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Montag, den 08. Juni 2020 13:00

Premiere für "Aqua-Beam"


Der „AquaBeam“ österreichweit erstmals im OP am Ordensklinikum Linz im Einsatz

Neue Prostata-OP-Methode erstmals in Österreich angewandt

Fast die Hälfte aller Männer entwickelt im Laufe ihres Lebens eine gutartige Vergrößerung der Prostata. Erstmals in Österreich wird nun am Prostatazentrum des Ordensklinikum Linz eine neue, schonendere Operationsmethode mittels Hochdruck-Wasserstrahl angewandt.

Mit steigendem Alter nimmt bei den meisten Männern die Prostata an Volumen zu. Diese gutartige altersbedingte Prostatavergrößerung nennt sich benigne Prostatahyperplasie (BPH). Die vergrößerte Prostata entsteht durch gutartige Knoten (Adenome), die in der Innenzone der Prostata (Prostatakern) in unterschiedlichen Größen wachsen. Diese Knoten können auf die Harnröhre drücken und zahlreiche Beschwerden, wie Schwierigkeiten beim Urinieren, plötzlicher Harndrang oder Erektionsstörungen verursachen. Die Ursache für die knotigen Veränderungen vermutet man in hormonellen Störungen des älter werdenden Mannes.

Mittels des am Prostatazentrum des Ordensklinikum Linz erstmals in Österreich eingesetzten Verfahrens „AquaBeam“ erfolgt die Entfernung von überschüssigem Prostatagewebe sanfter, als bei bisherigen Operations-Techniken. Der „AquaBeam“ ist ein Gerät, das mit einer Kombination aus Bildgebung und hoch fokussiertem Wasserstrahl arbeitet. „Das zu entfernende Gewebe kann besonders genau identifiziert und markiert werden. Somit kann der Hochdruck-Wasserstrahl sehr präzise unter computergestützter Führung vorgehen. Es kommt zu weniger Komplikationen, selten zu Blutungen und der Schließmuskel kann geschont werden, sodass keine Gefahr der Inkontinenz besteht“, sagt Prim. Dr. Wolfgang Loidl, Vorstand der Abteilung Urologie und Leiter des Prostatazentrums am Ordensklinikum Linz. Zudem bleibt die Funktion des Samenergusses mit großer Wahrscheinlichkeit erhalten.

Ein weiterer Vorteil ist die Verkürzung der Operation, die unter Vollnarkose durchgeführt wird. Dauerten bisherige Operationen der gutartig vergrößerten Prostata ca. 1 Stunde, so sind es mit der neuen Technik ca. 15 Minuten. „Der Eingriff geht schnell, ist außerordentlich präzise und reduziert die Reizung des Gewebes im Vergleich zur mechanischen Technik“, so Prim. Loidl.

Die operative Behandlung von gutartigen Prostatavergrößerungen durch die Harnröhre ist seit vielen Jahrzenten möglich. Seit mehr als 15 Jahren werden Speziallaser eingesetzt, mit denen das überschüssige Gewebe entweder verdampft oder entkernt werden. Die neue Technik wurde in den USA entwickelt.

Das Prostatazentrum am Ordensklinikum Linz

Das Prostatazentrum des Ordensklinikum Linz Elisabethinen besteht seit März 2007 und ist mit bisher mehr als 2.800 erfolgreichen Prostata-Eingriffen mit dem daVinci-Roboter öster-reichweit führend. Modernste Diagnose- und Behandlungsverfahren sind hier ebenso selbst-verständlich wie eine individuelle Betreuung jedes einzelnen Patienten.

Die Leistungsangebote auf einen Blick:
• Modernste Krebstherapie durch neueste Operationstechniken und Medikamente
• Individuelle Patientenberatung in der multidisziplinären Ambulanz
• Behandlung von gutartigen Vergrößerungen der Prostata
In Österreich erkranken jährlich ca. 8.000 Männer neu an Prostatakrebs, bei jedem fünften Patienten eines praktischen Arztes wird ein urologisches Problem festgestellt und mehr als 40 % aller Männer entwickeln im Laufe ihres Lebens eine gutartige Vergrößerung der Prostata. Diese Fakten belegen eindeutig, welch hohen Stellenwert Prostataerkrankungen einnehmen.
Das Ordensklinikum Linz reagiert auf diese Entwicklung und bietet im ersten oberösterreichischen Prostatazentrum modernste medizinische und therapeutische Möglichkeiten an. Die Schwerpunkte des Zentrums liegen im Bereich
• der Früherkennung & Diagnose von Prostataerkrankungen,
• der Behandlung von gutartigen Vergrößerungen der Prostata
• und der Therapie von Prostatakrebs.


Weiterer Teil des Angebots ist ein besonders innovatives und patientenfreundliches Bera-tungsmodell: Bei Bedarf steht dem Patienten ein multidisziplinäres Team aus Urologen, Onkologen und Radio-Onkologen zur Verfügung.

 

Bild (c) Ordensklinikum Linz