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Samstag, den 26. Januar 2019 09:14

Wels ohne Nr 1 chancenlos


Wai Yam Minnie SOO in action

Froschberg vor Champions League-Halbfinale

3:2 – mit diesem Sieg in Metz (Fra) machten die Ladies von Linz AG Froschberg den ersten Schritt Richtung Champions League-Halbfinale. Beim Rückspiel am 10.2. in Linz würde nun schon eine knappe Niederlage zum Aufstieg reichen. Herren-Meister Walter Wels war hingegen ohne seine Nummer 1, Park, gegen Angers (Fra) chancenlos, verlor glatt mit 0:3. Der großartig spielende Daniel Habesohn musste mit Post Mühlhausen gegen Favorit Jekaterinenburg (Rus) ein knappes 2:3 hinnehmen.

Das größte Fragezeichen in Metz war die Fitness der Nummer 1, Sofia Polcanova. Die dreifache EM-Medaillengewinnerin laborierte an einer Schulterverletzung konnte aber gegen das rumänische Supertalent Adina Diaconu im dritten Satz den vierten Matchball verwandeln – davor musste sie aber einen Satzball abwehren. Damit stand es nach dem Auftaktsieg von Minnie Soo 2:0 für das Team von Trainer Zsolt Harczi. Allerdings drehte Metz dann das Blatt: Carole Grundisch besiegte Linda Bergström 3:1 und Polcanova biss sich an Defensivkünstlerin Ding Yaping die Zähne aus, verlor 0:3. Damit kam es zum Entscheidungsspiel: Minnie Soo gab aber gegen Diaconu immer den Ton an, setzte sich am Ende mit 3:0 durch und führte Froschberg zum 3:2-Sieg.

Niederlagen gab es bei den Männern: Nach dem enttäuschenden 1:3 zum Auftakt zwischen Deni Kozul und Jens Lundqvist standen die Welser auf verlorenem Posten. Doch Sportchef Gerhard Demelbauer wusste, dass die Sensation ohne Park kaum zu schaffen wäre: „Wir haben mit dem Viertelfinaleinzug Vereinsgeschichte geschrieben. Wir sind stolz unter den Top Acht zu sein.“

Vereinsgeschichte schrieb auch Daniel Habesohn mit Post Mühlhausen: Die Thüringer schrammten in ihrem ersten Viertelfinale an einem Sieg vorbei, unterlagen Jekaterinenburg mit 2:3. Habesohn erwischte gegen Gacina einen schlechten Start, kam erst im dritten Satz in Schwung, gewann diesen 11:8, konnte das Match aber nicht mehr drehen. Dann aber brachte er beim 3:1 gegen Fang Bo, Vize-Weltmeister von 2015, die Halle zum Kochen, spielte hervorragendes Tischtennis, stellte auf 2:2 – aber das entscheidende letzte Match gewann Gacina für die Russen. Die grenzenlose Mühlhausen-Party blieb aus. In Russland müsste nun wohl ein Wunder gelingen, um noch das Halbfinale zu erreichen.

Champions League, Männer-Viertelfinale:

Walter Wels – Angers/Fra. 0:3

Deni KOZUL : Jens LUNDQVIST                             1:3 (9:11 / 11:7 / 6:11 / 4:11)
Adam SZUDI : Joao GERALDO                               0:3 (8:11 / 9:11 / 5:11)
Dominique PLATTNER : Andréa LANDRIEU           0:3 (6:11 / 2:11 / 4:11)

Champions League, Frauen-Viertelfinale:

Metz/Fra. – Linz AG Froschberg 2:3


Yaping DING : Wai Yam Minnie SOO                      1:3 (11:7 / 9:11 / 3:11 / 7:11)
Adina DIACONU : Sofia POLCANOVA                    0:3 (11:13 / 4:11 / 13:15)
Carole GRUNDISCH : Linda BERGSTRÖM            3:1 (11:8 / 11:4 / 13:15 / 11:7)
Yaping DING : Sofia POLCANOVA                          0:3 (11:7 / 11:9 / 11:5)
Adina DIACONU : Wai Yam Minnie SOO                 0:3 (8:11 / 6:11 / 9:11)


Bild (Pillik): Wai Yam Minnie SOO in action


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