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Freitag, den 05. Februar 2021 07:00

Vom Hochgebirge in die Ebene


Rekrut Hubert St. im Interview

Hochgebirgsjäger im Alpenvorland - Ablöse aus Kärnten in Oberösterreich eingetroffen

Seit Montag bilden 80 Kärntner Soldaten vom Hochgebirgsjägerbataillon 26 aus Spittal a.d. Drau die Ablöse ihrer Kameraden, die zuvor 10 Wochen in Oberösterreich im Einsatz standen.

Sie werden für zwei Monate im Contact Tracing Pool (CTP) des Landes Oberösterreich im Landesdienstleistungszentrum (LDZ) verwendet und so zur der Bewältigung der Corona Pandemie beitragen. Die Einweisungen im Kontaktpersonenmanagement sind abgeschlossen und bei Anrufen ist bereits wieder Kärntner Dialekt zu hören.

Die Soldaten des Hochgebirgsjägerbataillons 26 werden ebenso bei den vom Bundesheer betriebenen Teststraßen für COVID-Schnelltests zum Einsatz kommen.

Rekrut Hubert St. ist einer von ihnen.

Wie begann der Tag der Verlegung nach Oberösterreich?
„Um 04:15 Uhr läutete der Wecker, nach der üblichen Morgenroutine ging ich Testen (Anmerkung: Antigen – Schnelltest). Dann musste ich auf das Ergebnis warten.“ „Als klar war, dass ich negativ bin – habe ich mein Gepäck verladen und das Auto gestartet.“

Was haben Sie vor dem Einrücken gemacht?
„Ich habe Installateur gelernt, bin auf einem Bergbauernhof in rund 1300 Höhenmetern im Lesachtal aufgewachsen und zurzeit bin ich Kraftfahrer in der Kompanie.“

Ist dies der erste Assistenzeinsatz?
„Nein, davor waren wir für zwei Wochen Schneeschaufeln in Lienz. Da haben wir die Dächer freigeschaufelt.“

Wann kam die Information, dass es nach Oberösterreich geht?
„Letzte Woche hat der Kompaniekommandant uns gesagt, dass wir unsere Ausrüstung zusammenpacken sollen, weil wir nach Oberösterreich fahren!“

In Linz liegt aktuell kein Schnee, wie ist dies zu Hause?
„Ah, da liegen immer noch 2 Meter Schnee - am Dach! Des is eh normal.“

Ist seit der Ankunft sonst ein Unterschied aufgefallen?
„Naja, der Straßenverkehr ist schon anders als daham“.

Militärkommandant Mag. Dieter Muhr freut sich über die erfolgte Ablöse und sagte: „Mit den Kärntner Kameraden haben wir bereits gute Erfahrungen gemacht. Ich gehe davon aus, dass dies auch weiter so gut funktionieren wird.“

Die Soldaten der Hochgebirgsjägerbataillon 26 sind in der Türk – Kaserne, Spittal an der Drau, stationiert. Ihre Ausbildung befähigt sie im alpinen Umfeld zu überleben. Sie sind im Gebirge und in schwierigem Gelände uneingeschränkt getreu ihrem Motto "Kärntner allzeit voran" einsatzfähig.

 

Bild (c) Bundesheer/Mickla