Sie sind hier: SPORT
Dienstag, den 02. Oktober 2018 09:00

Dankeschön an Familie Bamminger


Andreas Aigner und Jürgen Rausch

Andreas Aigner und Jürgen Rausch sorgen beim ORM-Finale im BAMMINGER-CONTIGER Subaru mit DMACK Reifen für neuen M1-Rekord

Beim ORM-Finale im Rahmen der Rallye-Niederösterreich zeigte der Obersteirer Andreas Aigner einmal mehr nicht nur seine Klasse, sondern auch seine Liebe zum Rallyesport und seinen Sportsgeist. Man sieht es nicht alle Tage, dass ein bereits in vielen internationalen Klassen siegreicher Pilot mit einem seriennahen, in der Gesamtwertung - dem Konzept geschuldet - nicht konkurrenzfähigen Fahrzeug dem Wettbewerb stellt. Insider zollten dem Duo Aigner/Rausch gehörigen Respekt, als Sie sich bereits auf der zweiten Prüfung Braunegg (auf SP1 sorgte ein Reifenschaden für weit über einer Minute Zeitverlust) in den Top-10 und auf dem Zeiten-Niveau angekommen war, das bisher als die Grenze das machbaren mit einem seriennahen M1-Fahrzeug galt. Die Bestzeit auf der 11,3 KM langen SP2 hatte Hermann Neubauer mit 6:33,1 aufgestellt, das BAMMINGER-CONTIGER Rallye Team im M1 SUBARU WRX-STI markierte mit einer 7:04,3 Rang acht Gesamt.

Beim zweiten Durchgang der SP Braunegg war der bis dato Gesamtführende Neubauer wegen einem Antriebsschaden ausgefallen, während Altmeister Raimund Baumschlager im ŠKODA FABIA R5 mit 6:32,2 die Bestzeit noch einmal verbessern, und die Führung übernehmen konnte. Nicht schlecht staunte die Szene aber, als wenige Minuten später die Zeit von Aigner/Rausch notiert wurde – 6:47,0, das entsprach der fünften Gesamtzeit mit einem Rückstand von nur unglaublichen 1,31 Sekunden pro Kilometer – neuer M1-Rekord! Jürgen Rausch: „Die 5. Gesamtzeit in der SP-6 war unglaublich – da hat alles gepasst. Die Prüfung war vom Layout her für das Auto perfekt, und Andi hat die schwierigen Bedingungen dort – teilweise feucht, schnell, bergab, Schotter – perfekt ausgenutzt. Auch unsere Konstanz war super – auch auf den Prüfungen, die für den seriennahen M1-Subaru weniger gut gepasst haben, waren wir ebenfalls sehr gut mit dabei.“

Beim zweiten Durchgang der SP Zöbern-Münichreith  konnte Aigner ein weiteres Mal seine Klasse und Erfahrung auf dem schnellen Streckenlayout von Samstagvormittag mit einer weiteren Top-Zeit – erneut weniger als 2 Sekunden Rückstand pro Kilometer auf den Leader – untermauern. Ein weiteres Mal musste sich Aigner hier nur sieben, aus Performance-Sicht unantastbaren, R5-Fahrzeugen geschlagen geben. Der Nachmittag brachte Prüfungs-Layouts mit sich, auf dem die R5-Raketen Ihre Performance noch besser ausspielen konnten - dennoch konnten Aigner/Rausch am Nachmittag den Italiener Zanon im R5 und den frisch gebackenen 2-WD Staatsmeister Luca Waldherr auf die Plätze verweisen. Dass die beste Gesamtplatzierung des M1-SUBARU WRX-STI bei einem ORM-Lauf (Knobloch/Rausch, Platz 8 im Lavanttal und in Weiz) nicht zumindest eingestellt werden konnte, war neben dem Reifenschaden auch dem stark fahrenden deutschen Piloten Maximilian Koch geschuldet, der – ebenso in einem neuen FABIA R5 – alle Rallyefans sogar mit einer Gesamtbestzeit überraschen konnte. Nach einem Reifenwechsel, der Koch/Brunnthaler fast 5 Minuten Zeit gekostet hat, sind diese am Ende noch unaufhaltsam vorbeigestürmt.  

Am Ende aber waren alle im BAMMINGER CONTIGER Rallye Team sichtlich zufrieden, Andreas Aigner zum Wochenende: „Wir hatten – abgesehen vom Reifenschaden, da habe ich wohl ein wenig zu optimistisch gecuttet – eine super Rallye. Unser Hauptziel, aufzuzeigen dass die DMACK Reifen auch im 18-Zoll Format absolut konkurrenzfähig sind, haben wir mit unseren SP-Zeiten mehr als nur erreich. Ein herzliches Dankeschön an die Familie Bamminger für die Einladung zu dem Einsatz – ich habe das Gefühl, wir konnten mit einem weiteren ORC-Sieg, Rang neun Gesamt und der neuen M1-Bestmarke betreffend dem SP-Rückstand für einen stimmigen Abschluss einer sehr erfolgreichen Saison des M1-Meisterteams sorgen.“

Das sahen alle Anwesenden des Teams so, Günther Knobloch - Team-Stammpilot der letzten beiden Jahre - ergänzte: „Sportlich großes Kino, in der Veranstalter-PR habe ich die Wertschätzung dafür etwas vermisst. Abgesehen davon war die Veranstaltung sehr gut organisiert und eine Bereicherung für die ORM - im Bereich Ausschilderung, Gestaltung und Anfahrtsbeschreibung zu den Zuseher-Zonen haben Helmut Schöpf und Gottfried Kogler neue Standards gesetzt. Wenn jetzt noch alle konstruktiv an einem sinnstiftenden ORM-Kalender arbeiten, könnte 2019 eine großartige ORM-Saison werden. Mehr über unseren Beitrag dazu erfährt man morgen ab 17.00 in der S1-Lounge in der SCS Seiersberg oder auf www.knobi.a


Bild: knobi.at