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Mittwoch, den 19. Dezember 2018 13:00

Jännerrallye ist ein Wirtschaftsturbo


Baumschlager - Rallyewagen - Imagebild

Mit der Jännerrallye steigt auch die Freistädter Wirtschaft kräftig aufs Gas

„Mit der Jännerrallye, die vom 3. bis 5. Jänner im Mühlviertel gleichsam die Motorsportsaison eröffnet, steigt auch die Freistädter Wirtschaft bereits zu Jahresbeginn 2019 wieder kräftig aufs Gas“, freut sich WKO-Bezirksstellenobfrau Gabriele Lackner-Strauss schon jetzt auf die Rallyepiloten und ihren Begleittross.

Dieses Motorsportspektakel hat in den verganenen Jahren in der Region Freistadt spürbar gefehlt, verweist die WKO-Obfrau etwa auf die Tourismusbilanzen. Zählte der Bezirk Freistadt im Winter-Tourismushalbjahr November 2014 bis April 2015 dank der Jännerrallye noch 87.456 Nächtigungen, so sackten diese in den beiden darauffolgenden rallyefreien Saisonen deutlich um 9,1 und 11,8 Prozent ab. Nach dem geglückten Restart im heurigen Jahr als ÖM-Lauf hofft Lackner-Strauss Anfang 2019 auf einen weiteren tollen Rallyeauftakt. Dies umso mehr, weil diese Veranstaltung ja auch unter FIA-Beobachtung für mögliche künftige EM-Läufe steht, die natürlich noch mehr internationales Interesse auf die Rallyedestination Freistadt werfen würden.

Gerade im nachweihnachtlichen „Winterschlaf“ ist die Jännerrallye ein ganz wertvoller Wirtschaftsimpuls für die Region Freistadt und darüber hinaus, ergänzt WKO-Leiter Dietmar Wolfsegger, dass nicht nur der Tourismus von diesem Motorsportevent profitiert, denn auch Gewerbe-, Handels-, Dienstleistungs- und Verkehrsbetriebe dürfen sich über klingende Kassen freuen.

Die WKO Freistadt rechnet damit, dass die Rallye mit ihren Akteuren und den motorsportinteressierten Besuchern rund 3,25 Mio. Euro in die Region spült. Zugrundegelegt werden dieser Schätzung rund 5000 Nächtigungen im Umkreis von 25 km. Wolfsegger konkret: „Man kann erwarten, dass jeder Nächtigungsgast während der Rallye täglich rund 90 Euro für Nächtigung, Getränke, Speisen, Rauchwaren, Zeitschriften, Treibstoff, Textilien etc. ausgibt, was in Summe etwa 450.000 Euro ausmacht. Tagesgäste geben täglich rund 35 Euro aus, woraus sich bei geschätzten 80.000 Besuchern ein Umsatz von rund 2,8 Mio. Euro errechnet.“ Für weitere 200.000 Euro Umsatz sorgt die Rallyeorganisation selbst mit Druck, Werbung, Nächtigungen, Aufwendungen für Sicherheit, Messehallennutzung etc.

Nicht unerwähnt lassen Lackner-Strauss und Wolfsegger auch die indirekte Wertschöpfung. Von der Begeisterung für den Rallyesport profitieren beispielsweise auch Kfz-Tuningbetriebe, zitiert Wolfsegger ein Freistädter Tuningunternehmen, das angibt, die Hälfte seiner Umsätze aus dem Rallyesport zu lukrieren. Erfreut zeigt sich WKO-Obfrau Lackner-Strauss zudem von der Destinationswerbung: „Viele Medien berichten in Rundfunk, TV und Print im Zusammenhang mit der Rallye über Freistadt und das Mühlviertel. Tagesgäste finden zudem Gefallen an unserer Region und besuchen diese auch außerhalb der Rallyetage und machen hier gerne Kurzurlaube zum Langlaufen, Wandern und Reiten oder Kulturaufenthalte etc.“


Bild: BRR-Rallyefahrzeug