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Samstag, den 06. März 2021 07:00

Verdoppelung der Erstimpfungen in OÖ


Gesundheitsreferentin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander und Rot Kreuz OÖ-Präsident Walter Aichinger machten sich bei einem Besuch in Walding selbst ein Bild vor Ort an einer Impfstraße.

Zusätzliche BioNTech/Pfizer Impfstoff-Lieferung – Bereits Impfangebot für Gruppe der 79-Jährigen | Oberösterreich begrüßt Klarstellung des nationalen Impfgremiums zu AstraZeneca

In Oberösterreich wird mit Hochdruck an den Schutzimpfungen gegen COVID 19 gearbeitet. Durch eine zusätzliche Lieferung des BioNTech/Pfizer Impfstoffes kann 9.342 Personen mehr ein Impfangebot gemacht werden. Damit können der älteren Bevölkerung in der kommenden Woche 17.387 Termine zur Erstimpfung angeboten werden. Daher beginnt man, neben der laufenden Einladung von über 80-Jährigen, bereits 79-jährige Impfwillige, die sich registriert haben, zu kontaktieren. Auch für weitere 6.228 Hochrisikopatientinnen und -patienten, wie auch für deren Angehörige, gibt es in der kommenden Woche ein Angebot.

Gerade für unsere älteren Landsleute ist es besonders wichtig, rasch einen Schutz durch eine Impfung zu bekommen. Mit dem Beginn auch 79-Jährige einladen zu können und weitere Hochrisikopatientinnen und -patienten impfen zu können, machen wir einen weiteren großen Schritt. Wenn wir sie so rasch wie möglich schützen können, bedeutet das auch eine Entlastung des Gesundheitssystems", betont Gesundheitsreferentin LH-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander.

Oberösterreich hat dabei die Impfstrategie des Bundes zur Grundlage und ist gerade in der Personengruppe der über 75-Jährigen bundesweit im Spitzenfeld. Mit dem heutigen Tag wurden bereits 129.555 Impfungen durchgeführt. 46,8 Prozent aller Erstimpfungen sind dabei an über 75-Jährige ergangen.

In den Kalenderwochen 8 (19.860) und 9 (18.076) wurden jeweils knapp 20.000 Erstimpfungen an Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher verabreicht. Kommende Woche werden es bereits rund doppelt so viele sein (38.910), insbesondere durch die Impfungen von über 79-Jährigen (17.387) und Hochrisikopatientinnen und -patienten (6.228).

„Derzeit arbeiten wir intensiv daran die Voraussetzungen zu schaffen, um bestmöglich die Impfung der Gesamtbevölkerung vorzubereiten. An sieben Impfstraßen in den Bezirken sammeln wir bereits wertvolle Erfahrungen", betont Haberlander, die sich heute bei einem Besuch in Walding selbst ein Bild vor Ort an einer Impfstraße machte.

Aktuell werden in OÖ geimpft:

  • Hochrisikopatientinnen und -patienten
  • Angehörige der Hochrisikopatientinnen und -patienten
  • Über 80-Jährige
  • Start der Impfung der 79-Jährigen
  • Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtungen nach dem Chancengleichheitsgesetz
  • Rettungsdienste (etwa Bergrettung)
  • Weiter Impfung in den Alten- und Pflegeheimen

Auf oesterreich-impft.at registrieren, um informiert zu werden
Voraussetzung eine Einladung zu einem Impftermin zu bekommen, ist die Registrierung auf oesterreich-impft.at. Derzeit sind 221.635 Personen angemeldet. Mit der Registrierung erhält man regelmäßig Infos zum Impffortschritt und eine Einladung zu einem Impftermin sobald es möglich ist. „Auch für jene Landsleute, die sich noch nicht registriert haben und in eine der Gruppen fallen, die bereits geimpft wurden bzw. die Impfung bereits begonnen wurde, können sich noch jederzeit anmelden und erhalten bei nächster Gelegenheit eine Einladung", betont Haberlander.

Oberösterreich begrüßt Klarstellung des nationalen Impfgremiums zu AstraZeneca
„Wir begrüßen die Klarstellung des nationalen Impfgremiums, dass von nun an AstraZeneca auch für Personen über 65 Jahren empfohlen ist. Das gibt uns mehr Flexibilität im Einsatz der Impfstoffe. In Oberösterreich gingen bereits knapp 46 Prozent aller Erstimpfungen an die Personengruppe der über 75-Jährigen. Damit ist Oberösterreich im bundesweiten Vergleich im Spitzenfeld. Da Oberösterreich diesen Weg bereits eingeschlagen hat und die Vorbereitungen bzw. Umsetzungsschritte für die Impfungen weit fortgeschritten sind, bedarf es in der Planung Oberösterreichs bis Ostern keiner wesentlichen Änderungen", betont Gesundheitsreferentin LH-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander

„Die Aufhebung der oberen Altersbegrenzung für den Impfstoff von AstraZeneca ist nun ausreichend abgesichert durch Studiendaten, die auch in der Altersgruppe ab 65 Jahren eine ausgezeichnete Wirksamkeit bestätigen“, so Primar Priv.-Doz. Dr. Bernd Lamprecht, Vorstand der Klinik für Lungenheilkunde am Kepler Universitätsklinikum.

 

Bild (Land OÖ/Ernst Grilnberger): Gesundheitsreferentin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander und Rot Kreuz OÖ-Präsident Walter Aichinger machten sich bei einem Besuch in Walding selbst ein Bild vor Ort an einer Impfstraße.