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Samstag, den 16. November 2019 13:00

Nach Winterstörung


Mit dem neuen Mittelspannungskabel kann Helfenberg in Zukunft wesentlich besser und zuverlässiger mit elektrischer Energie versorgt werden als bisher.

Mittelspannungs-Kabel für sichere Stromversorgung

Durch die extremen Witterungsbedingungen kam es zu Jahresbeginn an vielen Stellen im Stromnetz zu Unterbrechungen der Stromversorgung. Eine der am schwersten betroffenen Mittelspannungsleitungen in der Gemeinde Helfenberg wurde über den Sommer durch ein Erdkabel ersetzt. In die neue Versorgungsleitung wurden rund 500.000 Euro investiert. Diese wurde letzte Woche in Betrieb genommen und soll für eine dauerhafte Verbesserung der Stromversorgung sorgen

In der Mühlviertler Gemeinde Helfenberg konnten nach dem Schneedruckereignis zu Jahresbeginn die Schäden an einer bestehenden und an mehreren Stellen durch Waldgebiete verlaufende Mittelspannungsfreileitung nicht sofort behoben werden. Teile der Gemeinde wurden deshalb über mehrere Wochen hinweg mit einem mobilen Stromaggregat versorgt.

Bereits im Februar konnte ein Projekt zur Verkabelung der betroffenen Leitung zur Prüfung eingereicht werden. Nach Prüfung und Verhandlung des Projektes wurde es Ende Mai mittels Energierechtsbescheid genehmigt. Start der Bauarbeiten war im August, die Inbetriebnahme des neuen Versorgungskabels mitsamt der neuen Trafostation erfolgte in der Vorwoche.

Die neue Kabelverbindung hat eine Länge von rund 2,5 Kilometern und führt großteils entlang des öffentlichen Straßen- und Wegenetzes. Besondere Herausforderung war ein Teilstück, bei dem das 30-kV-Erdkabel in extrem steilem Gelände verlegt werden musste. Hierbei kam eine sogenannte Lenk-Spülbohrung zum Einsatz, bei der auch die speziellen geologischen Verhältnisse entlang der klüftigen und festen Gneis-, bzw. den harten Granitschichten zu berücksichtigen waren.

Die Netz Oberösterreich hat in die neue Versorgungsleitung rund 500.000 Euro investiert.

 

30-kV-Erdkabel sorgt für mehr Versorgungssicherheit
Die Netz Oberösterreich hat in den vergangenen Jahren ein intensives Verkabelungsprogramm von besonders störungsanfälligen auf den unteren Spannungsebenen umgesetzt. Mittelspannungsleitungen (30.000 Volt) übernehmen den Stromtransport von den Umspannwerken zu den Trafostationen. Von diesen wird die elektrische Energie über Niederspannungsleitungen (400 Volt) an die Kundenanlagen verteilt. Heute ist ein Drittel der fast 8.000 Leitungskilometer im Mittelspannungsnetz als Erdkabel ausgeführt. Im rund 23.500 Kilometer langen Niederspannungsnetz beträgt der Kabel-Anteil 74 Prozent.


Bisher wurden mehr als 75 Millionen Euro investiert, von denen die Kunden direkt durch eine deutlich verbesserte Versorgungssicherheit profitieren. In den vergangenen Jahren wurden über 300 Einzelprojekte im gesamten Netzgebiet umgesetzt und dabei rund 500 Kilometer Freileitungen abgetragen und durch Erdkabel-Verbindungen ersetzt.

Am Hochspannungsnetz, das mit 110.000 Volt (110 kV) betrieben wird und die Umspannwerke untereinander sowie mit Kraftwerken verbindet, sind auch im vergangenen, extremen Winter keine Schäden aufgetreten. Es hat sich erneut als zuverlässiges Rückgrat der Stromversorgung in Oberösterreich erwiesen.


Bild (Energie AG): Mit dem neuen Mittelspannungskabel kann Helfenberg in Zukunft wesentlich besser und zuverlässiger mit elektrischer Energie versorgt werden als bisher.