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Montag, den 27. Mai 2019 13:00

Tischtennis-Hochburg Linz


Froschberg-Damen jubeln über 20. Meistertitel

20. Meistertitel für Linz AG Froschberg | Fragezeichen über Titel von SPG Linz

Im Finale der Tischtennis Bundesliga bei den Damen wurde LINZ AG FROSCHBERG seiner Favoritenrolle gerecht, besiegte den TTC ´CarinthiaWinds´ Villach mit 3:1. Für die Oberösterreicherinnen, die den fünften Titel in Serie feierten, ist es zugleich der 20. Meistertitel der Vereinsgeschichte.

„Wir haben nicht die Absicht hier aufzuhören“, lässt ein freudestrahlender Günther Renner, Manager von LINZ AG FROSCHBERG, direkt nach der erfolgreichen Titelverteidigung ausrichten. Seit Ende der 90er Jahre dominieren seine Schützlinge die heimische Liga, holten von 1998 bis inklusive 2011 den Titel 14 Mal in Serie. Nur die damalige SVS Ströck vermochte den Oberösterreicherinnen 2012 und 2014 den Titel streitig zu machen.

Seit 2015 steht Linz wieder durchgehend am obersten Treppchen. Dem Ligakrösus war im Finale auch der TTC ´CarinthiaWinds´ Villach trotz herzhaftem Kampf nicht gewachsen. Österreichs Nummer 1, Sofia Polcanova, gewann ihre Auftaktpartie souverän 3:0. Linda Bergström konnte mit dem 3:1 über Liudmila Kiritsa sofort nachlegen. Villachs Nummer 1 Amelie Solja sorgte schließlich gegen Karoline Mischek für den Ehrenpunkt der Kärntnerinnen. Im Doppel musste sie sich allerdings mit Anna Zsofia Fenyvesi Mischek/Bergström 1:3 beugen.

Sofia Polcanova: „Wir sind überglücklich, dass wir den Titel erneut erfolgreich verteidigen konnten. Mit meinem eigenen Spiel bin ich zufrieden, vor allem da mit der Schulter wieder alles Ok ist. Ich hoffe, dass wir kommende Saison genau hier fortsetzen können. Wir haben uns große Ziele gesetzt, vor allem in der Champions League.“

Günther Renner, Manager LINZ AG FROSCHBERG: „Wir können sehr zufrieden sein, vor allem, da wir mit einem jungen Team Meister geworden sind. Das zeigt, dass wir den Umbruch erfolgreich geschafft haben. Wir sind ein Team. Wir trainieren zusammen, wir leben zusammen und wir feiern zusammen.“

Pistej und Slatinsek bescheren Linz ersten Meistertitel

Es war ein hoch emotionales Finale das sich Stockerau und Linz lieferten. Drei Siegpunkte benötigten die Niederösterreicher für Titel Nummer neun, vier die Linzer für den ersten Titel der Vereinsgeschichte. Mit dem 4:2 verließ Linz schließlich Salzburg als Meister 2019. Vorerst.

Den Grundstein zum Erfolg legten Uros Slatinsek und Lubomir Pistej. Pistej gewann seine beiden Einzelpartien gegen Chen Weixing und David Serdaroglu. Uros Slatinsek setzte sich in der ersten Finalpartie gegen Chen Weixing durch und lieferte sich mit David Serdaroglu ganz zum Schluss einen offenen Schlagabtausch. Dieser endete leider mit einer Disqualifikation von David Serdaroglu. Nachdem sein Service zum vermeintlichen 11:9 im entscheidenden fünften Satz aufgrund eines Servicefehler aberkannt wurde, wurde ihm wegen Schiedsrichterkritik die rote Karte gezeigt. 

Linz ist damit Meister, muss aber die Entscheidung über den Protest von Stockerau noch abwarten.


Bild (Tobias Ratz): Froschberg-Damen jubeln über 20. Meistertitel