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Montag, den 04. Februar 2019 08:00

Europa Top 16 in Montreux


Sofia Polcanova holt Europacup-Bronze

Sofia Polcanova holt Europacup-Bronze

Sie streckte erleichtert die Fäuste in die Höhe – Sofia Polcanova jubelte beim Europa Top 16 in Montreux/Sz. über Bronze, besiegte im kleinen Finale nach der 2:4-Halbfinal-Niederlage gegen Petrissa Solja (D/5) die Polin Natalia Partyka (15) mit 4:2. Damit unterstrich die Triple-EM-Medaillengewinnerin, dass sie in der europäischen Spitze etabliert ist. Daniel Habesohn verlor das kleine Finale gegen Timo Boll (D/1) nach heroischem Kampf mit 3:4. Im Halbfinale war der Wiener am viermaligen Einzel-Europacup-Sieger Vladimir Samsonov (BLR/5) mit 2:4 gescheitert.

Im Spiel um Bronze gegen die Polin Natalia Partyka (15) hatte Sofia dann in den Sätzen eins und drei Probleme mit dem Timing. „Dann fand ich aber zu meiner Sicherheit und konnte die Medaille holen. Ich bin sehr stolz darauf, wenn man bedenkt, dass ich noch immer mit meiner Schulterverletzung kämpfe. Dazu ein Dank an unseren Physio Adrian Buzu, der beste Arbeit geleistet hat“, meinte die 24-Jährige nach dem 4:2-Erfolg und ergänzte: „Mein Ziel war das Lösen des Tickets für den Weltcup im Herbst – das hab ich erreicht. Außerdem war ich bislang nur maximal Fünfte.“ Der Europacup war auch die Wachablöse der neuen Generation: Die ersten Drei haben den selben Jahrgang und werden sich noch oft auf höchstem Niveau messen.

Im Halbfinale vergab das Froschberg-Ass die big points vergab gegen ihre ewige Rivalin Petrissa Solja: Der Anfang vom Ende kam schon in Satz eins. Da vergab die Linzerin drei Satzbälle, wehrte dazu noch drei Satzbälle ab, verlor aber den Auftakt mit 13:15. Dann konnte die Triple-EM-Medaillen-Gewinnerin die Durchgänge zwei und vier souverän gewinnen. Doch nach dem 2:2 in Sätzen konnte Polcanova, die zuletzt an einer Schulterverletzung laborierte nicht mehr zulegen – verlor 2:4.

Viele Halbfinal-Chancen vergeben
Teuer verkauft hat sich Daniel Habesohn bei seinem Einzel-Europa-Cup-Debüt: Gegen Samsonov begann der Wiener – wie schon am Vortag – enorm stark, führte 5:1 und 8:5, musste aber Satz eins nach einem 5:0-Run des Weißrussen mit 9:11 abgeben. Der zweite Durchgang ging dann schnell – 4:11. Im dritten Satz wachte der 32-Jährige dann beim Stand von 1:4 auf, nahm mehr Risiko, brachte starke lange Services, stellte auf 8:8 und verwertete den zweiten Satzball. Was ihm im vierten Satz leider nicht gelang. Da führte Habesohn schon 9:7, musste sich aber 9:11 geschlagen geben. Der Kampfgeist des Doppel-Europameisters blieb ungebrochen: Im fünften Satz spielte Danny wesentlich aktiver und punktete auch mit feiner Klinge – verkürzte mit dem 11:9 auf 2:3. Allerdings vergab Habesohn im sechsten Satz einige gute Chancen – weshalb sich Routinier Samsonov mit 4:2 durchsetzen konnte.

Im Spiel um Bronze gegen die Nummer 1 des Turniers, Rekord-Europameister Timo Boll (D), gelangen dem Post Mühlhausen-Legionär mehrere Achtungserfolge. Danny gewann den dritten und vierten Satz, stellte auf 2:2, beherrschte den fünften Satz und brachte Boll mit einem 11:3-Sieg zur Verzweiflung, führte 3:2 und im sechsten Durchgang 8:6, verlor aber am Ende den Entscheidungssatz mit 5:11.

 

Europa Top 16 in Montreux/Sz.:

Spiel um Bronze:

Sofia Polcanova (1) – Natalia Partyka (Pol/15)                    4:2 (-7, 4, -7, 10, 7, 6)
Daniel Habesohn (11) – Timo Boll (D/1)                               3:4 (-7, -4, 7, 9, 3, -10, -5)
                       

Halbfinale:

Sofia Polcanova (1) – Petrissa Solja (D/5)                           2:4 (-13, 4, -7, 3, -10, -9)
Daniel Habesohn (11) – Vladimir Samsonov (BLR/5)          2:4 (-9, -4, 9, -9, 6, -9)

 

Bild (ITTF): Sofia Polcanova holt Europacup-Bronze