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Freitag, den 19. März 2021 07:00

For Education, Innovation or Art


Get your Ars Electronica Home Delivery SERVICE! - Symbolbild

Get your Ars Electronica Home Delivery SERVICE!

Ob Volksschule oder HTL, ob KMU aus der Region oder internationaler Konzern, ob öffentliche Gebietskörperschaft oder Interessensvertretung, ob Kunstmuseum, Science Center oder Universität – ihnen allen unterbreitet Ars Electronica ab sofort ein neues Angebot.

„Unsere neuen ‚Ars Electronica Home Delivery SERVICES‘ sind virtuelle und interaktive Programme und Angebote, die das Know-how von Ars Electronica online erschließen und damit auch das kreative und innovative Potential von Künstler*innen für die Sparten Education, Events, Innovation und Art nutzbar machen“, fasst Gerfried Stocker, künstlerischer Geschäftsführer von Ars Electronica, zusammen.

„Eine Krise nicht bloß durchtauchen, sondern zum Anlass nehmen, um voranzugehen und auszuloten, in welche Richtung es in Zukunft gehen könnte – genau das ist es, was Ars Electronica seit 1979 zu einem so wichtigen Innovationstreiber für Linz macht“, betont Bürgermeister Klaus Luger. „Mit den ‚Home Delivery SERVICES‘ stellt sich Ars Electronica einmal mehr auf neue Zeiten ein. Dieses neue Angebot unterstreicht unsere Bestrebungen, starke Digitalisierungsschritte in der Landeshauptstadt zu setzen. Unser Programm ‚Digitales Linz‘ mit zahlreichen Angeboten für die Linzerinnen und Linzer wie auch der neue Digital Innovation Hub für die KMU Szene festigt unseren starken Wirtschafts- sowie Innovationsstandort.“

„Die Corona-Krise hat den technologiegetriebenen Wandel unserer Gesellschaft weiter beschleunigt“, meint auch Doris Lang-Mayerhofer, Kulturstadträtin und Beiratsvorsitzende von Ars Electronica. „Die Herausforderungen, die vor uns liegen, könnten größer nicht sein – und genau hier kann die Kunst entscheidende Impulse beisteuern. Mit den neuen ‚Home Delivery SERVICES‘ hat Ars Electronica Formate entwickelt, die das Innovationspotential der Kunst und den Innovationsbedarf der Wirtschaft nun auch virtuell perfekt miteinander verbinden.“

„Damit erschließen wir eine zusätzliche Wertschöpfungskomponente, die uns das Know-how unseres internationalen Netzwerks noch stärker als bisher in unser ganzjähriges Angebot integrieren lässt“, sieht Markus Jandl, kaufmännischer Geschäftsführer von Ars Electronica, großes Potential in diesem weiteren Brückenschlag zwischen Kunst und Wirtschaft.

Virtuell, innovativ, kostenfrei – im Mai 2020 geht „Home Delivery“ online
Mit einem Klavierkonzert von Maki Namekawa und Dennis Russell Davies und Visualisierungen von Cori O’Lan geht „Ars Electronica Home Delivery“ am 1. Mai 2020 zum allerersten Mal online. Das vom AK Zukunftsfond unterstützte neue Format macht zunächst aus der Not – Stichwort Lockdown – eine Tugend und liefert dann Woche für Woche Führungen, Präsentationen, Tutorials und Konzerte aus dem Ars Electronica Center. „Wir haben bei null begonnen und eine wirklich steile Lernkurve hingelegt“, blickt Gerfried Stocker zurück. „Schon nach den ersten, mitunter holprigen Live-Einstiegen waren wir uns einig, dass wir nicht an einer Corona-Notlösung herumbasteln, sondern eine neue und nachhaltige Vermittlungsschiene von Ars Electronica etablieren wollen.“ Fast genau ein Jahr später tragen die Anstrengungen Früchte – und alles ist bereit für den nächsten großen Schritt.

Kund*innenorientiert, interaktiv, kostenpflichtig – im März 2021 starten die „Home Delivery SERVICES“
„Mit ‚Ars Electronica Home Delivery SERVICES‘ richten wir uns an Kund*innen, deren Branchen sich allesamt im Umbruch befinden“, sagt Karin Gabriel, die die Future Thinking School leitet und ab sofort auch die neuen SERVICES koordiniert. „Wir helfen unseren Kund*innen zu verstehen, was die technologiegetriebenen Veränderungen für unsere Gesellschaft und ihre Zielgruppen bedeuten und unterstützen sie dabei, die für sie entscheidenden Fragestellungen für die Zukunft zu entwickeln.“

Interessen und Bedarfe der Kund*innen bilden daher stets den Ausgangspunkt. „Wir gehen zuallererst einmal auf unsere Kund*innen ein und klären ab, was genau sie erwarten. Dann entwickeln wir maßgeschneiderte Programme“, sagt Karin Gabriel. Zentralen Stellenwert hat dabei stets die Interaktion. „Wir arbeiten mit einfachen, aber sehr effektiven Tools wie Miro Boards oder Mentimeter-Umfragen, um die Teilnehmer*innen aktiv zu involvieren.“

Präsentiert, ausprobiert, diskutiert und reflektiert wird inmitten der Ausstellungen, Labs oder im Deep Space 8K des Ars Electronica Center. „Wer hat schon eine Infrastruktur wie das BioLab, das CitizenLab, das MaterialLab, das Machine Learning Studio oder den Deep Space 8K, wer kann so viele künstlerische Installationen für spannendes Storytelling rund um Zukunftsfragen nutzen?“, betont Karin Gabriel den einmaligen Charakter der „Home Delivery SERVICES“.

Stichwort Einmaligkeit. Entwickelt und durchgeführt werden die virtuellen Workshops, Talks, Break-out Sessions, Tours, Ausstellungen und Konzerte von und mit Expert*innen aus allen Bereichen von Ars Electronica – von den Infotrainer*innen und Pädagog*innen des Ars Electronica Center über die Kurator*innen des Ars Electronica Festival und des Prix Ars Electronica bis zu den Künstler*innen und Forscher*innen des Ars Electronica Futurelab oder den Entwickler*innen von Ars Electronica Solutions. Darüber hinaus wirken auch zahlreiche Kreative aus dem internationalen Netzwerk der Linzer Plattform für Kunst, Technologie und Gesellschaft an den „Home Delivery SERVICES“ mit.

Schon zum Auftakt umfasst das Portfolio mehr als 20 verschiedene Programme für die Sparten Education, Innovation, Events und Art.

Ars Electronica Home Delivery SERVICES for Education
Ein Ausflug auf den Olymp der modernen Astronomie, wo nicht nur das „Very Large Telescope“ in Augenschein genommen, sondern auch gleich mit dem dortigen Personal der ESO gefachsimpelt wird? Oder lieber ein Trip, der Licht in die Black Box „Artificial Intelligence“ wirft und zeigt, was künstliche neuronale Netze besser können als jeder Mensch auf diesem Planeten – und worin sie jedem Krabbelstubenkind hoffnungslos unterlegen sind? Oder doch der Besuch im Kinderforschungslabor, wo Tardi, das Bärtierchen, schon ungeduldig darauf wartet, endlich aufzubrechen und an verschiedenen Stationen spielerisch zu erkunden, welche Technologien und Tools wir alle schon morgen tagtäglich verwenden werden. „Unser virtuelles Schulprogramm ist schon jetzt ein Renner“, sagt Christoph Kremer, Leiter des Ars Electronica Center. „40 bis 50 Buchungen pro Woche zeigen, dass unsere Workshops, Führungen und Talks für alle möglichen Schulstufen und -typen richtig gut ankommen.“ Um die seit Monaten schwer unter Druck stehenden Schüler*innen und Lehrer*innen bestmöglich zu unterstützen, können alle Angebote bis Ende des laufenden Schuljahres kostenlos gebucht werden. „Erst ab September 2021 werden wir für unser Schulprogramm die üblichen Tarife verrechnen“, sagt Christoph Kremer.

Ars Electronica Home Delivery SERVICES for Innovation

Künstler*innen überraschen uns mit ihren ungewöhnlichen Zugängen und Blickwinkeln. Sie gehen anders an die Dinge heran. Wer aber sagt, dass nicht genau das auch in anderen Branchen Erfolg versprechen kann? „Im Rahmen unseres „Art Thinking“-Workshops helfen die Künstler*innen und Forscher*innen des Ars Electronica Futurelab dabei, Denkstrategien der Kunst auch in Wirtschaft und Industrie anzuwenden und hier die kreative Entwicklung neuer Projekte, Produkte oder Dienstleistungen anzustoßen“, sagt Hideaki Ogawa, Director des Ars Electronica Futurelab.

Nachhaltigkeit und Neo-Ökologie sind zu Recht in aller Munde – der Weg zur individuellen Lösungsstrategie, die den konkreten Anforderungen des eigenen Unternehmens entspricht, ist dennoch steinig. „Mit unserem „Sustainability Thinking“-Workshop unterstützen die Expert*innen von Ars Electronica Solutions und des Institute for Clean Technology Unternehmen dabei, den eigenen Weg in eine nachhaltige Zukunft zu finden“, so Chris Bruckmayr, Head of Products & Events bei Ars Electronica Solutions.

„Die Workshops rund um ‚Art Thinking‘ und ‚Sustainability Thinking‘ sind zwei spannende Beispiele, wie wir die Expertise von Kunst für Industrie und Wirtschaft nutzbar machen“, so Karin Gabriel.

Ars Electronica Home Delivery SERVICES for Events

Die Verbindung von Marken und Produkten von Unternehmen einerseits und den Zugängen und Narrativen von Ars Electronica andererseits ist seit Jahren ein Erfolgsrezept. Seit März 2020 wird dies nicht nur vor Ort, im und rund um das Ars Electronica Center umgesetzt, sondern auch im Rahmen hybrider oder virtueller Events. Die maßgeschneiderten Break-out Sessions, Kund*innenevents und Produktpräsentationen bestechen durch ihre innovative Inszenierung und garantieren ein völlig neues Erlebnis. „Unsere Kund*innen wollen ihre Themen mit mehr Information und vor allem mehr Emotion aufladen – und genau dabei helfen wir“ sagt Andreas Bauer, Leiter des Ars Electronica Center. „Vergangenen September inszenierten wir die Weltpremiere des Rosenbauer RT Feuerwehrfahrzeugs für Kund*innen in Linz, Berlin, Amsterdam und Dubai als innovativen Hybrid-Event – und es freut uns sehr, dass die Österreich Werbung das kürzlich als Best Practice Beispiel für diese Eventkategorie ausgewählt hat.“

Ars Electronica Home Delivery SERVICES for Art
Tausende Medienkünstler*innen aus aller Welt reichen Jahr für Jahr ihre neuen Projekte beim Prix Ars Electronica ein. Im Rahmen des neuen „Curators Bootcamp“ erhalten Kurator*innen privatwirtschaftlich oder öffentlich finanzierter Kunst- und Kultureinrichtungen nun Zugang zum weltgrößten Medienkunstarchiv und können gemeinsam mit den Expert*innen und Juror*innen des Prix Ars Electronica innovative Ausstellungs- und Vermittlungskonzepte erarbeiten.

Stichwort Innovation. Trotz lokaler Lockdowns und weltweiter Reisebeschränkungen fand im September 2020 das internationalste Ars Electronica Festival aller Zeiten statt. Statt zu versuchen, hier in Linz alles irgendwie „Corona-tauglich“ zu gestalten, wurde der Event völlig neu, also dezentral und hybrid, konzipiert – die Ars Electronica, die bislang immer nur in Linz stattfand, gastierte plötzlich an 120 Locations in aller Welt und im Internet. „2020 haben wir viel gewagt und noch mehr gelernt“, sagt Martin Honzik, CCO von Ars Electronica. „Auf diesen Erfahrungen wollen wir 2021 und darüber hinaus aufbauen und die Ars Electronica zum internationalen Role Model dafür machen, wie ein Festival des 21. Jahrhunderts funktionieren muss.“ Die seit dem vergangenen September ständig eintrudelnden Anfragen, ob und wie man Teil dieses innovativen Unterfangens werden kann, haben nahegelegt, eine solche Beteiligung als eigenes „Home Delivery SERVICE“ anzubieten.

Wie buchen Kund*innen ein SERVICE von Ars Electronica Home Delivery?

„Auf ars.electronica.art/homedeliveryservices ist unser gesamtes Portfolio abgebildet“, so Karin Gabriel. „Ein Klick auf ein entsprechendes Angebot öffnet eine kompakte Zusammenfassung des jeweiligen Inhalts, eine Beschreibung des Formats, Angaben zu Ablauf und Methodik sowie zur maximalen Teilnehmer*innenzahl.“ Der Erstkontakt erfolgt via Email. „Unsere Kund*innen füllen ein kurzes Online-Formular aus und eröffnen damit, in welche Richtung das Interesse geht, wir melden uns mit einem Vorschlag telefonisch zurück – und los geht’s!“

 

Bild (c) Ars Electronica – Robert Bauernhansl