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Montag, den 01. November 2021 07:00

Rote Laterne bleibt in Linz


LASK - Vereinslogo

Der LASK erleidet in der 13. Runde der ADMIRAL Bundesliga im Auswärtsspiel bei Rapid Wien eine 2:3-Niederlage. Die Elf von Cheftrainer Andreas Wieland ging nach 17 Minuten durch Thomas Goiginger verdient in Führung, Rapid glich noch vor der Pause aus und drehte in Halbzeit zwei das Spiel.

Die Linzer Athletiker, die mit exakt derselben Formation wie beim 2:1-Cup-Sieg gegen die WSG Tirol starteten, erspielten sich nach nur 52 Sekunden die erste hochkarätige Torchance. Nach Vorarbeit von Mamoudou Karamoko kam Lukas Grgic halblinks knapp außerhalb des Sechzehners zum Abschluss, der Versuch des defensiven Mittelfeldspielers landete nur knapp neben der rechten Torstange.

Beherzt auftretende Schwarz-Weiße schnürten Rapid gleich in der Anfangsphase tief in der eigenen Hälfte ein, weitere Abschlüsse durch James Holland (10.) und Sascha Horvath (13.) fielen letztlich aber zu harmlos aus. Wenig später wurden die Linzer, bei denen nur wenige Sekunden zuvor James Holland verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, aber für ihre Mühen belohnt. Nach einem Einwurf auf Felix Luckeneder brachte dieser den Ball in den zentralen Rückraum, wo Jan Boller draufhielt. Der Schuss des Deutschen wurde noch auf der Linie geblockt, der Nachschuss von Thomas Goiginger aus kurzer Distanz passte aber genau (17.).

Nur drei Minuten später schrammten die Linzer knapp am zweiten Treffer des Abends vorbei. Mamoudou Karamoko zog halblinks im Strafraum aus kurzer Distanz ab, Rapid-Goalie Gartler behielt in dieser Szene aber mit einer gelungenen Abwehr die Oberhand. Offensiv bis dato gänzlich abgemeldete Grün-Weiße wurden nach 29 Minuten zum ersten Mal im Ansatz gefährlich. Grüll brachte eine Flanke aus dem linken Halbfeld zur Mitte, wo Hofmann am höchsten stieg, den Kopfball allerdings knapp zwei Meter neben den linken Pfosten setzte. In der 36. Minute waren aber schon wieder die Linzer an der Reihe. Peter Michorl zirkelte einen Eckball von der rechten Seite zur Mitte, Innenverteidiger Felix Luckeneder schraubte sich als Adressat im Zentrum hoch, köpfelte das Spielgerät aber an die Querlatte.

In Minute 41 schlugen die Wiener jedoch eiskalt zu. Kara tankte sich nach Pass von Grüll über halblinks in den Linzer Strafraum, wo der Teamstürmer aus kurzer Distanz Alexander Schlager im Tor der Athletiker bezwang. Nur eine Minute zuvor war Rapids Hofmann nach Vorlage von Ljubicic frei zum Kopfball gekommen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte fasste sich darüber hinaus Fountas ein Herz, der Abschluss des Griechen von der linken Strafraumhälfte konnte jedoch von Alexander Schlager mit einer Flugparade abgewehrt werden. Selbiges passierte Sekunden später spiegelverkehrt in der Gefahrenzone der Rapidler, wo Mamoudou Karamoko abzog und ein aufmerksamer Gartler parierte.

AUSSCHLUSS NACH SPIELENDE
Die zweite Halbzeit begann mit einem offenen Schlagabtausch. Zunächst wurden die Athletiker gefährlich, als Thomas Goiginger Hyun-seok Hong bediente, der Schuss des Südkoreaners aber von Aiwu abgeblockt wurde, knapp am Tor vorbeisegelte (49.). Wenig später kam Arase zum Schuss, Alexander Schlager parierte aber zur Ecke (52.), anschließend verzog Fountas nur knapp (56.).

Der nächste Aufreger ereignete sich nach 69 Minuten, als Karamoko nach einem Zweikampf mit Stojkovic im Strafraum zu Boden ging und Schiedsrichter Kijas auf den Punkt zeigte. Nach intensivem Studium der Bilder entschied sich der Unparteiische allerdings zu einer Rücknahme seiner Entscheidung.

In Minute 78 gingen schließlich die Grün-Weißen in Führung. Schick zirkelte einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld zur Mitte, wo Ercan Kara auf Höhe der Fünfmeterlinie per Kopf in die rechte Ecke traf. Acht Minuten später bauten die Hütteldorfer den Vorsprung sogar aus. Nach Foul von Felix Luckeneder an Kara verhängte der Schiedsrichter aus zirka 20 Metern einen Freistoß für die Hausherren. Grüll trat an und hämmerte den Ball unter die Querlatte.

Eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit verkürzten die Athletiker auf 3:2. Jan Boller drehte einen Freistoß von halblinks gefährlich Richtung Tor, wo Gartler im Verein mit dem Querbalken zunächst zur Mitte abwehrte, Felix Luckeneder ließ sich allerdings nicht zweimal bitten und staubte aus kurzer Distanz ab. Der Schiedsrichter gewährte in der Folge sechs Minuten Nachspielzeit, die Athletiker konnten diesen letzten Abschnitt der Begegnung aber nicht mehr für einen Treffer nutzen. Nach Spielende wurde es noch einmal hitzig, als René Renner und Rapids Ljubicic aufeinanderprallten, der LASK-Akteur Gelb und der Rapid-Spieler Rot sahen.

So spielte der LASK: Schlager – Potzmann (87. Griger), Boller, Luckeneder, Renner – Grgic, Holland (17. Hong) – Horvath (62. Nakamura), Michorl, Goiginger – Karamoko
Tore: Kara (41., 78.), Grüll (86.); Goiginger (17.), Luckeneder (89.)
Gelb:
Michorl (22.), Luckeneder (84.), Renner (SE/alle LASK)

Cheftrainer Andi Wieland zum Spiel:
„Der Blick auf den Endstand ist bitter. Die Mannschaft hat eine sehr gute Leistung gezeigt, in den ersten 35 Minuten haben wir hier in Hütteldorf dominiert, wie schon länger nicht mehr. Dann verabsäumen wir es, den Sack zuzumachen, kassieren kurz vor der Halbzeit den Ausgleich und lassen uns gegen Ende noch die Butter vom Brot nehmen. Und auch wenn wir es schon oft betont haben, die Devise bleibt immer noch die gleiche: Wir gehen weiter unseren Weg, bleiben positiv und dann wird sich – da bin ich mir sicher – der Erfolg wieder einstellen.“

 

Bild (c) LASK