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Sonntag, den 07. Februar 2021 07:00

Tischtennis Bundesliga


Hart erkämpfter Sieg von Andreas Levenko - Symbolbild

Wels setzt Siegeszug in Kapfenberg fort! | Froschbergs Damen gelingt im Hit gegen Villach die Revanche

Auch im dritten Spiel der Rückrunde im neuen Jahr bleibt die SPG Walter Wels ungeschlagen und baut die Tabellenführung auf 8 Punkte auf den Zweitplatzierten Wr. Neustadt aus. Beim Auswärtsspiel gegen Kapfenberg konnten die Welser einen ungefährdeten 4:0 Sieg einfahren. Zunächst hatte Andreas Levenko gegen Simon Pfeffer mehr Mühe als erwartet, doch nach einer hochklassigen Partie mit starken Ballwechseln setzte sich der Welser schlussendlich knapp im 5. Satz mit 3:2 durch.

Anschließend deklassierte Frane Kojic den Kapfenberger David Vorcnik glatt mit 3:0 und überzeugte mit seinem druckvollen und sicheren Spielstil. Adam Szudi bestätigte im folgenden Spiel gegen Christoph Simoner seine derzeit starke Form und gewann nach einer ebenso hochklassigen Partie beider Spieler mit 3:1, womit die Messestädter nach 2 Stunden Spielzeit mit 3:0 in Führung lagen und das Remis bereits fix in der Tasche hatten. Das nächste Doppel in der Paarung Kojic / Szudi gegen Pfeffer / Simoner gewannen die Welser mit 3:1, wobei jeder Satz ganz knapp und hart umkämpft war und somit trug die SPG Walter Wels einen 4:0 Auswärtssieg gegen Kapfenberg davon und bewies abermals wer die momentane Nummer 1 der heimischen Tischtennis-Bundesliga ist.

Für die SPG Walter Wels steht in dieser starken und teils vorentscheidenden Woche gleich am Sonntag die nächste Partie auf dem Programm und zwar das erste Heimspiel im neuen Jahr gegen die SPG Linz. Das OÖ-Derby sorgte in der Vergangenheit immer für Spannung und Brisanz, doch sind die Welser aufgrund der letzten Spielergebnisse (Anm. Wels feierte zuletzt 3 klare Siege, Linz konnte nur eines der vergangenen 3 Spiele gewinnen) zu favorisieren. Auch das Hinspiel im September 2020 in Linz konnte Wels klar mit 4:1 für sich entscheiden. Wir fiebern dem heiß erwarteten OÖ-Derby natürlich entgegen und drücken unserer Mannschaft die Daumen die Tabellenführung weiter auszubauen. Leider findet das Spiel wegen des Lockdowns ohne Zuschauer statt, wird jedoch wie üblich per Livestream übertragen.

Liu Jia und Karoline Mischek besiegten die „Unbesiegbare“
Meister gegen Vizemeister – bei der Sammelrunde der 1. Damen-Bundesliga Oberes Play-Off kam es in Linz zum Hit zwischen LINZ AG Froschberg und CarinthiaWinds Villach, wobei sich die Gastgeberinnen mit 5:1 durchsetzen konnten. Damit gelang dem Champions League-Finalisten die Revanche für die 3:4-Niederlage vom 19. Dezember. Für die große Sensation hatte Karoline Mischek gesorgt: Sie konnte die bis dahin ungeschlagene Kroatin Ivana Malobabic hauchdünn bezwingen. Danach rang auch Ex-Europameisterin Liu Jia Villachs Nr. 1 nieder und sorgte für den entscheidenden Punkt. Im ersten „Keller-Hit“ bezwang Kirchbichl Schlusslicht Don Bosco mit 4:3, ab 16 Uhr hofft Bruck gegen Stockerau auf die „letzte Chance“ im Kampf um den Klassenerhalt.

Nach 21 Siegen in Serie setzte es die erste Niederlage für Ivana Malobabic.
Dabei hatte die 40-Jährige bereits mit 2:1 geführt, aber Karoline Mischek schafft den Satzausgleich und wehrt im Entscheidungssatz zwei Machtbälle ab, gewinnt 12:10, fixiert den 3:2-Sieg und bringt Linz erstmals mit 2:1 in Führung. Zuvor hatte sich Margarita Baltusyte überraschend klar Anna Fenyvesi geschlagen geben müssen, danach sorgte Liu Jia für ein klares 3:0 gegen Tetiana Tatianina. Nachdem Margarita Baltusyte ebenso papierformgemäß Tetiana Tatianina besiegen konnte, kam es im finalen Hit zum Duell der beiden Topspielerinnen Liu Jia und Ivana Malobabic. Die Kroatin dominierte Satz 1, dann glich die Ex-Europameisterin mit einem 11:1 aus, doch Malobabic ging mit einem 12:10 erneut in Führung. Durchgang vier wurde zum nächsten Krimi: Erst hatte Malobabic Matchball, aber „Susi“ gewann mit 13:11 und rettete sich in den „Decider“. Malobabic zwingt dabei Angreiferin Liu Jia mit ihren Unterschnitt-Bällen wie schon in den Sätzen zuvor zur Geduld, aber die Linzerin geht nach 0:2-Rückstand mit 9:5 in Führung, gewinnt 11:5, fixiert den 3:2-Erfolg und damit den Sieg für den Meister. Im letzten bedeutungslosen Match besiegte Mischek dann noch Fenyvesi mit 3:0.

 

Bild (c) SPG Walter Wels