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Montag, den 15. Februar 2021 07:00

WAHNSINN!


Landesrat Achleitner und Vincent Kriechmayr

Speed-Double für Vincent Krichmayr in Cortina d’Ampezzo

Wenn´s laft dann laft´s - um es mit den Worten von Skilegende Rudi Nierlich zu sagen. Mit dem Speed-Double in Cortina hat Vincent Kriechmayr zu den Allzeit-Größen Hermann Maier und Bode Miller aufgeschlossen, die dieses Kunststück ebenfalls schafften.

Dabei war langes Zittern für den Grammastettner angesagt. Mit der Startnummer 1 ins Rennen gegangen, fehlten wichtige Informationen von der Strecke. Start und Mittelteil gelangen souverän. An den engen Radien haben sich in weiterer Folge so manche der Abfahrtsrecken die Zähne ausgebissen. Ab dem "Vertigine Jump" konnte Vince aber auf einen beruhigenden Vorsprung bauen. Den brauchte es in weiterer Folge auch. Einigen Läufern gelangen es hier bis zu 6/10 schneller als der Oberösterreicher zu sein. So richtig Stress kam aber gleich beim nachfolgenden Läufer Andreas Sander auf, der sich letztendlich nur um eine 1/100 Sekunde geschlagen geben musste. Der 3. Platz ging an Kitz-Doppelsieger Beat Feuz.

Mit "Unterstützung von oben" zu Gold
„Ich kann es gar nicht realisieren. Es war ein verrücktes Rennen. Ich bin oben gut gefahren, aber im Flachen habe ich doch öfter aus der Hocke rausmüssen. Den Mittelteil hab ich aber gut erwischt, nicht zu rund und nicht zu gerade", sagte der frischgebackene Doppelweltmeister im ORF-Interview. Nach Sanders Fahrt und dem knappsten aller Rückstände hatte er nicht einmal mit einer Medaille gerechnet, so der Oberösterreicher. „Am Ende war vielleicht der Herrgott etwas auf meiner Seite“, so der 29-Jährige auch mit Hinweis auf den Wind, der bei so manchem Konkurrenten mehr zum Störfaktor wurde.

 

Bild (c) Land OÖ