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Mittwoch, den 27. Januar 2021 07:00

European ARTificial Intelligence Lab


Mark J. Koch & Sarah Petkus

Sarah Petkus (US) und Mark J. Koch (US) gewinnen Residency in Linz und Leiden

Das „European ARTificial Intelligence Lab“, kurz AI Lab, bietet Künstler*innen, die sich mit Künstlicher Intelligenz beschäftigen, die Chance Residencies an renommierten wissenschaftlichen Institutionen zu absolvieren. Initiiert wurde das AI Lab 2018 von Ars Electronica, das involvierte Netzwerk, das aus dem Creative Europe Programme der Europäischen Union finanziert wird, umfasst europaweit 17 namhafte Institutionen aus Kunst und Wissenschaft. Geleitet und organisiert wird das Residency-Programm, das diesmal unter dem Motto „Astronomy x AI“ steht, von Ars Electronica gemeinsam mit der Sternwarte Leiden. Die Gewinner*innen der diesjährigen Residencies stehen nun fest: Sarah Petkus (US) und Mark J. Koch (US) aus Las Vegas werden ihr Projekt Moon Rabbit am Leiden Observatory und am Ars Electronica Futurelab in Linz ausarbeiten.

Sarah Petkus (US) und Mark J. Koch (US)
Sarah Petkus ist eine Robotikerin und Illustratorin, die mit ihrem Partner Mark J. Koch, einem Elektronikingenieur und Softwareentwickler, zusammenarbeitet. Gemeinsam kreieren sie Wearable Devices und Roboter, die die Art und Weise, wie wir Menschen unsere Beziehung zu Technologie denken, in Frage stellen. Darüber hinaus nutzen Sarah Petkus und Mark J. Koch Social Media und verschiedene Video-Sharing-Plattformen, um einen Dialog mit anderen Creators, Engineers und Künstler*innen in aller Welt anzustoßen. Ihr Ziel ist es, eine kreative Gemeinschaft zu stärken, die gemeinsame Werte in den Mittelpunkt stellt.

Moon Rabbit
Seit jeher blicken wir Menschen zum Himmel und fragen uns nach der Natur unserer Existenz. Und wer weiß, vielleicht werden wir diese fundamentale Frage eines Tages mit unseren „digitalen Sprösslingen“ diskutieren? Wenn ja, werden diese uns helfen können, in den am Sternenhimmel verborgenen Mustern und Daten Antworten zu finden? In einer mehrmonatigen Forschungs- und Entwicklungsphase wollen Sarah Petkus und Mark J. Koch den Versuch unternehmen, KI-Systemen beizubringen, verschiedene Formen und Objekte in Bildern von Sternhaufen, Planetenoberflächen und anderen Himmelskörpern zu erkennen. „Moon Rabbit“ soll helfen, aus Menschen und „KIs“ ein Team zu bilden, dessen Fokus darauf liegt, im Abstrakten Bedeutung zu entdecken. Und vielleicht entwickeln diese maschinellen Systeme dabei ja sogar eine eigene Persönlichkeit und eigene Meinungen?

European ARTificial Intelligence Lab
Die AI-Lab-Residency „Astronomy x AI“ wurde im Rahmen des European ARTificial Intelligence Lab ausgeschrieben. Das AI Lab richtet sich an Künstler*innen, die mit AI-Anwendungen arbeiten und/oder deren Einsatz und Auswirkungen auf unsere Gesellschaft reflektieren. Finanziert wird die Initiative aus dem Creative Europe Programme der Europäischen Union. Die Residency beginnt mit einem 4-6-wöchigen Aufenthalt am Leiden Observatorium, der zweite Teil führt die Gewinner*innen für 3-6 Wochen ans Ars Electronica Futurelab, wo ein von der Residency am Leiden Observatory inspiriertes Projekt entwickelt und realisiert wird.

Die Sternwarte Leiden
Die Sternwarte Leiden ist das astronomische Institut der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leiden. Es wurde 1633 gegründet und ist das älteste heute in Betrieb befindliche Universitätsobservatorium mit einer sehr reichen Tradition. Die Sternwarte Leiden betreibt erstklassige Forschung auf dem Gebiet der Strukturbildung im Universum und der Entstehung und Entwicklung von Galaxien, der Entdeckung und Charakterisierung von Exoplaneten sowie der Entstehung von Sternen und Planetensystemen. Das Institut besteht aus etwa 35 Fakultäts- und Hilfsfakultäten, 50 Postdoktoranden, 50 MSc- und 80 PhD-Studenten sowie 30 Hilfskräften. Innerhalb der wissenschaftlichen Fakultät arbeitet das Institut eng mit dem Leidener Institut für Physik, dem Mathematischen Institut und dem Leidener Institut für fortgeschrittene Informatik zusammen.

Ars Electronica
Ars Electronica ist eine in Linz ansässige weltweit einmalige Plattform für Kunst, Technologie und Gesellschaft, die seit 1979 die digitale Revolution analysiert und kommentiert. Im Mittelpunkt stehen dabei stets aktuelle Entwicklungen und mögliche Zukunftsszenarien und die Frage, wie diese das Leben der Menschen verändern werden.

 

Bild (c) Ars Electronica