraulicher Sitzung beschloss der Gemeinderat das Aus für weitere Subventionen und Haftungen.

„Es gibt eine Reihe von Gründen, die den Gemeinderat zu dieser Entscheidung veranlasst haben. Wegen der gebotenen Verschwiegenheitspflicht kann ich darauf nicht näher eingehen. Auf den Punkt gebracht, ist das Vertrauen grob gestört. Dass immer wieder Tiere entlaufen, ist nicht gerade vertrauensbildend. Vor den Luchsen waren es Waschbären und Rothirsche, die ausgekommen sind. Der Tierpark hält schließlich auch Wölfe. Ich möchte mir die Probleme gar nicht vorstellen, wenn diese in unserem Naherholungsgebiet in unmittelbarer Stadtnähe entkommen sollten“, erläutert Bürgermeister Werner Krammer die Gründe der Stadt für diesen Schritt.

Eine Reduktion des Tierparks um das sogenannte Raubwild, also Luchse und Wölfe, hat der Betreiber bislang abgelehnt. Ebenso einen Betrieb unter Führung der Stadt. „Der Gemeinderat macht sich einfach Sorgen um die Sicherheit der Bevölkerung und die sorgenfreie Benutzbarkeit des Buchenberges und es geht schließlich auch um das Wohl der Tiere“, erklärt Krammer weiter.

Ziel ist es, innerhalb eines Monats (bis 5. Dezember) eine einvernehmliche Lösung zu finden. „Wir wollen einen kleinen, feinen mit dem Naturparkgedanken kompatiblen Tierpark, der die Zustimmung der Waidhofnerinnen und Waidhofner findet. Ich hoffe, dass wir dazu einen gemeinsamen Weg finden“, so Krammer.

 

Bild (Waidhofen/Ybbs): Bürgermeister Werner Krammer