Sie sind hier: BEZIRK WELS / LAND » BUCHKIRCHEN
Sonntag, den 18. Juli 2021 07:00

Wir schaffen eine Alm mit Zukunft


von links:

LR Hiegelsberger: Die Alm, ein von Menschenhand geschaffenes Naturjuwel

Die Almbewirtschaftung blickt auf eine lange Tradition bis in die Bronzezeit zurück. Die Almen sind ein Paradebeispiel dafür, wie die menschliche Bewirtschaftung den Lebensraum-Vielfalt in den Bergen und damit auch die Artenvielfalt erhöht. Viele Pflanzen- und vor allem auch Insektenarten sind auf offene Wiesenlandschaften angewiesen. Aber auch spektakuläre Arten wie das Auerhuhn und das Birkhuhn brauchen offene Flächen in den Bergwäldern. Grundlage dafür ist die Beweidung mit Wiederkäuern und die Pflege durch die Almbewirtschafter. Behutsam weiterentwickelt und um neue Technik angereichert, erweist sich die Almbewirtschaftung auch weiterhin als zeitgemäß und zukunftsorientiert. Oberösterreichs Almen sind ein wichtiger Teil der lebendigen und traditionsbewussten Landwirtschaft Oberösterreichs und prägen das Land. In Oberösterreich werden 422 Almen mit insgesamt rund 36.500 ha Fläche, darunter auch weitläufige Waldweideflächen, bewirtschaftet. Mit Erfolg wurden in den vergangenen Jahren bestehende Almflächen verbessert und neue Weideflächen geschaffen. Dieser Trend soll sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen.

„Diese einzigartige und ökologisch wertvolle Kulturlandschaft haben wir dem Idealismus und dem Einsatz der Almbäuerinnen und Almbauern zu verdanken. Unter hartem persönlichem Einsatz pflegen und bewahren sie die Almen. Die notwendigen Tierzahlen zur Beweidung der Almen aufzutreiben wird eine immer größere Herausforderung. Die Beweidung erhält aber erst den Offenland-Charakter der Almen und ihre ökologischen Funktionen. Die Erhaltung der Almen muss unser aller Anliegen sein, dazu gehört auch gegenseitige Rücksichtnahme auf den bewirtschafteten Flächen“, so Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.

Die Almbewirtschaftung blickt auf eine lange Tradition bis in die Bronzezeit zurück. Die Almen sind ein Paradebeispiel dafür, wie die menschliche Bewirtschaftung den Lebensraum-Vielfalt in den Bergen und damit auch die Artenvielfalt erhöht. Viele Pflanzen- und vor allem auch Insektenarten sind auf offene Wiesenlandschaften angewiesen. Aber auch spektakuläre Arten wie das Auerhuhn und das Birkhuhn brauchen offene Flächen in den Bergwäldern. Grundlage dafür ist die Beweidung mit Wiederkäuern und die Pflege durch die Almbewirtschafter. Behutsam weiterentwickelt und um neue Technik angereichert, erweist sich die Almbewirtschaftung auch weiterhin als zeitgemäß und zukunftsorientiert. Oberösterreichs Almen sind ein wichtiger Teil der lebendigen und traditionsbewussten Landwirtschaft Oberösterreichs und prägen das Land.

In Oberösterreich werden 422 Almen mit insgesamt rund 36.500 ha Fläche, darunter auch weitläufige Waldweideflächen, bewirtschaftet. Mit Erfolg wurden in den vergangenen Jahren bestehende Almflächen verbessert und neue Weideflächen geschaffen. Dieser Trend soll sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen. „Diese einzigartige und ökologisch wertvolle Kulturlandschaft haben wir dem Idealismus und dem Einsatz der Almbäuerinnen und Almbauern zu verdanken. Unter hartem persönlichem Einsatz pflegen und bewahren sie die Almen. Die notwendigen Tierzahlen zur Beweidung der Almen aufzutreiben wird eine immer größere Herausforderung. Die Beweidung erhält aber erst den Offenland-Charakter der Almen und ihre ökologischen Funktionen. Die Erhaltung der Almen muss unser aller Anliegen sein, dazu gehört auch gegenseitige Rücksichtnahme auf den bewirtschafteten Flächen“, so Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.

Almförderung für Investitionen und Almentwicklungsmaßnahmen

Jährlich setzt die Abteilung Ländliche Neuordnung (Agrarbehörde OÖ) ca. 30 bis 60 Almförderungsprojekte um. Diese betreffen den Neubau- oder die Renovierung von Almwirtschaftsgebäuden in regionaltypischer Bauweise, die Wasser- und Energieversorgung auf Almen und die Neuschaffung von Almweideflächen durch Rodung und Wegebau. Die Projektbegleitung umfasst die Planung, Umsetzung und Förderung der notwendigen Maßnahmen projektiert, umgesetzt und einer Förderung zugeführt.

Ein besonderer Erfolg war und ist die Fördermaßnahme "Errichtung von regionaltypischen Holzdächern" auf Oberösterreichs Almgebäuden. Seit nunmehr knapp 30 Jahren werden 95 Prozent aller neuen Almgebäudedächer in Oberösterreich mit Holzschindeln oder Holzbrettern eingedeckt! Der Erhalt alter Gebäude mit ihren Holzschindeldächern und traditioneller Zaunformen dient auch der Erhaltung der dabei angewendeten Handwerkstechniken. Bäuerliche Kultur spiegelt sich in der Almwirtschaft. „Die Almwirtschaft bezieht ihren besonderen Reiz auch aus dem reichen kulturellen Erbe, von der spezifischen Baukultur bis hin zum Brauchtum. Traditionelle Almabtriebe, Almfeste und die Erhaltung der Almhütten sind alle abhängig von einer aktiven Almwirtschaft, der Bestoßung der Almen mit Weidetieren“, so Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.

Insgesamt wurden seit 2007 in Oberösterreich 35 neue Almwirtschaftsgebäude errichtet, weitere sind in Bau oder in Planung.

Beispiele für Neubauten von Almwirtschaftsgebäuden in den letzten Jahren:
· Gemeinschaftshütte Ebenforstalm - Reichraming
· Almhütte Pomberger, Rossmoosalm – Bad Goisern
· Almhütte Loidl, Nöstleralm – Ebensee
· Almhütte Hödlmoser, Hoheneckalm – St. Wolfgang
· Agrargemeinschaftshütte Moosalm – St. Wolfgang
· Almhütte Kirchschlager, Hintere Sandlingalm – Bad Goisern

In Summe werden jährlich 30 bis 60 Almförderprojekte mit anrechenbaren Gesamtkosten von ~ 600.000 Euro und einem Fördervolumen von ~ 300.000 Euro von oberösterreichischen Almbauern durchgeführt und von der Abteilung Ländliche Neuordnung fördertechnisch abgewickelt. Ein Drittel davon sind Projekte mit einer kofinanzierten Förderung.

Neuschaffung und Wiederherstellung von Almweideflächen durch Rodung
Derzeit sind in allen oberösterreichischen Almregionen mehrere große integrale Wald- Weide Neuordnungsprojekte der Agrarbehörde OÖ mit dem Ziel einer Trennung von Wald und Weide anhängig. Voraussetzungen für das Gelingen dieser Projekte sind die gute Zusammenarbeit der Fachexperten aus den Bereichen Almwirtschaft, Forstwirtschaft und Naturschutz in Oberösterreich bei der Planung und Umsetzung dieser Maßnahmen, der große Einsatz der Almbauern bei Arbeitsleistung und Finanzierung und deren Unterstützung durch ein gutes und effizientes Almfördersystem. Seit dem Jahr 2002 sind auf Oberösterreichs Almen im Zuge von mehr als 50 Verfahren nach dem Einforstungsrechtegesetz bzw. nach dem Forstgesetz mehr als 250 ha Almweideflächen durch Rodung neu geschaffen worden. Im Gegenzug konnten in den letzten Jahren durchschnittlich 550 ha pro Jahr an Waldflächen von den darauf lastenden Waldweiderechten entlastet werden.

Beispiele Neuschaffung von Reinweideflächen durch Rodung:

Bezirk Steyr-Land :
Stubau-Hathalalm, Gemeinde Weyer : 6,5 ha
Saileralm, Gemeinde Weyer : 13 ha

Bezirk Kirchdorf :
Rottalalm, Gemeinde Hinterstoder : 3 ha

Bezirk Gmunden :
Kösslalm, Gemeinde Ebensee : 7,5 ha
Laudereralm, Gemeinde Ebensee : 14 ha
Marxenalmen, Gemeinde Gosau : 15 ha

Das Land Oberösterreich unterstützte diese Maßnahmen mit durchschnittlich 3000 Euro- / ha Landes- und co- finanzierten Fördermitteln. Diese Projekte stellen einen wesentlichen Beitrag zu einer zeitgemäßen und nachhaltigen Almbewirtschaftung dar, und tragen entscheidend zur Existenzsicherung der daran beteiligten bergbäuerlichen Betriebe bei.

 

Bild (c) Land OÖ/Sabrina Liedl