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Sonntag, den 09. Februar 2020 07:00

TT-Top 16 von Montreux


Polcanova im Europacup-Viertelfinale - Symbolbild

Polcanova im Europacup-Halbfinale

Einen Traumtag erlebten die topgesetzte Sofia Polcanova und Robert Gardos beim Europa Top 16 in Montreux/Sz. Der Frankreich-Legionär sorgte dabei für die Sensation des Turniers, besiegte Vizeweltmeister Mattias Falck (Swe) mit 4:2 und eliminierte zuvor den als Nummer acht gesetzten Dänen Jonathan Groth. Damit steht er wie Polcanova, die Lokalmatadorin Rachel Moret (Sz) und Barbora Balazova (Slk) abfertigte, im Halbfinale. Lediglich Daniel Habesohn scheiterte in Runde eins.

„Robert gelangen phantastische Services, tolle Ballrotationen und ein variantenreiches Spiel. Er bewegte sich optimal und konnte so den Schweden überraschen und bezwingen“, freute sich Neo-Teamchef Peter Sartz nach der Sensation bei seinem Teamchefdebüt. Nach dem starken 4:2-Erfolg gegen Groth wartete die Nummer 1 des Turniers: Gegen Mattias Falck dominierte der 41-Jährige Satz eins, führte auch im zweiten Durchgang mit 8:5 und 9:8, verlor aber 9:11. Im dritten Satz hielt der Doppel-Europameister bis 6:6 ebenbürtig mit. Doch dann riss der Faden vollkommen, Gardos verlor 6:11. Doch der Ex-Tiroler kämpfte, biss sich im vierten Satz von 1:5 heran, gewann diesen 11:9 und stellte den Satzausgleich her. Im fünften Durchgang erreichte Gardos Weltklasse-Niveau, beherrschte den amtierenden Vizeweltmeister aus Schweden erneut, nahm ihm fast jedes Service ab und stellte per 11:5 auf 3:2 und drückte auch danach dem Spiel seinen Stempel auf: Der Wahl-Spanier gewann 11:8 und 4:2. Im Halbfnale trifft Gardos nun auf Superstar Timo Boll (D/3).

Souverän zog Sofia Polcanova nach ihrer überstandenen Knieverletzung ins Halbfinale ein. Nach dem 4:1 gegen Lokalmatadorin Rachel Moret, die sie im Vorjahr nur knapp mit 4:3 bezwingen konnte, dominierte die Linzerin im Salle Ominsport du Pierre auch die Slowakin Barbora Balazova, fertigte die Nummer zwölf mit 4:0 ab. Im Halbfinale trifft Europas Nr. 1 auf die Niederländerin Britt Eerland (10).

Für Daniel Habesohn kam der Europacup dagegen nach mehreren krankheitsbedingten Rückschlägen zu früh. Völlig aus dem Rhythmus verlor der Doppel-Europameister sein Erstrundenspiel gegen Marcos Freitas (Por), den er noch 2019 in einer spektakulären Siebensatz-Partie niederringen konnte, mit 0:4. Schon der erste Satz hatte mit 0:11 geendet.

Europa Top 16 in Montreux/Sz (Bis 9.2.):

Herren:

Achtelfinale:
Robert Gardos (12) – Jonathan Groth (DEN/8)   4:2 (8, 7, -7, -4, 6, 6)
Daniel Habesohn (10) – Marcos Freitas (POR/7) 0:4 (-0, -7, -9, -5)

Viertelfinale:
Robert Gardos (12) – Mattias Falck (SWE/1) 4:2 (8, -9, -6, 9, 5, 8)

Halbfinale:
Robert Gardos (12) – Timo Boll (GER/3) Sonntag um 11:25 Uhr

Damen:

Achtelfinale:
Sofia Polcanova (1) – Rachel Moret (SUI/16) 4:1 (-6.7, 7, 5, 5)

Viertelfinale:
Sofia Polcanova (1) – Barbora Balazova (SLK/12) 4:0 (5, 9, 13, 11)

Halbfinale:
Sofia Polcanova (1) – Britt Eerland (NED/10) Sonntag um 9:45 Uhr

 

 

Bild (c) PHOTO PLOHE