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Donnerstag, den 06. Dezember 2018 08:00

OÖVV Fahrplan-Wechsel mit 9. 12.


OÖVV Busse - Imagebild

138 neue abgasarme Linienbusse und mehr Angebot

Am 09.12.2018 wechselt der OÖ Verkehrsverbund auf die neuen Fahrpläne. Neue Busse, eine bessere Abstimmung zwischen Bus- und Schienenverkehr und eine Erweiterung des Angebots sollen die Zahl der Fahrgäste im Öffentlichen Verkehr steigern.

Mit Fahrplanwechsel gehen die neuen Verkehrskonzepte in den beiden Ausschrei-bungsgebieten Oberes Mühlviertel und Innviertel in Betrieb.

Am 01. Jänner 2019 passt der OÖ Verkehrsverbund wie jedes Jahr seine Tarife an.
Der 09.12.2018 ist heuer der Stichtag, an dem im Zuge des europaweiten Fahrplanwechsels der Eisenbahnen auch die bis dahin gültigen Fahrpläne des OÖVV gegen neue adaptierte getauscht werden. Bereits vor diesem Tag können Kundinnen und Kunden die neuen Fahr-pläne im Kundencenter des OÖVV und bei seinen Partnerunternehmen abholen, oder auf der OÖVV-Homepage downloaden. Zudem werden auch alle Haltestellen und Busse mit den neuen Informationen ausgestattet. Am einfachsten können sich die Fahrgäste aber mit der OÖVV Info App über ihre nächste Fahrt informieren. Hier erhalten Kundinnen und Kunden alle Informationen über das Angebot im Öffentlichen Verkehr auf einen Blick und haben sie immer auf ihrem Handy mit dabei.

„Wir produzieren jährlich über 250.000 Fahrpläne für rund 300 Linien. Alle darin enthaltenen Verbindungen, Abfahrtszeiten und Haltestellen finden unsere Fahrgäste gesammelt in der OÖVV Info App. Neben dem Vorteil der Fahrgäste, zu jeder Zeit und überall auf alle Informa-tionen des Öffentlichen Verkehrs zugreifen zu können, tun sie auch noch Gutes, da sie sich umweltschonend informieren“, appelliert Herbert Kubasta, Geschäftsführer des OÖ Verkehrs-verbundes für die Nutzung der OÖVV Info App anstatt der gedruckten Fahrpläne.

Der OÖ Verkehrsverbund nutzt den heurigen Fahrplanwechsel für zahlreiche Verbesserungen für die Fahrgäste. Dies liegt vor allem auch daran, dass die Regionalbusverkehrsdienste in den Gebieten „Oberes Mühlviertel“ und „Innviertel“ neu vergeben wurden. Die neu beauftragten Verkehrsunternehmen beginnen mit 09.12.2018 mit der Umsetzung der Leistungen.
Der OÖVV stärkt im gesamten Bundesland die Hauptverkehrsrouten und erhält die Angebote in schwach besiedelten Gebieten überwiegend aufrecht. Zu den zwei wichtigsten Nutzergrup-pen zählen vor allem die Pendlerinnen und Pendler und natürlich auch die Schülerinnen und Schüler. Daher wurde vor allem für diese beiden Gruppen das Angebot erweitert. „Wir können die Situation in den zentralen Ballungsräumen nur dann verbessern, wenn wir Stück für Stück die Mosaiksteine zusammensetzen. Dafür müssen wir neben vielen anderen Maßnahmen das Angebot im Öffentlichen Verkehr laufend ausbauen und erweitern“, erklärt Landesrat Günther Steinkellner.

Damit die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher den Öffentlichen Verkehr nicht nur auf dem Weg zur Arbeit oder Schule nutzen, erweitert der OÖVV punktuell sein Angebot auch außerhalb der Hauptverkehrszeiten. Es wird neue Kurse am Abend und an den Wochenenden ins obere Mühlviertel geben und im Innviertel wird der Fahrbetrieb von Linien, die überwiegend von Schülerinnen und Schülern genutzt werden, auch an schulfreien Tagen durchgeführt. Neben zahlreichen kleineren Fahrplanpassungen, wird es die stärksten Veränderungen im Regi-onalbusverkehr im Oberen Mühlviertel und Innviertel geben.

Umfangreiche Ausweitung des Angebots im Oberen Mühlviertel
51 neue, abgasarme und barrierefreie Linienbusse und eine Erweiterung des Verkehrsnetzes um ca. 15%

Aufgrund des noch eher geringen Angebots im Schienenverkehr, ist der Regionalbus im Oberen Mühlviertel das wichtigste Beförderungsmittel im Öffentlichen Verkehr. Dementsprechend
umfangreich sind hier die Erweiterung des OÖVV Angebots. In dieser Region werden 2019 ca. 2,5 Mio. Fahrgäste ein Verkehrsnetz von 3,5 Mio. Fahrplankilometern (Erweiterung von ca. 15%) nutzen. Die Kosten für dieses Angebot werden jährlich rund 7,5 Millionen Euro betragen.

Nach einem Ausschreibungsverfahren wurden die Verkehrsdienste an die Firmen Dr. Richard Linien GmbH & Co KG, Adelheid Leitner GmbH und sabtours Touristik GmbH vergeben. Mit 09.12. startet die Umsetzung mit insgesamt 51 neuen, klimatisierten, barrierefreien und abgasarmen Linienbussen. Die strategischen Ziele bei der Planung des OÖ Verkehrsverbundes waren vor allem der Ausbau der Hauptverbindungen nach Linz, die Sicherung des Angebots im Zubringerverkehr und die Verbesserung des Angebots für Schülerinnen und Schüler.

Die konkreten Erweiterungen im Oberen Mühlviertel im Überblick:
Verlängerung der Hauptlinie Linz – Rohrbach bis Ulrichsberg. Somit sind Aigen-Schlägl und Ulrichsberg nun 13x täglich, umsteigefrei mit Linz verbunden.
Erhöhung der Verbindungsfrequenz vor allem zur Hauptverkehrszeit.
Zusätzliche Verbindungen am Abend und an Wochenenden.
Vier „Eilbusse“ (Schnellkurspaare) zur Hauptverkehrszeit zwischen Linz und Rohrbach, die nur an den wichtigsten Haltestellen (Verkehrsknoten und Park&Ride Anlagen) hal-ten.
Weitere Stärkung der Achse Lembach – Linz (18 statt bisher 12 Verbindungen an Werktagen).
Erweiterungen im Innviertel (Schärding, Ried und Braunau)

Jetzt kommt das Innviertel zum Zug
"Die Verbesserung des öffentlichen Verkehrs ist mir ein wichtiges Anliegen. Nach fast 20-jäh-riger Diskussion freut es mich besonders, dass wir für das Innviertel Verbesserungen erzielen können. Hier laufen die regionalen Kraftfahrlinienkonzessionen mit 09. Dezember 2018 aus. Die Ausweitungen des Angebots stärken die wirtschaftliche Entwicklung der Region und das Mobilitätsangebot für die Bürgerinnen und Bürger", so Landesrat Steinkellner abschließend.
87 neue, abgasarme und barrierefreie Linienbusse und eine Erweiterung des Verkehrsnetzes um ca. 19%

Im Innviertel gibt es beim Angebot im Öffentlichen Verkehr teilweise Unterschiede aufgrund der regionalen Verteilung der Hauptverkehrsknoten. Der Bezirk Ried hat im Vergleich zu Schärding und Braunau den Vorteil, dass die Bezirkshauptstadt sehr zentral liegt. Insgesamt werden 2019 voraussichtlich ca. 1,1 Mio. Fahrgäste das OÖVV Verkehrsnetz von 3,7 Mio. Fahrplan Kilometern (ein Erweiterung von ca. 19%) im Innviertel nutzen. Die Kosten dafür werden bei rund 9,1 Millionen Euro jährlich liegen. In einigen Regionen ist dabei der Schienenverkehr bedeutsamer als das Regionalbusangebot.

Die Verkehrsplanerinnen und -planer des OÖ Verkehrsverbundes haben sich vorrangig auf eine grundsätzliche Sicherung des bestehenden Angebots und eine Erweiterung bei den Schülerverkehren konzentriert. Zudem wurden die Bus- und Zugverbindungen besser auf einander abgestimmt und das Angebot an schulfreien Tagen wurde erweitert. Der OÖVV möchte dadurch mehr Schülerinnen und Schüler vom Jugendticket-Netz überzeugen, damit die Ju-gendlichen den Öffentlichen Verkehr auch in ihrer Freizeit nutzen. Mit diesem Ticket können sie das gesamte öffentliche Verkehrsnetz in Oberösterreich in Anspruch nehmen. Zudem soll diese Erweiterung einen Anreiz für Pendlerinnen und Pendler schaffen, für den täglichen Weg in die Arbeit nicht den PKW sondern den Öffentlichen Verkehr zu nutzen. „Wir rechnen bei den Pendlerinnen und Pendlern im Innviertel mittelfristig mit kontinuierlichen Wachstumsraten. Jede Person, die zumindest an manchen Tagen mit dem Bus oder dem Zug zur Arbeit fährt, ist ein großer Schritt in die richtige Richtung“, ergänzt Herbert Kubasta, Geschäftsführer der OÖ Verkehrsverbund Gesellschaft.

Die konkreten Erweiterungen im Innviertel im Überblick:
Schärding:
Für den für Schülerverkehr wird der „Sauwaldsprinter“ zwischen Kopfing – Andorf – Ried bzw. Münzkirchen – Andorf – Ried eingeführt.
Eine neue Linie zwischen Andorf – Raab und Peuerbach verbessert die Anbindung der HTL Andorf.
Die Passauer Bahn wird in Taufkirchen (Richtung Kopfing) und Schärding (Richtung Sauwald) besser an den Regionalbusverkehr angebunden und verknüpft.
Punktuell wird das Angebot erweitert und die Frequenz der Fahrten erhöht.
Ried:
Verbindungen am Nachmittag und an schulfreien Tagen werden bei fast allen Linien erweitert ? damit werden insbesondere Arbeitspendlerinnen und -pendler angespro-chen.
Damit die Fahrgäste den Bahnhof besser erreichen können, wird innerhalb der Stadt Ried die Linienführung verändert und verlängert.
Im gesamten Bezirk Ried wird die Linienführung vereinheitlicht, um die Hauptstrecken zu stärken.
Die Frequenz der Fahrten am „Innkorridor“ zwischen Antiesenhofen und Altheim wird erhöht.
Mit dem neuen Busterminal in Ried wird das Umsteigen zwischen den Regionalbusli-nien und der Bahn erleichtert.
Braunau:
Die Regionalbusanschlüsse werden an die Mattigtalbahn in Mattighofen und Friedburg, an die Innkreisbahn in Braunau/Inn, an die Salzburger Lokalbahn in Ostermiething, Lamprechtshausen und Oberndorf und an die Westbahn in Neumarkt-Köstendorf ver-bessert.
Die wichtige Achse Braunau/Inn – Eggelsberg – Oberndorf und die Linien im südlichen Mattigtal werden gestärkt.
Punktuell wird das Angebot erweitert und die Frequenz der Fahrten erhöht.
Teilweise werden Schülerlinien auch an schulfreien Tagen weitergeführt, um Arbeits-pendlerinnen und -pendler für den Öffentlichen Verkehr zu gewinnen.

Zusätzliche Erweiterungen des OÖVV Angebots in anderen Regionen
Ab 9.12. wird die Westbahn jede halbe Stunde auch in Vöcklabruck in beide Fahrtrich-tungen (Salzburg, Wien) halten. Den OÖVV Fahrgästen werden dadurch viele neue Verbindungen und Umsteigemöglichkeiten geboten.
Die Linie 595 in der Region Mondsee wird um vier neue Kurse erweitert. Daraus ergibt sich ein deutlich besseres Angebot an Ferientagen.
Ab Straß im Attergau wird mit Fahrplanwechsel eine neue Frühverbindung ab 06:33 Uhr eingeführt. Die Schülerinnen und Schüler erreichen Vöcklabruck nun ohne umsteigen.

Die Linie 520 von Ohlsdorf nach Gmunden wird verstärkt. Es gibt nun stündlich Fahrten von und nach Gmunden. Es wird nun auch Verbindungen an Feiertagen geben
S-Bahn Linie 5 (LILO):
Ein zusätzlicher Abendkurs an Werktagen außer Samstag von Linz nach Eferding (20:18 Uhr Abfahrt in Linz Hbf. – 20:58 Uhr Ankunft Eferding)
Ein zusätzlicher Abendkurs an Werktagen außer Samstag von Eferding nach Linz (20:02 Uhr Abfahrt in Eferding – 20:42 Uhr Ankunft in Linz Hbf.)

Anpassung des OÖVV Tarifs mit 01. Jänner 2019
Wie jedes Jahr passt der OÖ Verkehrsverbund ab 01. Jänner 2019 seine Tarife an.
Der Öffentliche Personennah- und Regionalverkehr ist kein profitables Geschäft. Die Kosten können nur zum Teil durch die Erlöse gedeckt werden. Die Hauptlast der Finanzierung tragen die Gebietskörperschaften. Die Anpassung erfolgt somit nicht, um Gewinne zu erwirtschaften, sondern um die Finanzierung des Angebotes abzusichern. Die Tarifanpassung orientiert sich an den aktuellen Steigerungen der Lohn- und Sachkosten im Öffentlichen Verkehr. Diese sind im allgemeinen Tariflohn- und Verbraucherindex öffentlich einsehbar.

Die Anpassungen im Überblick:
Regionalbusverkehr:
Der OÖVV erhöht seine Kartenpreise um durchschnittlich 1,77%. Durch die kleinste im OÖVV eingesetzte Währungseinheit von 10 Cent können sich bei sehr niedrigen Absolutbeträgen teilweise höhere prozentuelle Werte ergeben. Bei den ermäßigten Einzel- und Tageskarten kommt es bei Fahrten bis zu 3 Zonen zu keiner Erhöhung.

Kernzone Linz:
Die Tarife der Einzel- und Tageskarten (sowohl bei den Kernzonenfahrpreisen als auch den Kernzonenaufpreisen) werden nicht erhöht. Die Kernzonenfahrpreise und -aufpreise bei den Zeitkarten (Wochen-, Monats-, Jahreskarten) werden zwischen 0,23% und 1,69% angehoben.

Kernzonen Steyr und Wels:
Auch in den Städten Steyr und Wels bleiben die Kernzonenaufpreise bei den Einzel- und Ta-geskarten unverändert. Die Kernzonenfahrpreise werden bei Einzel- und Tageskarten um 10 Cent Sprünge angehoben, was wegen der geringen Absolutbeträge prozentuelle Steigerun-gen zwischen 5 und 10% ausmacht. Sowohl Fahr- als auch Aufpreise werden bei den Zeitkar-ten um 1,53% bis 1,82% erhöht.

 

Bild OÖVV