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Montag, den 08. Juli 2019 07:00

„Don Camillo & Peppone“


Das oö. Klimaschutzmatch zwischen Klimalandesrat Rudi Anschober, Vertreter/innen der größten Religionsgemeinschaften und Bürgermeister/innen

Das oö. Klimaschutzmatch zwischen Klimalandesrat Rudi Anschober, Vertreter/innen der größten Religionsgemeinschaften und Bürgermeister/innen

„Man „streitet“ sich, aber man bleibt Mensch – und so können hier Dinge passieren, die nirgendwo sonst auf der Welt möglich sind.“ Das sind die einleitenden Sätze aus dem Spielfilm „Don Camillo und Peppone“, der Namensgeber des Klimaschutzwettbewerbs im Rahmen der landesweiten Kampagne „heute für morgen – Klimaschutz JETZT!“ ist. Klimaschutzlandesrat Rudi Anschober und die Vertreter/innen der fünf großen Religionsgemeinschaften duellieren sich ab heute ein Jahr lang in einem lustigen wie spannenden Match: Wer es wohl im Laufe eines Jahres schafft, mehr Ressourcen und CO2 zu sparen? In einem lustigen Wettbewerb zeigen wir: Die Politik muss handeln und jeder einzelne kann handeln. „Don Camillo & Peppone“ macht sichtbar, wie das geht, wo das geht und welche kleinen und großen Schritte möglich sind.

Anschober: „Es ist wunderbar, dass die Religionsgemeinschaften beim Klimaschutz mit dabei sind und unsere breite oberösterreichische Klimaschutzbewegung nachhaltig unterstützen! Mit dabei als Unterstützer von klimaschutzjetzt.at ist auch Bischof Scheuer. Gut, dass Religionsgemeinschaften und auch viele Gemeinden ernst machen beim Klimaschutz und ihre ‚Chefs‘ sichtbar machen, was die Politik machen muss, was wir alle in unserem eigenen Lebensbereich tun können und sie alle klimaschutzjetzt.at nach Kräften unterstützen. In Oberösterreich ist eine breite und mächtige Klimaschutzbewegung quer durchs Land und quer durch alle Teile unserer Gesellschaft im Entstehen.“
Die Teilnehmer/innen des Wettbewerbs, Erzpriester Slaviša Boži? (Serbisch - Orthodoxe Kirche), Dr. Charlotte Herman (Israelitische Kultusgemeinde), Pastoralamtsdirektorin Mag.a Gabriele Eder-Cakl in Vertretung von Bischof Dr. Manfred Scheuer (Katholische Kirche), Dr. Gerold Lehner (Superintendent der Evangelischen Kirche), Murat Baser (Vorsitzender der islamischen Religionsgemeinde) und Umweltlandesrat Rudi Anschober, übernehmen dabei eine Vorbildwirkung. Die Motivation CO2 zu sparen und bewusst mit den Ressourcen umzugehen, wird so auf eine spielerische Weise auch auf die Bevölkerung überspringen. Zusätzlich werden sich auf kommunaler Ebene, z.B. in Eberstalzell, Bürgermeister/innen und Pfarrer/innen bzw. Vertreter/innen örtlicher Religionsgemeinschaften in „Don Camillo & Peppone“ matchen. Initiiert wird die Aktion vom Klimaressort des Landes. Mit Know-how unterstützt und begleitet wird „Don Camillo & Peppone“ vom Klimabündnis Oberösterreich.

Fakt ist: Die Klimabewegung in Oberösterreich wird immer stärker und das Bewusstsein in der Bevölkerung steigt: Die breite, parteiübergreifende Allianz ‚Klimaschutz jetzt! von Landesrat Rudi Anschober ist sehr erfolgreich gestartet. Bereits mehr als 7.000 Unterstützer/innen fordern mit ihrer Unterzeichnung ein umfassendes Nachbessern des nationalen österreichischen Klimaplans durch fünf große Maßnahmen. Die wichtigsten Forderungen zur Verbesserung und zum Fitmachen des nationalen österreichischen Energie- und Klimaplans sind die Verankerung der Klimaschutzziele in der Verfassung, das Streichen der klimaschädigenden Subventionen, eine Klimaschutz-Steuerreform, ein klares Gesetz für die Umsetzung der Energiewende und vor allem eine große Investitionsoffensive in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs - jährlich zusätzlich eine Milliarden für den Ausbau in den Städten plus eine zusätzliche Milliarden für den Ausbau in ländlichen Regionen. Die Initiative fordert zudem ein Österreich-Ticket, mit dem öffentliche Verkehrsmittel ein Jahr lang bundesweit preisgünstig benutzt werden können.

Viele Prominente unterstützen Anschobers Initiative bereits mit klaren Ansagen auf www.klimaschutzjetzt.at: Von den Schauspielerinnen Erni Mangold und Maria Hofstätter über Bischof Michael Bünker und Wirtschaftsforscher Karl Aiginger bis zu Unternehmer Willi Hemetsberger und Kabarettist Thomas Stipsits. Die ersten Gemeinden haben die Petition bereits beschlossen. Sensationell: Gestern Abend hat auch die Stadt Linz einen entsprechenden Beschluss gefasst! In den nächsten Monaten sind zahlreiche Aktionen und spannende Veranstaltungen geplant.

„Don Camillo & Peppone“: Der Klimaschutzwettbewerb
Wer schafft es im Laufe eines Jahres, mehr Ressourcen und CO2 zu sparen? Landesrat Anschober und die Vertreter/innen der fünf Religionsgemeinschaften der serbisch orthodoxen Kirche, der israelitischen Kultusgemeinde, der katholischen Kirche, der evangelischen Kirche und der islamischen Religionsgemeinde duellieren sich in einem lustigen wie spannenden Match. Zusätzlich werden sich auf kommunaler Ebene Bürgermeister/innen und Pfarrer/innen bzw. Vertreter/innen örtlicher Religionsgemeinschaften an der Aktion beteiligen. Ziel ist es, ein Bewusstsein für den schonenden Umgang mit Ressourcen zu schaffen. Der lustige Wettstreit soll für die Bevölkerung einen Anreiz schaffen, sich selbst aktiv am Klimaschutz zu beteiligen.

„Mich freut es besonders, dass wir als Klimabündnis Oberösterreich dieses spannende Match begleiten dürfen. Der Schutz unseres Klimas und die Erhaltung einer lebenswerten Umwelt sind für alle Religionen gleichsam bedeutend. Mit Don Camillo & Peppone möchten wir dieses Engagement fördern und mit einem Augenzwinkern zum Klimaschutz motivieren.“, so Norbert Rainer, Regionalstellenleiter des Klimabündnis Oberösterreich.

Spielregeln & Ablauf:

  • Als Ausgangsbasis wird der Stromverbrauch im Privathaus erhoben und im Vergleich zum dreijährigen Mittelwert gesetzt. Dazu werden die Jahresabrechnungen von den letzten drei Jahren benötigt. (Persönliche Daten auf den Rechnungen werden unkenntlich gemacht)
  • Zusätzlich werden die Kilometer des Hauptfahrzeuges berücksichtigt. Dazu muss zu einem definierten Stichtag (Start des Wettbewerbes) der Kilometerstand des am häufigsten genutzten Autos (Privat- oder Dienstkraftwagen) abgelesen und als Vergleichsbasis der Kilometerstand des letzten Jahres bekanntgegeben werden.
  • Es gilt einen FleischfreiTag pro Woche einzulegen. Dabei ist die Selbstverantwortung der Protagonisten gefragt. Ein vegetarisches Lieblingsessen soll im Laufe des Jahres veröffentlicht werden, um in der Bewusstseinsbildung mitzuwirken.

Für das Match zählen die relativen Einsparungen in den oben erwähnten Bereichen. Wer innerhalb eines Jahres prozentuell am meisten eingespart hat, gewinnt. Optional können Zusatz-Bonuspunkte gesammelt werden, wenn eine kreative Klimaschutzaktion mit Vorbildwirkung umgesetzt, ein Autofreier Tag pro Woche eingelegt und/oder Aktionstage der Religionsgemeinschaft als GreenEvent veranstaltet werden. Zusätzlich gilt es die (Arbeits-)Kleidung sozial-fair zu beschaffen.
Während des Aktionszeitraumes arbeiten alle Beteiligten selbstständig und versuchen mit gezielten Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit die eigenen Mitglieder der Religionsgemeinschaften miteinzubeziehen und diese ebenfalls zum Klimaschutz zu motivieren.

 

Bild (Land OÖ/Denise Stinglmayr): v.l.: Dr.in Charlotte Herman (Israelitische Kultusgemeinde Linz), Mag. Norbert Rainer (Klimabündnis OÖ), Murat Baser (Vorsitzender der islamischen Religionsgemeinde OÖ), Mag. Pater Tassilo Boxleitner OSB (Pfarre Eberstalzell), Mag.a Gabriele Eder-Cakl (Pastoralamtsdirektorin – Diözese Linz), Vizebürgermeister Günther Josef See (Gemeinde Eberstalzell), Dr. Gerold Lehner (Superintendent Evangelische Kirche), Erzpriester Slaviša Boži? (Serbisch-Orthodoxe Kirche), Klimaschutzlandesrat Rudi Anschober


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