Sie sind hier: 
Freitag, den 29. Januar 2021 07:00

DenizBank AG VL Men


UVC Ried - Vereinslogo

Ried bezwingt Sokol und steht vor Gewinn der Zwischenrunde

UVC Weberzeile Ried steht vor dem Gewinn der DenizBank AG VL Men-Zwischenrunde. Die Oberösterreicher setzten sich Mittwochabend gegen Verfolger TJ Sokol Wien V 3:1 (25:23, 25:20, 26:28, 25:19) durch und liegen nun fünf Punkte vor den Wienern, die nur noch zwei Spiele zu bestreiten haben. Den zweiten Saisonsieg feierte TSV Raiffeisen Hartberg. Das Schlusslicht entschied das Steiermark-Derby gegen den viertplatzierten VBC TLC Weiz nach hartem Kampf 3:2 (25:20, 25:22, 24:26, 21:25, 15:11) für sich.

Ried startete verhalten in sein erstes Spiel nach langer Pause und ermöglichte Sokol so Chancen, viele blieben aber ungenützt. Die Innviertler bauten ihre Anfangsunsicherheit Schritt für Schritt ab. Felix Breit holte sich bei 24:23 den wichtigen Block und fixierte Satz eins. Im zweiten Durchgang sahen die Fans ein sehr attraktives Match. Beide Teams spielten schnelle Kombinationen und zeigten sehenswerte Verteidigungsaktionen. Ried konnte sich von 15:15 auf 19:15 absetzen. Vor allem mit dem Service erzeugten die Rieder mehr Druck als die Gäste. George Hobern und Felix Breit schnappten sich einige Bälle am Netz. Beim Stand von 24:20 machte Sokol einen Servicefehler – 2:0 für die Hausherren.

In Satz drei ließ Ried etwas nach. Die jungen Wiener nutzten die Schwächephase aus und setzten sich mit 8:3 ab. Angeführt von ihrem stark aufspielenden Kapitän, Tomek Rutecki, holten die Gastgeber aber Punkt für Punkt auf und glichen zum 11:11 aus. Kein Team konnte sich in Folge absetzen die Spannung war nun kaum zu überbieten. Nach mehrmaligem Führungswechsel ging der Durchgang schließlich mit 28:26 an Sokol.

Die Rieder ließen sich davon aber keineswegs aus dem Konzept bringen. Voll fokussiert starteten sie in Satz vier. Der wiedergenesene Niklas Etlinger brachte zusätzlich frischen Wind und der Tabellenführer sicherte sich schlussendlich souverän mit 25:19 den Sieg.

„Mein Team hat sicherlich nicht fehlerfrei gespielt und phasenweise merkte  man uns die lange Spielpause auch an. Es freut mich daher umso mehr, dass wir – trotz einer nicht ganz perfekten Performance – diese junge und starke Wiener Mannschaft besiegen konnten.  Wir analysieren das Match kurz und dann geht es am Samstag in Klagenfurt wieder Punkt für Punkt weiter“, resümierte Ried-Coach Dominik Kefer. Kapitän Rutecki ergänzte: „Wir haben uns durch die vielen starken Verteidigungsaktionen der Gäste nicht aus der Ruhe bringen lassen. Ich weiß, dass wir noch besser spielen können und auch müssen, um unsere Ziele zu erreichen, aber ein Sieg ist ein Sieg!“

Topscorer in Ried waren Tomek Rutecki (22) und George Hobern (10) bzw. Clemens Ecker (19) und Christian Käfer (11). Angriffspunkte 47 zu 46 (Quote 42% zu 40%), Asse 11 zu 7 (Servicefehler 14 zu 16), Blockpunkte 12 zu 8 und Eigenfehler 29 zu 31.

Hartberg ringt Weiz nieder
Wie schon am vergangenen Samstag in Klagenfurt gab Hartberg gegen Weiz eine 2:0-Satzführung aus der Hand, diesmal allerdings nicht auch das Match. Das Team von Headcoach Markus Hirczy behielt im Tie-Break die Nerven und durfte nach 110 Minuten über den zweiten Saisonerfolg jubeln.

Maximilian Schedl (21) und Maximilian Bruchmann (12) waren Hartbergs Topscorer. Auf Seite von Weiz war Michael Pekar mit 34 Punkten überragend, Christoph Mittendrein scorte zwölfmal. Angriffspunkte 52 zu 58 (Quote 46% zu 45%), Asse 4 zu 9 (Servicefehler 14 zu 16), Blockpunkte 10 zu 4 und Eigenfehler 33 zu 44.

Modus DenizBank AG VL Men: Die ersten vier Mannschaften nach Abschluss der Zwischenrunde treffen im Viertelfinale auf die vier Toprunden-Teams SK Zadruga Aich/Dob, UVC Holding Graz, Union Raiffeisen Waldviertel und VCA Amstetten NÖ. Die Zwischenrunde endet am 13., die Toprunde am 18. Februar. Die Viertelfinalpaarungen ergeben sich aus den beiden Abschluss-Tabellen: 1. TR vs. 4. ZR, 2. TR vs. 3. ZR, 3. TR vs. 2. ZR, 4. TR vs. 1. ZR.

Toprunde: UVC Graz am Donnerstag gegen Amstetten

VCA Amstetten NÖ gastiert am Donnerstag in seinem vierten Spiel in der DenizBank AG VL Men-Toprunde bei UVC Holding Graz. Die Mostviertler konnten den Grunddurchgang für sich entscheiden, allerdings in den ersten drei Duellen mit den MEVZA League-Teams SK Zadruga Aich/Dob, Union Raiffeisen Waldviertel und eben Graz noch nicht anschreiben. In der Hinrunde unterlag Amstetten den Murstädtern in vier Sätzen.

Zuletzt war man am vergangenen Donnerstag daheim gegen URW im Einsatz, startete gut in das NÖ-Derby, ließ aber dann stark nach. „Ich denke, wir haben etwas gutzumachen. Ich erwarte mir eine anständige Leistung am Parkett“, stellt VCA-Sportdirektor Michael Henschke klar. Mit Außenangreifer Tobias Winter und Mittelblocker Alan Wasilewski meldeten sich zwei zuletzt verletzte Spieler zurück. Allerdings wird in Graz Headcoach Igor Simuncic fehlen, der wegen eines Krankheitsfalls in der Familie in seiner Heimat weilt. Für ihn springt Henschke ein.

„Wir haben versucht, an den Fehlern von vergangener Woche zu arbeiten. Jetzt hoffen wir auf eine gute Leistung und erwarten definitiv eine Steigerung“, blickt der Amstetten-Sportdirektor auf das Aufeinandertreffen mit den Steirern voraus, erinnert sich aber auch an die letzten Begegnungen: „UVC gegen VCA ist schon ein richtiger Ligaklassiker geworden. Auch wenn die Grazer meist die Favoritenrolle haben, so konnten wir doch in den vergangenen Jahren immer wieder gegen sie aufzeigen und auch Siege feiern. Vielleicht gelingt uns ja am Donnerstag wieder eine Überraschung.“

Graz konnte aus seinen ersten beiden Toprunden-Spielen sechs Punkte mitnehmen, liegt gleichauf mit Leader SK Zadruga Aich/Dob. „Wir wollen auch zu Hause im Sportpark die vollen Punkte holen. Amstetten ist sicherlich gefährlich, aber wenn wir eine konzentrierte und motivierte Leistung zeigen, ist der Sieg möglich“, so Zoltan Mozer, Co-Trainer der Grazer. Sportdirektor Frederick Laure ergänzt: „Die Mannschaft hat das Potential weit zu kommen und wir möchten alles versuchen, um das zu errreichen. Das Mentaltraining ist gut angenommen worden und wir werden sehen, wie die Mannschaft darauf reagiert. Ich erwarte eine konzentrierte und emotionale Leistung und hoffe auf den dritten Sieg.“

DenizBank AG VL Men
Zwischenrunde
27.01.: SG UVC Weberzeile Ried/Innkreis vs. TJ Sokol Wien V 3:1 (25:23, 25:20, 26:28, 25:19)
27.01.: TSV Raiffeisen Hartberg vs. VBC TLC Weiz  3:2 (25:20, 25:22, 24:26, 21:25, 15:11)
30.01., 16:30: VBK Wörther-See-Löwen Klagenfurt vs. SG UVC Weberzeile Ried/Innkreis
30.01., 18:30: TJ Sokol Wien V vs. TSV Raiffeisen Hartberg

Bild (c) Weberzeile Ried