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Samstag, den 18. September 2021 07:00

Digitalisierungsschub für OÖs Wirtschaft


V.l.: DI Dr. Gerhard Dimmler, Leiter globale F&E ENGEL Austria GmbH und Beiratssprecher Mechatronik-Cluster, Dr.in Henrietta Egerth, Geschäftsführerin Forschungsförderungsgesellschaft FFG, Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner und Ing. Günther Schallmeiner, MBA, Leiter Siemens-Niederlassung Oberösterreich.

4,8 Mio. Euro schwere Förderausschreibung für Digitale Transformation

Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus ACHLEITNER:

„Die Pandemie hat die digitale Transformation beschleunigt. Jetzt gilt es, die digitalen Kompetenzen der heimischen Unternehmen zu stärken, um sie fit für die Zukunft zu machen und ihre Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken. Eine aktuelle Standortstudie von Univ.-Prof. Dr. Teodoro Cocca hat unter anderem ergeben, dass die TOP-Industrieregionen Europas als Reaktion auf Corona insbesondere verstärkte Anstrengungen bei der Digitalisierung setzen werden. Das ist auch für Oberösterreich ein klarer Auftrag, die Digitalisierung der heimischen Wirtschaft, insbesondere bei den KMU, voranzutreiben. Denn wir haben das klare Ziel, uns unter den Spitzenregionen in Europa zu positionieren“, erklärt Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner. „Mit unserem aktuellen Fördercall ‚Digitale Transformation‘ wollen wir einen zusätzlichen Schub für die Digitalisierung der oberösterreichischen Betriebe geben. Dafür nehmen wir auch rund 4,8 Mio. Euro an Landesgeld in die Hand“, kündigt Landesrat Achleitner an. Digitalisierungsgrad erhöhen

Um Oberösterreich als Wirtschafts-, Industrie- und Forschungsstandort zu sichern und die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, müssen wir Innovationen bei der Entwicklung von Produkten, Prozessen, Dienstleistungen und Technologien weiter vorantreiben. Hier kommt der Digitalisierung eine besondere Rolle zu: „Denn eines haben wir gerade in der Pandemie gesehen: Unternehmen mit fortgeschrittenem Digitalisierungsgrad verfügen über eine bessere Krisenresilienz, erzielen ein höheres Umsatz-, Mitarbeiter- und Produktivitätswachstum und tätigen mehr Investitionen“, betont Landesrat Achleitner. Die am Wirtschafts- und Forschungsstandort Oberösterreich vorhandenen Kernkompetenzen und Schlüsseltechnologien – insbesondere in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologie – sollen im Rahmen der aktuellen oö. Wirtschafts- und Forschungsstrategie #upperVISION2030 weiterentwickelt und ausgebaut werden. Die oö. Wirtschafts- und Forschungsstrategie #upperVISION2030 legt zahlreiche konkrete Umsetzungsprojekte fest. Dabei geht es u.a. um die nachhaltige Verankerung der Ergebnisse aus den Aktivitäten der Leitinitiative Digitalisierung.

Auszugsweise einige Beispiele:

Entwicklung entsprechender Formate/Instrumente für die digitale Transformation in

Richtung KMU

  • Fokus bei Ansiedlungen auf Datencenter
  • Ausbau des Forschungsschwerpunktes Secure Systems
  • Aufbau eines multidisziplinären Forschungsschwerpunkts im Bereich datenbasierte Modellierung
  • Aufbau Software-Kompetenzknoten Hagenberg mit den Schwerpunkten Software- Entwicklung, IT-Security und Prescriptive Analytics
  • Kreation einer (Wissenschafts-)Plattform für Human-Centered AI
  • Schaffung AI-Quality Test & Certification Center
  • Förderprogramme zur Erhöhung des Digitalisierungsgrades bei KMU
  • Weiterentwicklung und Umsetzung entsprechender Ausbildungsangebote

Wissenstransfer Forschung – Wirtschaft
Zudem wird eine raschere Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Anwendung fokussiert. Informations- und Kommunikationstechnologie ist in einer digitalen Welt und insbesondere in einer datengetriebenen Wirtschaft von zentraler Bedeutung. „Wir wollen aus Daten Wissen und Wertschöpfung erzeugen. Der Kompetenzaufbau soll insbesondere bei neuen Technologien wie Artificial Intelligence, Data Driven Modelling & Simulation, usw. vorangetrieben werden, um deren Potenzial für bestehende Anwendungen, Prozesse und Produkte in verschiedenen Bereichen der Wirtschaft nutzen zu können“, erklärt Landesrat Achleitner.

Fördercall „Digitale Transformation“
Oberösterreich soll 2030 eine Modellregion für die Umsetzung der Digitalen Transformation, bei der die Menschen im Mittelpunkt stehen. Gerade im Bereich Maschinelles Lernen /Künstliche Intelligenz sollen der Nutzen und die positiven Auswirkungen für den Menschen und die Gesellschaft ganz klar im Vordergrund stehen. Dafür stößt das Land OÖ ganz gezielt in Zukunftsfeldern Investitionen an: „Nach den beiden Fördercalls ‚Kreislaufwirtschaft‘ und ‚Digital Health‘ stellt das Land OÖ im Rahmen der Wirtschafts- & Forschungsstrategie #upperVISION2030 nun weitere 4,76 Millionen Euro für den Fördercall ‚Digitale Transformation‘ zur Verfügung. Dieser wird – in Fortsetzung der bereits bewährten Zusammenarbeit - wieder gemeinsam mit der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) abgewickelt“, betont Landesrat Achleitner.

Ziele des Fördercalls „Digitale Transformation“
„Um Oberösterreichs Unternehmen fit für die Digitalisierung zu machen, sollen die eingereichten Projekte folgende Ziele erreichen“, so Landesrat Achleitner:

Ziel 1: Das Projekt muss einen konkreten Beitrag leisten, um Forschungsergebnisse rasch in die wirtschaftliche Anwendung zu bringen, und damit die Position von Oberösterreich im Bereich „Digitale Transformation“ weiter zu stärken und auszubauen.

Ziel 2: Das Projekt muss die Wertschöpfung der Unternehmen und Institutionen nachhaltig stärken, und die Lücke zwischen Entwicklern und Anwendern/Umsetzern digitaler Lösungen schließen.

Ziel 3: Das Projektergebnis bzw. die angedachten Lösungen müssen insbesondere Auswirkungen auf die folgenden Aspekte haben:

a) Beitrag zum Erhalt und zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der beteiligten Unternehmen und Institutionen.

b) Potenzial für branchen- oder sektorübergreifende Lösungen, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle oder die Erschließung neuer Märkte.

c) Entwicklung zukunftsweisender Produkte, Dienstleistungen, Tools und Verfahren durch rasche Überführung in die wirtschaftliche Anwendung.

d) Bedeutung für das Umfeld eines Unternehmens (Kunden, Lieferanten, Kooperationspartner, etc.)

Ziel 4: Die Auswirkungen der Projektergebnisse müssen in weiterer Folge in den beteiligten Unternehmen und Institutionen durch z.B.

o interne Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter/innen
o Änderung der Organisationsstruktur, usw.

nachhaltig verankert werden.

„Der Fördercall ‚Digitale Transformation‘ wird damit zu einem Turbo für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Oberösterreich“, unterstreicht Wirtschaftsund Forschungs-Landesrat Markus Achleitner.

 

Bild (c) Land OÖ/Lisa Schaffner