Sie sind hier: WIRTSCHAFT/POLITIK
Donnerstag, den 04. Juli 2019 07:00

Populistische Diskussionen


OÖVP-Sozialsprecher LAbg. Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer

OÖVP-Hattmannsdorfer: Valorisierung des Pflegegeldes sichtbares Zeichen der Wertschätzung

Aber: Populistische Diskussionen im Vorwahlkampf verhindern dringende Neuaufstellung des Pflegegeldes

Positiv reagiert OÖVP-Sozialsprecher LAbg. Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer auf die Valorisierung des Pflegegeldes, die gestern Abend in der Sitzung des Nationalrates beschlossen wurde. „Wir werden in Zukunft jede pflegende Hand brauchen. Die Erhöhung ist ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung und der Unterstützung für pflegende Angehörige und pflegende Mitarbeiter.“

„Noch wichtiger wäre allerdings, endlich eine Neuaufstellung des Pflegegelds zu erreichen. Es ist bedauerlich, dass wegen der populistischen Diskussionen im Vorwahlkampf eine intelligente und zielgerichtete Erhöhung des Pflegegeldes nicht möglich war. Stattdessen hat man wieder einmal den einfachen Weg genommen und die Gießkanne bedient“, kritisiert Hattmannsdorfer.

Hattmannsdorfer verweist auf zwei wesentliche Herausforderungen: „Viele Heime sind mittlerweile voll ausgelastet. Durch den Wegfall des Pflegeregresses ist die Nachfrage nach Heimplätzen zusätzlich gestiegen. Daher braucht es vor allem einen Bonus für die Pflege zuhause. Der größte Wunsch der älteren Menschen ist es, so lange wie möglich daheim zu blieben. Unser Pflegesystem muss auf diesen Wunsch ausgerichtet sein.“

Als zweiten Punkt fordert Hattmannsdorfer außerdem, dass die Demenz in der Pflegegeldeinstufung höher bewertet wird. „Die aktuelle Bewertung mit 25 Stunden extra ist bei Weitem nicht ausreichend – vor allem nicht bei stärkerer Demenz“, so Hattmannsdorfer.

 

Bild (Land OÖ): OÖVP-Sozialsprecher LAbg. Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer


Mehr in dieser Kategorie: