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Dienstag, den 07. September 2021 07:00

Safety goes to school


OÖ Zivilschutz-Präsident NR Bgm. Mag. Michael Hammer, Sarah Machherndl, LH-Stv.in Mag.a Christine Haberlander, Bildungsdirektor HR Mag. Dr. Alfred Klampfer

Spielebox vermittelt Schülerinnen und Schüler Sicherheitswissen | Zivilschutz macht Schule

Wenn die Schülerinnen und Schüler Zivilschutz-Maskottchen Safety nicht besuchen können, kommt Safety eben zu ihnen: Seit mehr als 20 Jahren nehmen Volksschülerinnen und -schüler an der Zivilschutz-Kindersicherheitsolympiade „Safety Tour“ teil. Aufgrund von Corona konnte diese Aktion in den vergangenen zwei Jahren nicht durchgeführt werden. Daher kommt die Tour im heurigen Herbst direkt in die Klassen – und das in Form der Sicherheitsspielebox „Safety goes to school“.

„Bildung ist die Chance für junge Menschen, sich für ihre Zukunft zu rüsten. Und die Möglichkeit für jede und jeden Einzelnen, seine Talente zu entfalten. Wir denken Bildung nicht in starren Systemen, sondern in vitalen Chancen. Dabei haben wir den Mut neue Wege zu gehen. Selbstschutz und Eigenverantwortung sind wichtiger denn je und sind ebenfalls Themen im Rahmen der Persönlichkeitsbildung, die in Schulen vermittelt werden. Zugleich sind es Themen, die der OÖ Zivilschutz den Kleinen bereits ab der Volksschule näher bringt und die auch aufgrund von Corona im Unterricht nicht in den Hintergrund rücken dürfen. Deswegen freue ich mich, dass der Zivilschutz das Projekt ‚Safety goes to school‘ ins Leben gerufen hat“, sagt Bildungsreferentin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander.

Die Spielebox enthält verschiedene Sicherheitsspiele und -rätsel, die von Schülerinnen und Schülern der 3. Klassen gemeinsam im Unterricht gelöst werden sollen. Dabei werden die Aufgaben bzw. Tätigkeiten der Einsatzorganisationen, die Notrufnummern und Zivilschutz-Sirenensignale sowie das richtige Verhalten bei Gefahren und Notfällen behandelt.

Mit Start der Zivilschutzwoche am 27. September (die in den Zivilschutztag am 2. Oktober mündet) beginnt die Auslieferung der Spieleboxen, damit ist eine Anmeldung für „Safety goes to school“ bis 24. September möglich. Es wird aber darauf hingewiesen, dass sich bereits 200 Klassen mit rund 3.000 Schülerinnen und Schülern dafür vorangemeldet haben.

„Wir haben nach einer Alternative zu unserer Präsenz-Kindersicherheitsolympiade gesucht, mit der wir den Kindern dennoch spielerisch Sicherheitsthemen vermitteln können. Es handelt sich dabei um ein österreichweites Projekt der Zivilschutzverbände“, erklärt OÖ Zivilschutz-Präsident NR Bgm. Michael Hammer.

Mit Spaß und Spiel lernen die Kinder Gefahren zu vermeiden bzw. bewusst mit Gefahren umzugehen. Sie werden damit auch zu Vorbildern und tragen das Erlernte an ihre Eltern und Großeltern sowie Freunde weiter – damit wird eine größere Durchdringung in der Bevölkerung für Gefahrenbewusstsein und Selbstschutzmaßnahmen erreicht.

Wenn alle Spiele fertiggestellt sind, meldet sich die Klasse beim OÖ Zivilschutz. Danach werden diese Boxen bei den Schulen kontrolliert. Jede teilnehmende Klasse nimmt danach automatisch an einer großen Verlosung teil, bei der es tolle Klassenpreise zu gewinnen gibt.

„Der OÖ Zivilschutz ist seit vielen Jahren ein starker Partner wenn es darum geht, unseren Schülerinnen und Schülern Sicherheitswissen beizubringen. Die Zivilschutz-Kindersicherheitsolympiade macht rund 2.500 Kindern jährlich einen Riesenspaß. Einen Vormittag lang werden sie vor Ort auf spielerische Art mit dem Thema Sicherheit konfrontiert und erleben einen spannungsreichen Wettbewerb als Team. Als Bildungsdirektion unterstützen wir ‚Safety goes to school‘ als tolles neues Projekt. Es ist eines von vielen, bei dem wir eine gute Zusammenarbeit mit dem Zivilschutz pflegen“, sagt Bildungsdirektor Alfred Klampfer.

„Safety goes to school“ soll keine einmalige Sache bleiben: Die Spielebox dient künftig auch als Training für die Zivilschutz-Kindersicherheitsolympiade „Safety Tour“, die, wenn es präsenzmäßig möglich ist, natürlich wieder durchgeführt werden soll. „Wenn die Schüler der ‚Safety goes to school‘ spielen, sind sie optimal vorbereitet, um danach die Zivilschutz-Kindersicherheitsolympiade zu besuchen“, erklärt OÖ Zivilschutz-Präsident Hammer.

Zivilschutz macht Schule
Von der ersten Klasse Volksschule bis zur 12. Schulstufe – der OÖ Zivilschutz unterstützt die Schulen mit zahlreichen Projekten und Aktivitäten. Zielgruppe sind dabei nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern auch Lehrerinnen und Lehrer, Direktorinnen und Direktoren sowie Erziehungsberechtigte und Angehörige.

Neben der Zivilschutz-Kindersicherheitsolympiade „Safety Tour“ und „Safety goes to school“ gehören dazu unter anderem:

? Nachhaltigkeitsüberprüfung Kinderwarnwesten: Dabei gehen Zivilschutzbeauftragte in die Volksschulen und belohnen die Kinder der 1. Klasse, wenn sie ihre Warnweste am Schulweg tragen. Die Wichtigkeit der Warnweste wird betont, für die Kinder gibt es eine Belohnung (das vom Zivilschutz entwickelte Safety Memo).

? Landessicherheitstag „DU bist wichtig“: Für Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Schulstufen. Eine Veranstaltung des Netzwerkes für Sicherheit und Zivilschutz „Sicheres Oberösterreich“, dessen Mitglied die Bildungsdirektion ist. Dabei präsentieren sich die Netzwerkpartner, ihre Aufgaben und Arbeit (auch für Berufsorientierung geeignet). Bei Infoständen und bei Vorführungen wird die Wichtigkeit der Eigenvorsorge und der Ersthilfe betont.

? Strahlenschutzberatung: Beratungsgespräche zur Unterstützung bei der Erstellung eines auf die jeweilige Schule bezogenen Strahlenalarmplanes.

? Blackout-Beratung (in Verbindung mit Strahlenschutzberatung): Auch hier werden die Schulen bei der Erstellung eines Notfallplanes zum Thema Blackout (längerfristiger, großflächiger Stromausfall) beraten. Vorträge ergänzen das Angebot und sind wichtig für die Bewusstseinsbildung zu diesem Katastrophenszenario.

? Informationen an die Schulleiterinnen und Schulleiter: Bewusstseinsbildung unter den Schulleiterinnen und -leitern sowie Pädagoginnen und Pädagogen und Information über aktuelle Gefahrenpotenziale und mögliche Präventionsmaßnahmen.

? Vorträge an den NMS und AHS: Altersgerechte Vorträge zu Selbstschutzthemen – mit dem Schwerpunkt Strahlenschutz und Blackout.

? Sicherheitstag/-monat/-semester/-jahr: Ein Tag/Monat/Jahr/Semester im Zeichen der Sicherheit mit dem Schwerpunkt Bewusstseinsbildung zur Eigenverantwortung – in Zusammenarbeit mit den Einsatzorganisationen; den teilnehmenden Organisationen, deren Aufgaben und Schwerpunkte werden im Unterricht durchbesprochen, dazu gibt es etwa Ausstellungen und Vorträge. Eine gemeinsame Abschlussveranstaltung ist dabei möglich.

? Unterstützung von Schülerinnen- und Schülerprojekten: etwa Maturaarbeiten und sonstige Projekte

? Wanderausstellung: Diese besteht aus Rollups und Infomaterialien und kann für mehrere Wochen gebucht werden.

? Zivilschutz-Notfallset: Laut dem Erlass von 2016/2017 zur Aktualisierung der Notfallmappe muss jede Schule über ein stromnetzunabhängiges Radiogerät, einen Vorrat von Kaliumjodidtabletten und Notfallbatterien verfügen. Außerdem müssen Hinweisschilder über den Lagerort der Kaliumjodid-Tabletten und Info-Tafeln über die Zivilschutz-Warn- und Alarmsignale im Gebäude angebracht werden. Um die Schulen dabei zu unterstützen erstellte der Zivilschutz ein Notfallset mit wichtigem Krisen-Equipment – der Ankauf durch die Schulen wurde vom Land OÖ finanziell unterstützt.

 

Bild (Land OÖ/Lisa Schaffner): OÖ Zivilschutz-Präsident NR Bgm. Mag. Michael Hammer, Sarah Machherndl, LH-Stv.in Mag.a Christine Haberlander, Bildungsdirektor HR Mag. Dr. Alfred Klampfer

 


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