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Montag, den 03. Februar 2020 07:00

Zu harmlos vor dem Tor


Black Wings - Symbolbild

Hydro Fehérvár AV 19 - LIWEST Black Wings 3 : 1 (0:0, 2:0, 1:1)

EHC verliert in Fehérvár 
In einer über weite Strecken ausgeglichen Partie gehen die LIWEST Black Wings am Ende als Verlierer vom Eis. Im Mitteldrittel sorgen die Ungarn mit einem Doppelschlag für die Vorentscheidung. An Chancen mangelt es den Stahlstädtern nicht. Lediglich die nicht vorhandene Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, macht der Truppe von Tom Rowe einen Strich durch die Rechnung.  

Beide Teams auf Augenhöhe 
Nach einem ersten Abtasten beider Mannschaften in der Anfangsphase erhöhen die Gastgeber das Tempo. So gelingt es Fehérvár, sich immer wieder über längere Phasen im Linzer Verteidigungsdrittel festzusetzen. Der an diesem Abend stark agierende Black Wings- Keeper Kickert rettet gleich mehrmals für den EHC. Bei zwei Stangenschüssen der Ungarn haben die Stahlstädter auch Glück. Die beste Gelegenheit für die Oberösterreicher vergibt Schofield aus zentraler Position. Sein Schuss wird von Ouzas an die Latte abgelenkt. Die Linzer, die unter anderem auf den trickreichen Fejes verzichten müssen, zeigen teilweise aggressives Forechecking und erhalten nach 16 Minuten ihr erstes Überzahlspiel. Fehérvárs Erdely nimmt wegen Stockschlags in der Kühlbox Platz. Im folgenden Powerplay kommen Schofield und Lebler zum Abschluss, bleiben aber ohne Torerfolg. Mit 13:9 Torschüsse haben die Hausherren im ersten Drittel ein leichtes Chancenplus. Mit einem gerechten Unentschieden werden erstmals die Seiten gewechselt.  

Hausherren mit Doppelschlag 
Die Black Wings starten engagiert in den Mittelabschnitt und lassen die Magyaren kaum noch zur Entfaltung kommen. In der 28. Minute ist der EHC dem Führungstreffer nahe. Im Powerplay findet DaSilva Mitspieler Finn am langen Eck, doch der Verteidiger scheitert am herausragend reagierenden Ex-Linzer Ouzas. Nur wenige Minuten später muss erneut ein Ungar auf der Strafbank Platz nehmen. Die Stahlstädter halten das Tempo hoch und lassen die Scheibe gut laufen. Bei einem Hammer von Schofield stellt sich erneut Ouzas in den Weg. In Sachen Effizienz sind die Linzer an diesem Abend nicht kaltschnäuzig genug. „Wer die Tore nicht erzielt…“ - und so gelingt den Hausherren in der 35. Minute das 1:0. Die Gastgeber spielen einen sauberen Angriff, Campbell zieht von der blauen Linie ab und überwindet mit Hilfe der Innenstange Keeper Kickert, dem die Sicht verstellt ist. Nach kurzem Videocheck wird das Tor von den Unparteiischen bestätigt. Plötzlich sind die „Roten Teufel“ „on fire“ und legen nur 28 Sekunden den nächsten Treffer nach. Erdely befördert den Puck zum 2:0 in die Maschen. Bitter für die Black Wings, die im zweiten Drittel das Geschehen meist unter Kontrolle haben.

Linzer zu harmlos 
Fehérvár kommt mit viel Energie aus der Kabine und drängt sofort auf eine mögliche Vorentscheidung. Bei einem Schuss von Yogan verhindert Kickert mit einem tollen Reflex einen weiteren Gegentreffer. Pech haben die Heimischen, als Sarauer nur das Lattenkreuz trifft. Sechs Minuten vor Spielende sorgt einmal mehr die erste Linie für Jubel bei den Linzern. Nach Umicevic-Zuspiel verwertet Lebler trocken zum 1:2. Nur wenige Sekunden später zappelt die Scheibe erneut im Netz der Ungarn. Doch nach langem, intensivem Videostudium wird der vermeintliche Ausgleich nicht anerkannt. Tom Rowe riskiert schon früh und nimmt 142 Sekunden vor Spielende Kickert vom Eis. Der EHC baut erneut Druck auf, findet aber stets in Schlussmann Ouzas seinen Meister. Und so ist es Hydro Fehérvár, das den Schlusspunkt in dieser meist ausgeglichenen Partie setzt. Kuralt trifft zwölf Sekunden vor dem Ertönen der Schlusssirene zum 3:1-Endstand für die Hausherren.  Da auch Dornbirn und Innsbruck siegreich bleiben, rücken die Teams der „Qualification Round“ punktemäßig wieder näher zusammen. Die Black Wings bleiben trotz der Niederlage weiterhin mit neun Punkten auf Platz zwei.

Hydro Fehérvár AV 19 - LIWEST Black Wings 3 : 1 (0:0, 2:0, 1:1)
Tore: 1:0 Campbell (35./PP), 2:0 Sarauer (35.), 2:1 Lebler (54.), 3:1 Kuralt (60./EN);
Székesfehérvár – 3120 Zuschauer
Referees: Baluska, Smetana, Gatol, Kaspar

 

Bild (c) BWL-Eisenbauer


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