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Samstag, den 20. März 2021 07:00

Corona-Impfung in OÖ


SPÖ Bezirksvorsitzende Bettina Lancaster im Zeughaus der FF Steinbach/Ziehberg

Möglichst rasche Einladung an Ü-65-Jährige | Nicht auf die Freiwilligen Feuerwehren vergessen | „Impfverzögerung bei Polizei unverständlich und fahrlässig!“

Bildungspersonal in Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen, Volks- und Sonderschulen erhält heute Einladung
Nach der gestrigen Klarstellung der EMA, dass der Impfstoff Astra Zeneca weiterhin empfohlen wird, schreiten die Impfungen sowie die Planungen in Oberösterreich weiter voran. Durch den Erlass des Bundes sind rund 280.000 Mitbürgerinnen und Mitbürger in OÖ über 65 Jahren jetzt prioritär zu impfen. Derzeit wird daran gearbeitet, dieser Gruppe möglichst rasch ein Angebot zu geben. Momentan sind von dieser Gruppe bereits mehr als 84.000 Personen auf www.ooe-impft.at registriert. Mehr als 77.000 Personen der über 65-Jährigen in unserem Land sind bereits geimpft. Der Großteil mit mehr als 56.000 Impfungen betrifft die über 80-Jährigen. Hier haben wir in OÖ bereits eine Quote von rund 70 Prozent.

In der kommenden Woche werden die Einladungen für die Altersgruppen über 76 Jahren, die auf der Plattform registriert sind, versendet – bereits geimpft werden die über 77-Jährigen. Dafür stehen rund 10.500 Impftermine in der kommenden Woche zur Verfügung. Gleichzeitig werden weiterhin die Hochrisikopatientinnen und -patienten von den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten geimpft sowie die Immunisierung bei Bewohnerinnen und Bewohnern in Einrichtungen nach dem Chancengleichheitsgesetz fortgesetzt.

Rund 14.200 Termine für Personal im Bildungsbereich
Wie angekündigt, stehen am 26. und 27. März rund 14.200 Termine für Impfungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bildungsbereich zur Verfügung. Heute erfolgte die Einladung an das Personal in den Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen sowie der Volks- und Sonderschulen. Damit ist gewährleistet, dass jene zuerst ein Angebot erhalten, wo das Einhalten des Sicherheitsabstandes am schwersten möglich ist. Für das Bildungspersonal in den älteren Stufen wird je nach Impfstoff-Verfügbarkeit in der kommenden Phase ein Angebot gemacht.

Auf www.ooe-impft.at registrieren, um Impfangebot zu erhalten
Der Krisenstab des Landes OÖ weist in diesem Zusammenhang nochmals darauf hin, dass eine Registrierung auf www.ooe-impft.at notwendig ist, um möglichst rasch ein Impfangebot zu erhalten. Daher werden alle – aber insbesondere die Gruppe der über 65-Jährigen – eingeladen, sich zu registrieren.

Bettina Lancaster (SPÖ) fordert Eigenanwendungstests und Berücksichtigung im nationalen Impfplan
Die Freiwilligen Feuerwehren im Bezirk Kirchdorf, 43 an der Zahl, hatten im letzten Jahr über 400 Corona-Einsätze. 4692 ehrenamtliche Stunden wurden dabei zur Unterstützung der Corona-Maßnahmen erbracht. Ob es die Vortriage beim Eingang zum Pyhrn-Eisenwurzenklinikum, oder die Mitwirkung bei der Testung von Pädagoginnen und Pädagogen, oder die Unterstützung bei den Massentests war, die Freiwilligen Feuerwehren waren auf Abruf dabei und erbrachten ihre vielfältigen Leistungen – von administrativen Tätigkeiten bis zur Verkehrsregelung.

Während die Einsatzstunden sich im Vergleich zu den Vorjahren kaum verändert haben, kam es bei den Stunden für die Jugendarbeit, Lehrgänge und Ausbildung zu drastischen Rückgängen, auch die für die Einsatzbereitschaft so wichtigen Übungen wurden stark zurückgefahren. „Die Freiwilligen Feuerwehren müssen schnell wieder zu ihrer Qualifizierungsarbeit und Jugendarbeit zurückfinden. Es geht um die Sicherheit in unseren Gemeinden!“, so der Appell von SPÖ-Bezirksvorsitzender Bettina Lancaster.

Die Freiwilligen Feuerwehren wurden beim nationalen Impfplan der Bundesregierung nicht einmal erwähnt. „Ein großer Fehler!“, wie Lancaster aufzeigt. „Die Freiwilligen brauchen Sicherheit. Das Ansteckungspotential muss so niedrig wie möglich gehalten werden. Dazu gehören Eigenanwendungstests für die Feuerwehren nach dem Modell der Schulen“, so Lancaster und abschließend in Richtung Regierung: „Bitte vergessen Sie unsere Feuerwehren und ihre freiwilligen Helferinnen und Helfer nicht!“

Welser Sicherheitsreferent Kroiß: „Impfverzögerung bei Polizei unverständlich und fahrlässig!“
Nicht nachvollziehbar ist für den Welser Sicherheitsreferenten Vizebürgermeister Gerhard Kroiß die Zurückreihung der Polizei bei den COVID-19-Schutzimpfungen durch das Gesundheitsministerium.

Wie in ganz Österreich ist auch im Stadtpolizeikommando Wels der Unmut über die medial bekanntgegebene Impfverschiebung groß. Schließlich ist die Exekutive seit einem Jahr nicht nur bei der Kontrolle der Corona-Sicherheitsbestimmungen an vorderster Front. Bei der Überprüfung oder Festnahme von Bürgern (die sich nicht immer kooperativ und manchmal auch aggressiv zeigen) ist die Ansteckungsgefahr für die Polizisten besonders groß. Dass nach den Feuerwehren im Februar nun eine weitere Blaulichtorganisation länger als nötig auf die dringend benötigten Corona-Schutzimpfungen warten muss, zeigt für den Welser Sicherheitsreferenten, dass die Prioritätenreihung fernab jeglicher Realität erstellt worden sei, weil: „Schützen kann nur, wer selbst geschützt ist!“

Sicherheitsreferent Vizebürgermeister Gerhard Kroiß: „Der Spruch ‚Undank ist der Welten Lohn‘ trifft hier leider voll zu – den Unmut der Kollegen vom Stadtpolizeikommando Wels über die Impfverschiebung teile ich voll und ganz. Diese Entscheidung ist nicht nur unverständlich, sondern meiner Ansicht nach auch grob fahrlässig. Das Gesundheitsministerium ist aufgefordert, hier rasch eine Korrektur vorzunehmen!“

 

Bild (c) SPÖ Kirchdorf