Sie sind hier: WIRTSCHAFT/POLITIK
Samstag, den 27. März 2021 07:00

OÖ setzt 6-Wochen-Impfintervall um


LH-Stv. Mag.a Christine Haberlander

LH-Stv. Mag.a Christine Haberlander: rund 67.000 zusätzliche Menschen erhalten dadurch in den kommenden Wochen rascher Grundimmunisierung

Impfplan des Landes wird aufgrund von neuen Empfehlungen des Nationalen Impfgremiums zu einem längeren Impfintervall angepasst

Auf Empfehlung des Nationalen Impfgremiums soll künftig das Impf-Intervall für mRNA-Vakzine (BioNTech/Pfizer und Moderna) verlängert werden. Damit soll in Zukunft die zweite Dosis erst nach sechs Wochen verimpft werden, anstatt wie bisher bei BioNTech/Pfizer nach drei Wochen und bei Moderna vier Wochen. Oberösterreich wird diese Empfehlungen umsetzen, um mehr Menschen schneller impfen zu können. Für alle, die bereits eine Impfung erhalten haben, wird sich der Zweitimpftermin nicht verändern und bestehende Erstimpftermine werden nicht verschoben. Erst bei einer Erstimpfung ab der kommenden Woche wird das neue 6-Wochen-Intervall zur Anwendung kommen.

„Die Hoffnung auf einen Impfstoff hat in den vergangenen Monaten vielen geholfen. Aber klar ist, je rascher wir mit der Impfung voranschreiten, desto rascher wird ein normales Leben wieder möglich werden. Wir müssen aber geduldig sein, weil Produktion und Organisation Zeit brauchen. Wir müssen Verantwortung übernehmen und uns weiter an Regeln halten. Mit dem auf sechs Wochen verlängerten Impfintervall zwischen Erst- und Zweitimpfung bei BioNTech/Pfizer und Moderna haben wir die Möglichkeit, mehr Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher schneller impfen zu können. Durch die Streckung des Impfintervalls werden bereits in den Kalenderwochen 14 bis 17 rund 67.000 zusätzliche Erstimpfungen durchgeführt werden können und gemäß der aktuellen Erlasslage des Bundes hauptsächlich den über 65-Jährigen zur Verfügung gestellt werden“, betont Gesundheitsreferentin LH-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander.

Grund für die Änderung des Impfintervalls sind die neuen Empfehlungen des Nationalen Impfgremiums, weil deren Expertinnen und Experten davon ausgehen, dass nach dem 22. Tag nach der Verabreichung der ersten Dosis bei allen verfügbaren Impfstoffen eine gewisse Schutzwirkung eintritt. Durch die Ausdehnung des Intervalls sollen nun mehr Menschen diese Grundimmunisierung rascher erhalten. Dementsprechend werden die Planungen des Landes Oberösterreich adaptiert. Der angepasste Impfplan wird zeitnah der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

Bild (c) Land OÖ