Sie sind hier: LEUTE
Freitag, den 12. März 2021 07:00

Rückzug von Franz Reisecker


Verbandsdirektor Dr. Norman Eichinger, der designierte Genossenschaftsanwalt ÖR Walter Lederhilger, Genossenschaftsanwalt ÖR Ing. Franz Reisecker

Walter Lederhilger als neuer Genossenschaftsanwalt designiert

ÖR Walter Lederhilger soll am 75. OÖ. Landesgenossenschaftstag am 18. Juni 2021 zum neuen Genossenschaftsanwalt des Raiffeisenverbandes OÖ. gewählt werden. Das haben Vorstand und Aufsichtsrat in der heutigen Sitzung einstimmig beschlossen. Damit fällt der Wahlvorschlag auf einen sehr erfahrenen, vielseitig engagierten und ambitionierten Genossenschafter.

Lederhilger ist zum einen langjährig in der Raiffeisenbankengruppe OÖ. aktiv. Er steht der Raiffeisenbank Region Kirchdorf als Aufsichtsratsvorsitzender vor und ist seit vielen Jahren auch Mitglied des Aufsichtsrates der Raiffeisenlandesbank OÖ. Zum andern vertritt der Landwirt seit Jahrzehnten in verschiedensten Funktionen die Interessen der Land- und Forstwirtschaft und ist damit auch im Agrarbereich bestens vernetzt. Bereits seit 1996 ist Walter Lederhilger als Funktionär des Raiffeisenverbandes OÖ., zuletzt als Aufsichtsratsvorsitzender, engagiert und konnte dabei die erfolgreiche Entwicklung der oö. Genossenschaften mitverfolgen und mitgestalten. „Die Mischung macht‘s – er ist der perfekte Kandidat, um als oberster Eigentümervertreter für die Interessen aller oberösterreichischen Raiffeisen-Genossenschaften einzutreten“, ist der bisherige Genossenschaftsanwalt, Franz Reisecker, überzeugt.

Franz Reisecker zieht sich nach 25jähriger Tätigkeit beim Raiffeisenverband OÖ. – neun Jahre davon als Genossenschaftsanwalt – aus seiner aktiven Funktionärstätigkeit zurück. „Mein Wirken war stets auf eine gute Entwicklung unserer Genossenschaften ausgerichtet, und ich bin überzeugt, dass sich auch mein Nachfolger nach Kräften für die Anliegen und Ziele des Genossenschaftswesens einsetzen wird“, so Franz Reisecker.

„Mir ist es ein besonderes Anliegen, dass die oö. Raiffeisen-Genossenschaften weiterhin professionell vom Raiffeisenverband OÖ. betreut werden und die Genossenschaft als optimale Rechtsform auch für neue Initiativen verstärkt genützt wird“, so der designierte Genossenschaftsanwalt Walter Lederhilger.

Raiffeisen-Genossenschaften sorgten 2020 für Sicherheit und Stabilität
Raiffeisengenossenschaften haben geliefert

Die Corona-Pandemie hat einmal mehr verdeutlicht, in welchen für unser Leben und unsere Wirtschaft grundlegenden Bereichen die Raiffeisen-Genossenschaften tätig sind. Viele zählen zu systemrelevanten Unternehmen und leisten in der Versorgungssicherheit unseres Landes tagtäglich Großes. Sei es als Finanzdienstleister, in der Lebensmittelerzeugung, bei der Aufrechterhaltung der lebensnotwendigen agrarischen Infrastruktur oder als Energieversorger – die oö. Raiffeisen-Genossenschaften haben geliefert und in Zeiten von Ungewissheit und Verunsicherung für Sicherheit und Stabilität gesorgt.

OÖ. Raiffeisenbanken:
Hohes Kundenvertrauen und gute Wachstumswerte

Durch das flächendeckende Aufrechterhalten des Bankbetriebs, durch die Versorgung von Kunden mit Liquidität in einem dramatischen Umfeld und durch die umfassende Beratung über die vielen Unterstützungsmaßnahmen der öffentlichen Hand haben die oö. Raiffeisenbanken als wichtigster finanzieller Nahversorger einen entscheidenden Beitrag für Sicherheit und Stabilität im Finanzsystem geleistet. Die oö. Raiffeisenbanken profitieren auch 2020 von hohem Kundenvertrauen und verzeichnen sehr gute Wachstumswerte. So stieg etwa die Bilanzsumme um 9,3 % auf 28,1 Mrd. Euro. Als weiterhin unangefochtener Marktführer – sowohl vor Ort als auch digital mit „Mein ELBA“ – gelang es den oö. Raiffeisenbanken im abgelaufenen Jahr solide Ergebnisse zu erzielen, die das Eigenkapital und damit die Risikotragfähigkeit und Sicherheit noch weiter steigern.

OÖ. Lagerhausgenossenschaften:
Agrarische Infrastruktur gesichert

Die Rolle der oö. Lagerhausgenossenschaften als wichtiger regionaler Nahversorger war 2020 von besonderer Bedeutung. So haben sie insbesondere sichergestellt, dass die notwendige agrarische Infrastruktur und Versorgung auch in sehr schwierigen Zeiten funktioniert und eine Knappheit bei z.B. Saatgut, Futtermittel, Düngemittel und Agrartechnik nie ein Thema war. Daneben waren und sind auch die die großen Lagerkapazitäten für agrarische Produkte eine entscheidende Grundlage für die Ernährungssicherheit unseres Landes. Bei einem vorläufigen Gesamtumsatz des Jahres 2020 in Höhe von 761 Mio. Euro wird ein klar positives Ergebnis erwartet.

OÖ. Molkereigenossenschaften:
Unverzichtbarer Partner für tausende Landwirte

COVID-19 hat auch auf den Milchmärkten zu teils heftigen Verwerfungen geführt. Dabei haben die oö. Molkereigenossenschaften sehr hohe Flexibilität bewiesen und dieses äußerst herausfordernde Umfeld souverän gemeistert. So ist es ihnen 2020 gelungen, die Betriebsleistung auf 1.157 Mio. Euro zu steigern, die Milchauszahlungspreise im Jahresvergleich zu erhöhen und eine positive Ertragslage zu erzielen. Ihre tausenden Milchbauern können sich als Lieferanten darauf verlassen, dass ihre Milch bestmöglich verarbeitet wird und dass sie als Eigentümer bei ihrer Molkerei an erster Stelle stehen. Gleichzeitig leisten die oö. Molkereigenossenschaften als systemrelevante Unternehmen einen entscheidenden Beitrag zur Versorgungssicherheit der Bevölkerung mit hochwertigen Lebensmitteln. Die hohen Investitionen, die auch 2020 getätigt wurden, sind eine Grundlage dafür, dass dies auch in Zukunft gelingen kann.

Rechtsform Genossenschaft:
Neue Gründerzeit

Bei der Lösung aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen wird immer mehr auf die Einbeziehung des bürgerlichen Engagements in Form von Genossenschaften gesetzt. Es verwundert daher nicht, dass ein hohes Interesse an Genossenschaften besteht und genossenschaftliche Kooperationen immer wieder in neue Bereiche vordringen. Eine neue Gründerzeit für Genossenschaften könnte aktuell insbesondere im Energiebereich bevorstehen. Mit dem kommenden Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) wird es erstmals möglich werden, dass Besitzer von Photovoltaikanlagen ihren Überschussstrom nicht in das allgemeine Stromnetz einspeisen, sondern im Rahmen einer Erneuerbaren Energiegemeinschaft direkt an z.B. Nachbarn in ihrem Einzugsgebiet liefern. Dadurch profitieren beide wirtschaftlich, wird dezentrale Energieversorgung gesichert und bleibt Wertschöpfung in der Region. Die ideale Rechtsform für derartige Gemeinschaften ist klar die Genossenschaft. Der Raiffeisenverband OÖ. steht dabei allen Gründungsinteressierten mit viel Erfahrung und Know-how in allen rechtlichen, steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Belangen als erster Ansprechpartner zu Verfügung.

 

Bild (c) Strobl