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Freitag, den 29. Januar 2021 07:00

Finanzielle Abgeltung


Landeshauptmann Thomas Stelzer

LH Stelzer zum umfassenden OÖ-Paket für Gesundheits- und Pflegeberufe: „In Oberösterreich unterstützen wir jene, die in der Krise besonders gefordert sind“

Im Rahmen der heutigen Landtagssitzung erläuterte Landeshauptmann Thomas Stelzer das umfassende OÖ-Paket für Gesundheits- und Pflegeberufe: „Insbesondere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Gesundheitseinrichtungen, in der Alten- und Pflegeheimen sowie in den Spitälern sind in der Corona-Krise einer besonders hohen Belastung ausgesetzt. Sie tragen dazu bei, dass Menschen in dieser herausfordernden Situation sieben Tage die Woche, rund um die Uhr betreut, gepflegt und versorgt werden. Es ist ein Einsatz, der Dank und höchste Wertschätzung verdient! Daher bekennt sich das Land Oberösterreich auch ganz klar zur Unterstützung dieser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so der Landeshauptmann.

Erstens: 500 Euro Prämie für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Pflege- und Gesundheitsberufen
Erster Schritt des OÖ-Pakets für Gesundheits- und Pflegeberufe war die 2020 bereits ausbezahlte steuerfreie Prämie von 500 Euro pro Vollzeitbeschäftigtem für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern -  unabhängig von Berufsgruppe und Einsatzart!

Zweitens: Corona-Zulage für außerordentliche Belastung im direkten Kontakt mit Covid-Patientinnen und Patienten
„Im zweiten Schritt erhalten gezielt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an allen oö. Spitälern, in den Alten- und Pflegeheime, in den Einrichtungen nach dem Chancengleichheitsgesetz sowie der mobilen Pflege, welche in Schutzbekleidung direkt Corona-Patientinnen oder -Patienten versorgen und damit besonders belastet sind, eine eigene Zulage in Höhe von bis zu 241 Euro pro Monat für November und  Dezember 2020 sowie Jänner 2021“, erklärt Stelzer.

Drittens: Lohnerhöhungen und bessere Arbeitsbedingungen im Pflegebereich
„Im dritten Schritt dieses Pakets treten ab kommenden Montag, 1.2.2021, eine Lohnerhöhung für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Pflegebereich sowie ein Bündel an Maßnahmen in Kraft, mit dem wir die Arbeitsbedingungen in der Pflege spürbar verbessern“, so Stelzer. Insgesamt werden in die Lohnerhöhung und Arbeitsverbesserung 33,7 Mio. Euro jährlich investiert. Beispielsweise erhalten durch die Lohnerhöhungen etwa Kreiszimmer-Hebammen in der mittleren Gehaltsstufe 196 Euro pro Monat mehr und diplomierte Krankenschwestern und Pfleger in der mittleren Gehaltsstufe um 170 Euro monatlich mehr.

Für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen wird nun in Alten- und Pflegeheimen ab 60 Betten ein zweiter Nachtdienst eingerichtet und die Anstellung von zusätzlichem Hilfspersonal ermöglicht. Zudem werden etwa Abgeltungen für kurzfristiges Einspringen deutlich verbessert und auch die Abgeltung der Anwesenheitsbereitschaft in den Krankenhäusern erhöht. Wesentlicher Teil ist auch eine Arbeitszeitverkürzung in den Alten- und Pflegeheimen für das Pflegepersonal auf eine annähernde 39 Stundenwoche sowie die Verankerung eines Recht auf Vollzeitbeschäftigung bei Teilzeitbeschäftigten im Pflegebereich.

„OÖ-Corona-Härtefonds“  - Unterstützung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
Landeshauptmann Stelzer verweist zudem auf den OÖ-Corona-Härtefonds für Arbeitnehmer, den Oberösterreich gemeinsam mit der Arbeiterkammer geschaffen habe: „Es gibt viele Arbeitnehmer, die durch Corona besonders gefordert sind beziehungsweise sich aktuell auf Grund von Einkommensverlusten in einer finanziell schwierigen Phase befinden. Diese unterstützen wir mit bis zu 500 Euro pro Person“, führt Stelzer aus und bedankt sich explizit bei AK-Präsident Johann Kalliauer und der Gewerkschaft für die Einigung und die gute Zusammenarbeit.

 

Bild (c) Land OÖ