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Donnerstag, den 13. Dezember 2018 08:00

Der Sport lebt in Linz


Sportreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing

Linz wendet 2019 mehr als 11,5 Millionen Euro für Sport und Freizeit auf

581.000 Euro für Spitzen- und Leistungssportförderung  
Ruder-Weltmeisterschaft in Linz-Ottensheim vom 25. August bis 1. September 2019
 

Der Sport lebt in Linz. Mehr als 450 städtische und private Sportanlagen im Stadtgebiet bieten den sportbegeisterten Menschen ein attraktives Betätigungsfeld. Zu den tragenden Säulen des städtischen Sportstät-tenangebotes zählen die von der LIVA betriebenen Sportparks Auwie-sen, Lissfeld und Pichling. Die LINZ AG bietet mit modernen Bädern und Kunsteisbahnen den Bewegungshungrigen hervorragende Mög-lichkeiten, Fitness zu tanken. Bei der Jugend finden Fun Courts, Ska-terparks und Beachvolleyball-Plätze großen Anklang. Die zahlreichen heimischen Sportvereine bereichern sowohl die Breiten- als auch die Spitzensportszene. Alleine für den Vereins-Breitensport wird die Stadt Linz im Jahr 2019 fast eine Million Euro aufwenden. Diese Summe dient unter anderem für Betriebskostenzuschüsse und die Modernisierung von Sportstätten.  „Die Stadt Linz gibt in der laufenden Gebarung im Jahr 2019 für den Bereich Sport und Freizeit etwa 11,6 Millionen Euro aus. Darin enthalten sind unter anderem direkte Zuwendungen an 105 Sportvereine sowie Transferzahlungen an die LIVA für Stadion und TipsArena und eine Jahresrate für die von der LINZ AG getätigten Subventionen.“, skizziert Sportreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing das finanzielle Engagement. 

Neuer Modus der Spitzensportförderung bringt keine Kürzungen für Vereine oder Dachsportverbände 
Der im Spitzensport verankerte Leistungsgedanke kommt künftig auch bei den Förderungen der Stadt Linz stärker zu tragen. Insgesamt acht Vereine aus der Spitzensportgruppe erhielten bisher eine fortgeschriebene Subventi-on der Stadt Linz über mehrere Jahre. Der Grundgedanke der besseren Planbarkeit für die Vereine widerspricht in diesen Fällen aber den rein leistungsbezogenen Subventionen. Bei einer Änderung der Liga-Zugehörigkeit durch Auf- oder Abstieg mussten die so genannten Drei-Jahres-Förderungen durch eigene Beschlüsse im Gemeinderat korrigiert werden. „Diese Unsicherheit wird nun durch eine Strukturreform abgeschafft, indem wir die Spitzensportförderung für die Top-Klubs künftig nur mehr mit einjähriger Gültigkeit festschreiben. Somit ist sichergestellt, dass wir bei Veränderungen des Leistungsniveaus jährlich reagieren können und nicht den bürokratisch aufwendigen Weg über die Veränderung des Drei-Jahres-Beschlusses gehen müssen“, erklärt Vizebürgermeisterin Karin Hörzing.  

Auf das Gesamtvolumen von beinahe 600.000 Euro Spitzen- und Leistungs-portförderung hat die Strukturreform keine Auswirkung. „Die Vereine können, sofern der sportliche Erfolg dafür spricht, mit den bisherigen Förderhöhen weiterhin planen.“ Die Dachverbandsförderungen sind von der strukturellen Umstellung nicht betroffen. „Die Dachsportverbände ASVÖ, ASKÖ und Spor-tunion bleiben weiterhin in der 3-Jahres-Förderung und erhalten eine kon-stant hohe Subvention in der Höhe von 48.000 Euro“, betont die Linzer Sportreferentin.  Die Stadt investiert 2019 insgesamt 581.200 Euro in die direkte Spitzen- und Leistungssportförderung der Linzer Vereine. Mehr als 100 Clubs erfüllen der-zeit die Voraussetzungen für diese Kategorie der städtischen Sportförderung. „Die größten Einzelsubventionen gehen im kommenden Jahr an den FC Blau-Weiß Linz, an den EHC LIWEST Black Wings Linz und an den Hand-ballverein HC LINZ AG“, berichtet Sportreferentin Karin Hörzing. Einen zu-sätzlichen Aktionsschwerpunkt bildet 2019 die Förderung von Sportlerinnen. Ähnlich wie im Frauenfußball soll hier die leistungs- und geschlechterspezifi-sche Gleichstellung weiter vorangetrieben werden.

Die Stadt Linz und kommunale Unternehmen, wie etwa die LINZ AG, sind bedeutende Sponsoren des heimischen Spitzensports. Dabei sind nicht nur die Direktsubventionen, sondern auch die sogenannten Naturalleistungen wie die Benutzung der Stadion-Infrastruktur, der Eis- und Schwimmhallen und der städtischen Sporthallen (zum Beispiel die Sport-NMS) zu sehen. Den größten finanziellen Nutzen haben die Vereine durch die Schulsporthallen und durch die Mäharbeiten, die nach wie vor von der Stadt Linz gratis für die heimischen Clubs durchgeführt werden. Die Hallen stehen für den Nach-wuchs gratis zur Verfügung. Erwachsene Mitglieder von Dachverbandsvereinen zahlen fünf Euro pro Stunde.  Nicht unerwähnt sollte an dieser Stelle bleiben, dass Spitzensport aber nicht alleine aus öffentlichen Subventionen finanzierbar ist. Die Erfahrung zeigt: Privates Sportsponsoring wird immer schwieriger und der Druck auf die öf-fentliche Hand nimmt permanent zu. Ohne private Investoren wird professioneller oder halbprofessioneller Sport auf Dauer nicht möglich sein.  

Rasenspielfelder werden kostenlos gemäht 
Um den Linzer Sportvereinen bestmögliche Bedingungen für Trainings- und Spielbetrieb zu ermöglichen, übernimmt die Stadt Linz auch weiterhin die Mäharbeiten auf den Linzer Vereinssportanlagen. Durch eine Neuorganisation der operativen Zuständigkeiten für die Mäharbeiten wird langfristig sicher-gestellt, dass auch nach Auslaufen der „Aktion 20.000“ ab Mitte 2019 der Service für Sportvereine mit Rasenspielfeldern weiterhin besteht.  

Sportstättenausbau- und -sanierungsprogramm mit 200.000 Euro dotiert 
Für das Sportstättenausbau- und -sanierungsprogramm scheinen 200.000 Euro im Stadtbudget auf. Das seit Jahren bewährte Programm dient für den Aus- und Umbau von Vereinssportanlagen.

Herausragende Projekte 2019: 
? Umbau der Sporthalle der ASKÖ Steg 
? Sanierung des Nebenspielfelds der ASKÖ Blaue Elf 
? Sanierung von Garderoben des Klubgebäudes Ruderverein Ister  

Mehr als 150.000 Euro für den Nachwuchs 
Die Nachwuchsförderung für Linzer Vereine beträgt 2019 insgesamt 153.500 Euro. Maßgeblich in dieser Kategorie ist neben dem Leistungsniveau auch die Anzahl der gemeldeten Kinder und Jugendlichen. Insgesamt ermöglicht die Stadt alleine mit diesem Budgetansatz etwa 6.000 Kids und Teens die Ausübung ihrer Lieblingssportart. Auch hier sind die Schulsportanlagen der Linzer Schulen für das Nachwuchstraining kostenlos. „Diese Aktion der Stadt Linz hat Vorbildwirkung für Gesamt-Österreich“, betont Sportreferentin Karin Hörzing.  

361.000 Euro für die Förderung von Sportevents 
Aus dem mit 361.000 Euro dotierten Fördertopf für Sportevents wird als Highlight des Jahres 2019 auch die Ruderweltmeisterschaft in Linz- Ottensheim (25. August bis 1. September) unterstützt.  

Zu den weiteren Top-Events des Sportjahres zählen: 
? 18. Linzer Donau-Marathon 
? Radsport-Kriterium als Prolog zur Oberösterreich-Rundfahrt 
? Schulsport-Spektakel in der Linzer Innenstadt 
? Lentos Jump 
? Upper Austrian Ladies Linz Tennisturnier 
? Tischtennis Austrian Open 2019   

Benchmark-System für Linzer Vereine 
Bewährt hat sich das so genannte Bonus-Malus-System für Linzer Sportver-eine, das sich auf konkrete Kennzahlen stützt. Den Zielsetzungen des Sport-entwicklungsplans wird durch die herangezogenen Kriterien mehr Gewicht verliehen.  Spezifiziert nach Sportart, Konkurrenz und anderen Bezugsgrößen werden die Aktivitäten der Linzer Vereine unter die Lupe genommen. Dazu zählen unter anderem: 

Mitgliederanzahl  Mitgliederstruktur: Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Seniorinnen und Senioren sollten sich die Waage halten; es sollte der Verein nicht überaltert sein.  

Nachwuchsarbeit: hier geht es vor allem darum, wie viele Jugendliche be-treut werden und wie sich der Anteil junger Mitglieder im Verhältnis zur Gesamtzahl verhält.  

Geschlechterspezifikation: hier wird beleuchtet, wie viele weibliche Mitglieder der Verein betreut und wie das Angebot für Frauen aussieht.  Vereine, welche die angeführten Kriterien in hohem Maße erfüllen, bekom-men eine größere finanzielle Unterstützung als jene, die zum Beispiel einen geringen Jugendanteil haben oder für weibliche Mitglieder kaum ein ge-schlechterspezifisches Angebot offerieren.

 

Bild (Stadt Linz): Sportreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing


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